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  • Paul Westrich - Projekte: Colletes sierrensis
    sierrensis auf den Hängen die den Fluß Méouge begleiten Fast überall wo der Eichenwald lichter ist stehen mehr oder weniger hohe Exemplare von Odontites Bei trockenem sonniger Wetter kann man hier von Mitte August bis Mitte September ab ca 10 00 morgens beide Geschlechter von Colletes sierrensis antreffen 2 September 1998 Dort wo im Kiefernwald nur noch wenig Licht bis zur Krautschicht vordringt und wo der Untergrund besonders trocken ist entwickeln sich meist nur kleinere Exemplare von Odontites viscosus 23 August 1996 Mit Steineichen durchsetzter Mischwald im Unterwuchs Pfriemenginster Lavendel und Buchs Lockere Bestände von Odontites viscosus 4 September 2005 Der Autor inmitten eines Zahntrost Bestandes am Rande einer Garigue 2 Septemer 1999 Am Rande einer Garigue Bildmitte Pinus halepensis viel Rosmarinus officinalis Juniperus oxycedrus Cistus albidus Quercus ilex Quercus coccifera Buxus sempervirens und besonders reichlich der strauchige Bupleurum fruticosum ein größerer Bestand von Odontites viscosus Tausende von Pflanzen Bei dichtem Bewuchs bis zu 30 Exemplare je Quadratmeter und einzelne Pflanzen bis 60 cm hoch Tiefstes bei den Untersuchungen festgestelltes Vorkommen von Colletes sierrensis 28 August 1999 Dies ist der Fundort des ersten Lebendfundes von Colletes sierrensis in Spanien Ein Hang bei Sant Salvador de Bianya etwa 15 km nördlich von Olot in der Provinz Girona Odontites viscosus wächst an lichten Stellen der Gehölze und vereinzelt auch zwischen den zahlreich anstehenden Felsen 13 September 2004 Blütenbesuch Colletes sierrensis wurde von mir an insgesamt 37 Lokalitäten fast ausschließlich an Odontites viscosus beobachtet und dies gilt für beide Geschlechter Zusammen mit den gesammelten Belegexemplaren summieren sich die Beobachtungen von Blütenbesuchen an den verschiedenen Fundorten auf viele hundert Oft wurden Männchen und oder Weibchen schon wenige Minuten nachdem ein Wuchsort von Odontites viscosus gefunden wurde entdeckt Die Männchen nutzten diesen Zahntrost einerseits zur Eigenversorgung mit Nektar andererseits patrouillierten sie bei sonnigem Wetter ununterbrochen an dessen Infloreszenzen und versuchten immer wieder erfolglos sich mit Weibchen zu paaren Blühendes Exemplar von Odontites viscosus Klebriger Zahntrost am Rande eines Eichenwaldes der Gorges de la Méouge Oft findet sich die Art auf steinigem Untergrund Vor allem in den französischen Départements Alpes de Haute Provence Hautes Alpes Var und Vaucluse ist sie stellenweise ungemein häufig In manchen Gegenden so um den Canyon du Verdon dürften alljährlich Hunderttausende blühen Nach Bolliger 1996 kommt O viscosus in der mediterranen Hartlaubstufe in lichten oft felsigen Steineichenwäldern oder Eichen Kiefernwäldern vor Optimal ausgeprägt ist die Art in Lichtungen und Säumen des Steineichenwaldes sowie dessen sonnigen Ersatzgesellschaften vor allem in trockenen Gariguen zwischen Kleinsträuchern Colletes sierrensis Männchen beim Blütenbesuch an Odontites viscosus Beachte die drüsige Behaarung des Stils und der Kelchblätter Name und die basipetale Abblühfolge des Blütenstands Aufblühen von oben nach unten Colletes sierrensis Weibchen beim Pollensammeln an Odontites viscosus Die Pollentransporteinrichtungen an Femur und Tibia der Hinterbeine sind bereits reichlich mit Pollen gefüllt Beachte auch die Pollenkörner auf der Vorderseite des Kopfes Die Weibchen wurden beim Pollensammeln ausschließlich an Odontites viscosus festgestellt Die lichtmikroskopische Analyse von 40 Pollenladungen von 18 Lokalitäten der Schweiz Südfrankreichs und Spanien ergab daß diese ausschließlich Pollen

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  • Paul Westrich - Projekt: Lasioglossum marginellum
    ganz Mitteleuropa sehr seltenen in Baden Württemberg nach Westrich et al 2000 extrem seltenen Schmalbienen Art Lasioglossum marginellum die 1853 von Schenck nach einem Weibchen aus dem hessischen Wiesbaden beschrieben wurde Dies ist nach meiner Kenntnis der vierte nach 1980 in Baden Württemberg bekannt gewordene Fundort Ältere Nachweise sind meinem Grundlagenwerk zu entnehmen Außerhalb Baden Württembergs wurde die Art vor 1980 nur sehr zerstreut in Niedersachsen Sachsen Hessen Rheinland Pfalz und Bayern nachgewiesen Literaturzitate in Westrich 1990 nach 1980 wurde sie jedoch nur noch aus Sachsen Anhalt Dathe 2001 Thüringen Winter 1992 1995 Rheinland Pfalz Reder 2004 und Baden Württemberg bekannt Westrich 1990 890 Was die Bestandssituation betrifft so gilt die Art in Baden Württemberg als vom Aussterben bedroht Westrich et al 2000 in Bayern als ausgestorben oder verschollen Mandery et al 2003 Auch in Österreich gilt die Art als sehr selten und einzeln Ebmer 1988 in der Schweiz wurde sie zuletzt 1955 im Genfersee Becken nachgewiesen Amiet et al 2001 Bei Lasioglossum marginellum handelt es sich nach Ebmer 1988 um eine pontisch mediterrane Steppenart die von der Süd Schweiz bis zum Don und von Mitteldeutschland bis Makedonien verbreitet ist Über ihre Biologie ist noch sehr wenig bekannt Weibchen von Lasioglossum marginellum neben dem Nesteingang Besonders auffällig war und dies war nicht zuletzt auch der Auslöser für die Mitnahme von Belegexemplaren daß sich viele Weibchen einer sehr kleinen Wespenbienen Art an den Nestern von Lasioglossum marginellum herumtrieben Meine ursprüngliche Annahme daß es sich dabei um Nomada bluethgeni handelt haben sich nach erneuten Untersuchungen der Belegexemplare und Vergleichen mit einem eindeutigen Vergleichsexemplar leider nicht bestätigt Die Belegexemplare gehören zu Nomada sheppardana wie Nomada bluethgeni ein Vertreter der Nomada furva Gruppe Meine Meldung vom Juni 2005 ist daher zu berichtigen Bisher nicht bekannt war allerdings daß Nomada sheppardana auch bei Lasioglossum marginellum

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  • Paul Westrich - Projekte: Megachile parietina
    daß die umgesetzten Brutzellen ohnehin der Vernichtung preisgegeben waren Eins der 1990 eingebrachten Nester wurde im gleichen Jahr wiederbenutzt indem einzelne Brutzellen von einem Weibchen gereinigt verproviantiert mit einem Ei beschickt und mit dem an der neuen Lokalität rötlichen Lehm der hier anstehenden Bunten Mergel verschlossen wurden Am oberen Rand sind alte verlassene Brutzellen zu sehen Mitten auf einem größeren Bruchstein einer Trockenmauer ganz in der Nähe der eingebrachten Nester wurde 1990 eine der ersten Brutzellen gebaut der Beginn eines vollständig neuen Nestes Links Noch im Bau befindliche Zelle am oberen Nistplatz Noch sind die einzelnen kleinen Steinchen als wesentliches Bauelement zu sehen Sie werden später mit feinerem Mörtel übermauert Rechts Blick in die linke Brutzelle Auf einem recht flüssigen da nektarreichen Futterbrei schwimmt frisch abgeladener Pollen dessen leuchtend gelbe Farbe die Herkunft verrät Futter Esparsette Onobrychis viciifolia Bestandsentwicklung 1991 bis 2007 Bald nach der Ansiedlung aber zu einem heute nicht bekannten Zeitpunkt wanderten einige Weibchen vom Südhang ins Neckartal und besiedelten dort in einer Entfernung von 1 7 bis 2 3 km an mehreren Stellen neue überwiegend anthropogene vom Menschen geschaffene Nistplätze die wegen ihrer unbewachsenen Oberfläche offensichtlich attraktiver waren als die von Flechten und Algen bewachsenen Trockenmauern am Ansiedlungsort u a Betonrohre Stahlträger Eisenmulden Schachtdeckel Rad eines Förderbands metallene Fensterrahmen Isolatoren Mauersteine Nester Nr 17 und 18 in den Ecken eines Flansch eines Betonrohres rechte Seite des linken Rohrs auf dem Gelände eines Betonröhrenwerks im Jahr 2003 Unglücklicherweise wurden die Betonröhren mit den Nestern im Zusammenhang mit dem späteren Konkurs des Unternehmens abtransportiert wodurch die Population herbe Verluste erlitt Im Jahr 2002 gebautes Nest an einem eisernen Brunnenschacht Zustand des vorigen Nestes im Jahr 2007 während der Brutzeit 28 April Zu sehen sind nicht nur vier verlassene Zellen sondern auch ein Anbau auf der rechten Seite und die Wiederverwendung zweier Brutzellen am Oberrand dicht unterhalb des Eisendeckels Dieser Nistplatz wurde also mindestens 6 Jahre lang genutzt Frisches Nest in den Vertiefungen eines Reifens einer Kiesförderanlage in einer Kiesgrube Mehrere Nester auf der Oberfläche einer Ziegelwand und eines metallenen Fensterrahmens Ein Weibchen baut an einer Brutzelle eines Nestes das in einer Ecke zwischen dem Fensterrahmen und der Hauswand angebracht wird Obwohl ein Teil der Nester wieder zerstört wurde nahm der Bestand im Laufe der Jahre deutlich zu und erreichte 2007 die Zahl von über 100 Nestern die sich auf mindestens 5 Stellen verteilen Nahrungsansprüche und Entwicklungszyklus im Neckartal Durch Pollenanalysen konnte ich die hohe Bedeutung der Futter Esparsette Onobrychis viciifolia als Pollenquelle belegen deren Erhaltung im Neckartal durch die Fortführung der extensiven Bewirtschaftung von Magerwiesen im Rahmen eines Bewirtschaftungsvertrags auch in nächster Zukunft gesichert erscheint Esparsetten Onobrychis haben eine besonders hohe Bedeutung als Pollenquellen der Mörtelbiene aber auch als Lieferanten des Nektars der auch zur Herstellung des Mörtels zum Bau der Zellen benötigt wird Auch andere Wildbienen wie die links abgebildete Königin der Bunthummel Bombus sylvarum nutzen die Esparsetten als ergiebige Pollen und Nektarquelle Die Untersuchungen im Neckartal zeigen außerdem daß die Mörtelbiene hier eine zweijährige Entwicklung vom Ei

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  • Paul Westrich - Wildbienensommer 2010
    und ihrem aufregenden Leben mit Pflanzen 6 Juni 12 00 h Tag des Botanischen Gartens Was fliegt denn da Öffentliche Führung zu Wildbienen und ihrem aufregenden Leben mit Pflanzen 13 Juni 14 00 h Kinder Aktion zum GEO Tag der Artenvielfalt Wie viele Wildbienenarten können wir im Botanischen Garten entdecken 11 Juli 14 00 h Was fliegt denn da Öffentliche Führung zu Wildbienen und ihrem aufregenden Leben mit Pflanzen 8 August 14 00 h Was fliegt denn da Öffentliche Führung zu Wildbienen und ihrem aufregenden Leben mit Pflanzen Ausstellung Am 11 April wurde im Foyer der Schaugewächshäuser die Ausstellung Wildbienen die anderen Bienen eröffnet Dort sind bis zum 31 Oktober 2010 zahlreiche Exponate Bienenpräparate Nestbauten rund um das Thema Wildbienen zu sehen Die Ausstellungseröffnung bildete den Auftakt zum Tübinger Wildbienensommer 2010 dessen Begleitprogramm auch öffentliche Führungen vorsieht Hierbei können die Besucher die faszinierenden Zusammenhänge zwischen Wildbienen und ihren vielfältigen Nahrungspflanzen erkunden und dabei gleichzeitig etwas über mögliche Maßnahmen erfahren wie man diese hochinteressanten Insekten auch daheim im eigenen Garten schützen und fördern kann Die Ausstellung wurde von mir konzipiert Die Exponate stammen aus meiner Belegsammlung Auch sämtliche Fotos wurden von mir erstellt Blick in das Foyer der Gewächshäuser mit der Wildbienen Ausstellung Um Möglichkeiten der Förderung und Beobachtung von Wildbienen im eigenen Garten oder in der Schule aufzuzeigen wurde in der ökologischen Abteilung eine Nisthilfen Anlage erstellt die außer verschiedenen Nisthilfen für Hohlraumbewohner auch solche für die Besiedler von Tot und Morschholz von Steilwänden markhaltigen Pflanzenstengeln und vegetationsfreien Bodenstellen enthält Außerdem gibt es einen Nistkasten für Hummeln der von der Kleinen Waldhummel Bombus pratorum bezogen wurde Diese Anlage die vor allem der Naturerziehung dient und im Rahmen von Führungen erläutert wird wird von zahlreichen Wildbienenarten Grab und Faltenwespen sowie deren Gegenspielern genutzt Die beiden abgestorbenen Baumstämme rechts wurden im Mai

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  • Paul Westrich - Bildarchiv
    Sie ist besonders wärmeliebend und kommt daher nur in wärmeren Gebieten Mitteleuropas vor Dies ist meine allererste Zeichnung Ich hatte diese sehr seltene Bienenart die bei der ebenfalls sehr seltenen Sandbiene Andrena ferox schmarotzt für die Publikation meiner Dissertation 1980 angefertigt Die nur 9 mm große Kegelbiene gehört zu den sogenannten Kuckucksbienen die selbst keine keine Nester bauen sondern ihre Eier in die Brutzellen ihrer oft artspezifischen Wirtsbienen schmuggeln Der Wirt von C afra ist die xerothermophile Blattschneiderbiene Megachile pilidens Die etwa 15 mm große Töpferwespe der Familie Eumenidae töpfert aus Lehm urnenförmige Zellen in die sie als Futtervorrat für je einen Nachkommen mehrere mit ihrem Giftstachel gelähmte Spannerraupen einträgt Das nur 4 mm große Sandsteppenbienchen kommt in Deutschland nur auf den wenigen noch vorhandenen Binnendünen bzw deren Resten in Hessen Baden Württemberg und Bayern vor Es besucht dort vor allem den Sand Thymian Thymus serpyllum und den Felsen Mauerpfeffer Sedum reflexum Wie viele Bewohner trocken warmer Steppen weist das Bienchen eine hellbelbe Färbung auf ein Schutz gegen zu starke Aufheizung des Körpers Da ich das Original vor Jahren verschenkt habe habe ich hier ein Foto des Andrucks der in Westrich Schmidt 1985 publizierten Zeichnung verwendet Diese in Deutschland sehr seltene Grabwespe jagt Waldschaben als Beutetiere Langhals Schabenjäger die sie in einen vorhandenen Hohlraum Totholz alte Eichengallen für die Versorgung ihrer Brut einträgt Die Familie Cimbicidae enthält einige stattliche fast hornissengroße Arten Die Larven leben an Blättern von Laubbäumen die hier gezeichnete Art an Birken Die nur 6 mm große in Deutschland recht häufige Scherenbiene ist auf Glockenblumen als Pollenquellen spezialisiert Sie baut ihre Nester in verlassenen Käfer Fraßgängen in totem Holz und ähnlichen Hohlräumen Schilfhalme Nisthilfen aus Holz Über diese Pflanzenwespe die an Hahnenfuß Ranunculus gebunden ist habe ich bereits 1982 berichtet Diese hübsche Wildbiene schmarotzt ausschließlich bei Vertretern

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  • Faszination Wildbienen - Logo
    1879 Mai Langhornbiene entwickelt Diese Bienenart ist in Mitteleuropa weit verbreitet und in Lagen unter 500 m NN nicht selten Sie nistet in der Erde und ist auf Schmetterlingsblütler Fabaceae als Pollenquelle spezialisiert Ihre Hauptpollenquelle in Mitteleuropa ist die Zaunwicke Vicia sepium Weibchen der Mai Langhornbiene Eucera nigrescens Männchen von Eucera nigrescens an der Zaunwicke Vicia sepium Zurück zur Startseite Impressum Hilfe Benutzung Zur Rechtschreibung Inhalt Site Map Forschungsprojekte Nisthilfen

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  • Die "anderen" Bienen
    der Wahl ihrer Pollenquellen sehr flexibel und anpassungsfähig Männliche Sal Weiden gehören zu den für die Enwicklung des Volkes wichtigsten Nahrungspflanzen des zeitigen Frühlings Colletes similis f jpg Rainfarn Seidenbiene Colletes similis Weibchen auf dem Blütenstand des Mutterkrauts halictus pollinosus 05 2335 1024 jpg Puder Furchenbiene Halictus pollinosus Einige Wildbienen haben grüne Komplexaugen und ihr Körper sieht wie mit Puder bestäubt aus ceratina chalybea 09 3100 1024 jpg Große Keulhornbiene Ceratina chalybea Manche Bienenarten sind metallisch blau oder grün gefärbt anthidium oblongatum f jpg Spalten Wollbiene Anthidium oblongatum Nicht nur bestimmte Faltenwespen sondern auch einige Bienenarten sind gelb schwarz gefärbt megachile nigriventris f 09 2881 jpg Schwarzbürstige Blattschneiderbiene Megachile nigriventris Nicht nur Hummeln sondern auch einige andere Bienenarten sind dicht behaart nomioides minutissimus m 09 6542 1024 jpg Sand Steppenbiene Nomioides minutissimus Manche Bienenarten sind winzig und nur 4 oder 5 mm groß wie das Männchen dieser Art nomioides minutissimus f 09 6567 1024 jpg Sand Steppenbiene Nomioides minutissimus Auch das Weibchen gehört zu den kleinsten heimischen Wildbienen thyreus orbatus f 05 3529 jpg Kleine Fleckenbiene Thyreus orbatus Rund ein Viertel der heimischen Arten sind parasitisch und wie diese Art Brutschmarotzer anthophora plumipes m 09 0431 jpg Frühlings Pelzbiene Anthophora plumipes Die Männchen mancher Bienenarten haben gelb gefärbte Gesichter bombus pascuorum m 06 9210 jpg Ackerhummel Bombus pascuorum Hummeln sind staatenbildende Wildbienen Hier ein Männchen einer auch in Gärten zu findenden Art Die anderen Bienen Große Vielfalt an Arten Wußten Sie daß allein in Deutschland 564 Bienen Arten nachgewiesen wurden In der Schweiz wurden bislang 617 Arten in Österreich 690 Arten festgestellt Weltweit sind mehr als 17 000 Arten beschrieben worden Von all diesen Arten ist nur eine einzige in der heimischen Fauna als Honig und Wachslieferantin bekannt die Honigbiene Apis mellifera eine der wenigen Bienenarten die vom Menschen seit

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  • Bienen sind eigentlich Wespen
    was wir als Wespen bezeichnen Umgangssprachlich werden unter Wespen in der Regel allerdings vor allem die beiden staatenbildenden Faltenwespen Deutsche Wespe Vespula germanica und Gewöhnliche Wespe Vespula vulgaris verstanden Ich nenne diese in meinen Vorträgen gerne Zwetschgenkuchenwespen Tatsächlich ist der Begriff Wespe aber in den Bezeichnungen vieler Verwandschaftsgruppen der Hautflügler enthalten So kennen wir u a Blattwespen Schlupfwespen Erzwespen Goldwespen und Wegwespen Die Verwandschaft zeigt sich auch in dem Begriff Blumenwespen mit dem die Bienen früher einmal bezeichnet wurden Friese 1923 Der Begriff Wespe ist also in taxonomischer Hinsicht zum Begriff der Taxonomie nicht eindeutig Die Ordnung der Hymenoptera enthält zwei Unterordnungen die Symphyta Pfanzenwespen und die Apocrita Taillenwespen Die Apocrita wiederum werden unterteilt in Terebrantes Legeimmen und Aculeata Stechimmen Zu den Legeimmen gehören u a die durchweg parasitisch lebenden Schlupfwespen und Erzwespen Die Ablage des Eis erfolgt bei ihnen mit Hilfe eines Legebohrers Name Stechimmen hingegen haben einen Giftstachel der zur Lähmung von Beutetieren und oder zur Verteidigung Wehrstachel eingesetzt wird Innerhalb der stacheltragenden Hautflügler den Stechimmen werden die Grabwespen und die mit ihnen nah verwandten Bienen zu einer Überfamilie Apoidea früher Sphecoidea zusammengefaßt Was die Grabwespen betrifft die früher eine einzige Familie Sphecidae bildeten führten jüngere systematische Untersuchungen zu einer neuen Klassifikation mit den drei Familien Ampulicidae Schaben Grabwespen Sphecidae Langstiel Grabwespen und Crabronidae Echte Grabwespen Die Bienen bilden neben den drei Grabwespen Familien eine weitere Familie Apidae Näheres zu dieser Frage findet sich bei der Besprechung des Systems der Bienen Bei oberflächlicher Betrachtung können Grabwespen hier Fliegenspießwespe Oxybelus uniglumis mit Bienen verwechselt werden vor allem wenn sie gleich groß und unbehaart sind Weibchen der Maskenbiene Hylaeus nigritus Weibchen von Lestica alata Echte Grabwespen Männchen der Weißfleckigen Wespenbiene Nomada alboguttata Weltweit sind über 17 000 Arten beschrieben Vermutlich gibt es aber mindestens 20 000 Arten Die mittlere Körperlänge liegt bei weniger als 10 mm Eine der kleinsten Arten ist die in Südamerika beheimatete Stachellose Biene Trigona duckei mit nur 1 5 mm Länge Die mit 39 mm größte dürfte Megachile pluto sein die in Indonesien vorkommt Weitere Merkmale der Bienen sind Starke Behaarung am Körper und an den Beinen Antennen gekniet und aus 12 bzw 13 Gliedern bestehend Mundteile zu einem Rüssel umgestaltet dessen drei Abschnitte eingezogen werden können Hinterer Basitarsus Metatarsus 1 Fußglied ist nicht zylindrisch sondern abgeflacht und breiter als die folgenden Tarsenglieder Ausbildung von Pollentransportapparaten an Beinen und Metasoma Gesamtheit der Hinterleibssegmente einschließlich Propodeum Kuckucksbienen haben keinen Sammelapparat Für die Larven werden Nester angelegt deren Brutzellen mit Pollen und Nektar bei einigen wenigen auch mit Blumenölen verproviantiert werden Einige Trigona Arten verwerten Aas Nach der Ausbildung der Glossae unterscheidet man Kurzzungenbienen Stenotritinae Colletinae Andreninae Halictinae Melittinae und Langzungenbienen Megachilinae Apinae Die Goldaster Seidenbiene Colletes collaris hier ein Männchen gehört zu den Kurzzungenbienen Die Weißgesichtige Pelzbiene Anthophora pubescens hier ein Weibchen ist eine Langzungenbiene deren Rüssel hier nach vorne geklappt ist Literatur Dathe H H 2003 31 Ordnung Hymenoptera Hautflügler S 585 651 in Dathe H H Hrsg Lehrbuch der Speziellen Zoologie Band I Wirbellose Tiere

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