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  • Feldtagebuch: 17. Juli 2010
    Nistplatz genutzten Areal verzichten wollten Dennoch hat der Bestand bislang den Kiesabbau überlebt wenn auch in einer im Vergleich mit 2005 deutlich individuenärmeren Population Eine nachhaltige Sicherung des Bestands wird vielleicht erst nach Beendigung des Abbaus in 10 15 Jahren möglich sein Zwischenzeitlich werden jedoch alljährlich mit dem Betreiber Möglichkeiten besprochen inwieweit der Abbau die Belange des Artenschutzes berücksichtigen kann Heute habe ich den Bestand erneut kontrolliert Mein primäres Ziel war es Männchen zu finden da diese als Nachweis für den diesjährigen Bruterfolg gelten können Ich konzentrierte meine Suche auf die Stellen wo ich bereits im Mai und Juni Weibchen beobachtet hatte Schon nach kurzer Zeit sah ich das erste Männchen Mir fiel auf daß es nach der Inspektion eines Nesteinganges zum Fuße einer kleinen Steilwand flog wo der Gewöhnliche Windenknöterich Fallopia convolvulus in Anzahl wuchs und blühte Als ich sah daß das Männchen sich an den winzigen Blütchen mit Nektar verköstigte versuchte ich seine Blütenbesuche mit der Kamera festzuhalten Bald sah ich noch weitere Bienchen an den Blüten Die Ergebnisse meiner Beobachtungen habe ich nachfolgend dokumentiert Gewöhnlicher Windenknöterich Fallopia convolvulus am Fuße einer Steilwand in der Lasioglossum marginellum nistet Der zu den Knöterichgewächsen Polygonaceae zählende Gewöhnliche Windenknöterich ist eine einjährige Pionierpflanze die vor allem auf Äckern in Gärten auf Schuttplätzen und an Ruderalstellen häufig ist Die winzigen und daher kaum auffallenden Blüten finden sich zu 1 5 in den Blattachseln oder in ährenartigen Blütenständen an den Triebspitzen Ich selbst habe bislang keine Bienen an dieser Pflanze beobachtet weder als Nektartrinker noch als Pollensammler Knuth verzeichnet in seinem Handbuch der Blütenbiologie 1899 lediglich Honigbienen und einen nektarsaugenden Halictus Furchenbiene Aufgrund der geringen Größe dürften die Blüten nicht besonders ergiebig sein weder als Nektar noch als Pollenquelle Allerdings gehören die heute festgestellten Besucher auch nicht zu den besonders großen Bienen Lasioglossum marginellum Männchen an Fallopia convolvulus Die Männchen dieser Art sind u a an den längeren Antennen zu erkennen was bei dieser Sicht von oben besonders gut zu sehen ist Lasioglossum marginellum Männchen an Fallopia convolvulus Ein Männchen beim Blütenbesuch von der Seite Wie klein die Männchen sind kann man beim Vergleich mit den Blütchen erkennen Lasioglossum marginellum Männchen an Fallopia convolvulus Unter dem Kopf ist der ausgefahrene Rüssel zu sehen mit dem das Männchen den Nektar im Blütengrund trinkt Lasioglossum marginellum Männchen an Polygonum persicaria Außer am Gewöhnlichen Windenknöterich besuchten die Männchen auch die rötlichen Blütchen des Floh Knöterichs Polygonum persicaria Lasioglossum marginellum Weibchen an Fallopia convolvulus Hier saugt das Weibchen Nektar Lasioglossum marginellum Weibchen an Fallopia convolvulus Der Windenknöterich kriecht meist am Boden Als Fotograf muß man sich daher fast auf den Boden legen um die in Bodennähe blütenbesuchenden Bienchen vor das Objektiv zu bekommen Lasioglossum marginellum Weibchen an Fallopia convolvulus Bei diesem Weibchen erkennt man die weißen Pollenkörner des Windenknöterichs in den Haaren des Femurs Schenkels der Hinterbeine Auch wenn bislang kein Beweis durch eine Pollenanalyse vorliegt zeigen meine Beobachtungen doch daß Lasioglossum marginellum auch Knöteriche als Pollenquelle nutzt Lasioglossum marginellum Weibchen an Fallopia convolvulus Weiße Haarflecken an

    Original URL path: http://wildbienen.info/forschung/beobachtung20100717.php (2016-04-27)
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  • System der Bienen
    keine gesicherten Erkenntnisse über phylogenetische Verwandtschaftsbeziehungen entgegenstehen Handhabbar in diesem Sinne und noch am ehesten konsensfähig sind die klassischen Großgattungen die man zum Beispiel auch in einer fremden Fauna sofort ansprechen kann ohne erst spezielle Schlüssel heranziehen zu müssen Umschlag des Bienenwerks von Michener Michener et al 1994 2 The Bee Genera of North and Central America äußern sich zu diesem Problem in folgender Weise a moderate number of large readily distinguishable genera is preferable to a large number of small genera Thus genera like Culex Aedes Drosophila and Andrena mean something to many biologists Each such genus could be split merely by raising subgenera to generic status but usefulness to a broad audience argues against that action Leider ist Michener in The Bees of the World von dieser Auffassung abgewichen und hat sich wie es scheint stärker an seinen Schülern orientiert Wenn dieses Werk das ein Meilenstein in der Geschichte der weltweiten Bienenkunde darstellt und zweifellos von der einzigartigen Kenntnis seines Verfassers über Bienen zeugt wie eine Bibel betrachtet wird und als solches wird das Werk von J G Rozen auf der Umschlagrückseite bezeichnet besteht die Gefahr daß andere möglicherweise unkonventionelle aber nicht weniger gut begründete Meinungen diskriminiert werden Um Missverständnissen vorzubeugen Es ist jedem unbenommen sich Michener anzuschließen doch können andere Auffassungen ebenso berechtigt sein und sollten daher respektiert werden eine Haltung die auch Michener selbst immer ausgezeichnet hat Schließlich sind Gattungen im Gegensatz zu Populationen bzw biologischen Arten keine natürlichen Einheiten sondern ausschließlich von Menschen geschaffene einer subjektiven Bewertung unterliegende Ordnungselemente Großgattungen haben ihre Berechtigung Weitere Argumente zu dieser Problematik finden sich in Schwarz et al 1996 Im Konkreten halten Dathe und ich es für besser begründet oder zumindest gerechtfertigt die Gattungen Chelostoma und Heriades mit Osmia sensu Schwarz et al 1996 117 zu vereinen und Anthophora

    Original URL path: http://wildbienen.info/systematik/system1.php (2016-04-27)
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  • System der Bienen Mitteleuropas
    1804 Furchenbienen 9 Gattung Lasioglossum Curtis 1833 Schmalbienen 10 Gattung Sphecodes Latreille 1805 Buckelbienen Blutbienen 11 Gattung Nomioides Schenck 1867 Steppenbienen 12 Gattung Rophites Spinola 1808 Schlürfbienen 13 Gattung Rhophitoides Schenck 1859 Graubienen 14 Gattung Dufourea Lepeletier 1841 Glanzbienen 15 Gattung Pseudapis W F Kirby 1900 Schienenbienen 16 Gattung Systropha Illiger 1805 Spiralhornbienen Unterfamilie Melittinae 17 Gattung Melitta Kirby 1802 Sägehornbienen 18 Gattung Macropis Panzer 1809 Schenkelbienen 19 Gattung Dasypoda Latreille 1802 Hosenbienen Unterfamilie Megachilinae 20 Gattung Anthidium Fabricius 1804 Woll und Harzbienen 21 Gattung Stelis Panzer 1806 Düsterbienen 22 Gattung Dioxys Lepeletier Serville 1825 Zweizahnbienen 23 Gattung Megachile Latreille 1802 Blattschneider und Mörtelbienen 24 Gattung Coelioxys Latreille 1809 Kegelbienen 25 Gattung Osmia Panzer 1806 Mauer Scheren und Löcherbienen 26 Gattung Lithurgus Latreille 1825 Steinbienen Unterfamilie Apinae 27 Gattung Anthophora Latreille 1803 Pelzbienen 28 Gattung Melecta Latreille 1802 Trauerbienen 29 Gattung Thyreus Panzer 1806 Fleckenbienen 30 Gattung Eucera Scopoli 1770 Langhornbienen 31 Gattung Ceratina Latreille 1802 Keulhornbienen 32 Gattung Xylocopa Latreille 1802 Holzbienen 33 Gattung Nomada Scopoli 1770 Wespenbienen 34 Gattung Epeolus Latreille 1802 Filzbienen 35 Gattung Biastes Panzer 1806 Kraftbienen 36 Gattung Ammobates Latreille 1809 Sandgängerbienen 37 Gattung Pasites Jurine 1807 Kurzhornbienen nur A CH 38 Gattung Parammobatodes Popov

    Original URL path: http://wildbienen.info/systematik/system2.php (2016-04-27)
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  • Käufliche Nisthilfe - Ein Test
    Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Käufliche Nisthilfen Tauglichkeit testen Am 5 März 2015 habe ich die nachfolgend abgebildeten Bienenhotels bei ALDI Süd gekauft um sie während der kommenden Vegetationsperiode einem wissenschaftlichen Test auf Tauglichkeit zu unterziehen Falls sich Besiedler einstellen und das Angebot nutzen werde ich dies dokumentieren und hier darüber berichten Vertrieben werden die Produkte durch Bergland Creation GmbH A 5020 Salzburg Der Preis betrug je 9 90 Sie sind 28 cm breit und 38 cm hoch A bzw 30 cm breit und 28 5 cm hoch B Auf der Verpackung ist eine Honigbiene abgebildet Laut Begleittext sollen in den Gängen auch Wildbienen überwintern Ich frage mich welche Arten dies wohl sein sollen Auch die untaugliche Empfehlung der ideale Standort für einen gesicherten Nahrungsbedarf sei in der Nähe von Nektarpflanzen zeigt wieviel Sorgfalt und Sachkenntnis bei der Herstellung des Produkts und seiner Beschreibung aufgewendet wurde Pollen ist der eigentliche Nahrungsbedarf für die Brut Zu guter Letzt gibt es noch zwei weitere völlig unsinnige Empfehlungen Um menschliche Gerüche zu vermeiden fassen Sie das Bienenhotel nur mit Handschuhen an Und Im Winter mit Vlies abdecken schützt vor starkem Frost Die Tiefe des Kastens beträgt jeweils nur 8 cm die der Bohrungen 6 8 cm Diese Länge reicht also nur für einzelne Brutzellen Die Bambusröhrchen und Holzscheibchen sind durch einen Klebstoff fixiert Vielfach sind die Gänge in den Bambusröhrchen verschlossen oder das

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfentest_A.php (2016-04-27)
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  • Käufliche Nisthilfe - Ein Test
    Männchen von Osmia cornuta schlafen in jeweils einem Bohrgang 28 März 2015 Objekt A Ein Weibchen von Osmia cornuta inspiziert einen Bohrgang 3 April 2015 Objekt A Vier Weibchen haben mit dem Nestbau und teilweise mit dem Eintragen von Pollen begonnen Allerdings nutzen sie nur solche Gänge die innen nicht durch querstehende Fasern versperrt sind Einige der Bohrgänge sind bei dem verwendeten Weichholz innen durch Holzfasern versperrt Nur dort wo die Gänge frei sind konnte ein Weibchen mit dem Bau einer Brutzelle beginnen wie in diesem Fall Da der Gang trotz seiner Weite von 8 mm zu eng ist um sich umzudrehen muß sich das Weibchen außerhalb des Nestes umdrehen und rückwärts wieder hineinrkriechen Während der Nektarabgabe und beim Vermengen des Nektars mit dem beim letzten Heimkehren abgeladenen Pollen bleibt dieser am Vorderkopf kleben Dies ist an der gelben Färbung auf diesem Foto zu sehen Nur ein kleiner Teil der Bambusröhrchen ist innen glattwandig genug um Mauerbienen anzulocken Der Durchmesser des hier genutzten Gangs beträgt 6 mm Das Weibchen ist auch etwas kleiner als die anderen Weibchen 30 April 2015 Objekt A Wie das folgende Foto zeigt wurden zwischenzeitlich die Bohrungen der Holzstücke und einige Bambusröhrchen von der Gehörnten Mauerbiene mit Brutzellen belegt insgesamt 31 von 38 Bohrungen und 17 Bambusröhrchen Objekt B Nur eine von 30 Bohrungen wurde von der Gehörnten Mauerbiene genutzt Der Grund Objekt B hängt auf der Südseite und wird von der Sonne voll beschienen Da die Gänge sehr kurz sind fällt das Sonnenlicht tief hinein was der Mauerbiene offensichtlich nicht behagt Objekt A hängt ostexponiert und daher eher im Halbschatten Deshalb sind die Gänge dunkler und offensichtlich attraktiver Von den Bambusröhrchen wurde bislang nur eines genutzt Obwohl mittlerweile neben der Rostroten Mauerbiene Osmia bicornis auch zahlreiche Weibchen der Hahnenfuß Scherenbiene Osmia florisomnis an meiner Nisthilfenanlage

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfentest_B.php (2016-04-27)
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