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  • Feldtagebuch: 14. August 2007
    von einigen Bienen als Pollenquelle sehr geschätzt Im August 1997 hatte ich diese durch ihre schwarze Färbung und die stark verdunkelten stahlblau glänzenden Flügeln leicht kenntliche Art erstmals für Deutschland nachweisen können Westrich 1998 siehe Literaturangabe am Ende der Seite Isodontia mexicana Saussure 1867 ist ein nearktisches Faunenelement dessen eigentliche Heimat Mittelamerika Mexiko und die USA sind Die Art wurde in den 1960er Jahren nach Südfrankreich eingeschleppt und hat sich seither über den gesamten Südalpenraum bis nach Slowenien ausgebreitet Aus Österreich wurde sie 2003 gemeldet Zettel 2003 2005 berichtet Rennwald über einen weiteren deutschen Fundort sowie seine Beobachtungen in den Jahren 2003 und 2004 in einem Garten bei Kehl und diskutiert weitere Ausbreitungsmöglichkeiten In einem Insektenforum www entomologie de schrieb C Schmid Egger als Antwort zu einem Nachweis am Thuner See Schweiz am 22 09 2006 ohne nähere Angaben Zwischen Basel und Karlsruhe scheint es einige stabile Populationen zu geben Der hier beschriebene Fund soll bezogen auf Deutschland eine weitere Lokalität dokumentieren ich kann natürlich nicht ausschließen daß es mittlerweile weitere aber noch nicht veröffentlichte Nachweise in Südwestdeutschland gibt Rennwald stellt die Frage Ist Isodontia mexicana in Deutschland bereits bodenständig Ich glaube daß diese Frage nun mit ja beantwortet werden kann Das Nest wird in oberirdischen Hohlräumen angelegt Bemerkenswert ist die Verwendung von Grashalmen zur Abtrennung der einzelnen Brutzellen In Nordamerika wird die Art daher auch Grass carrying Wasp Gras transportierende Wespe genannt In Südfrankreich werden gerne die hohlen Stengel des Riesenschilfs Arundo donax zur Nestanlage genutzt Literaturangaben siehe Westrich 1998 In Nordamerika dienen vor allem verschiedene Arten der Gattung Oecanthus als Beute Diese Gattung gehört zur Familie der Grillen Grillidae In Italien und Frankreich trägt Isodontia mexicana in erster Linie Oecanthus pellucens Weinhähnchen in seine Brutzellen ein vereinzelt auch Vertreter der Familie Tettigoniidae Laubheuschrecken Das Weinhähnchen kommt auch an der Lokalität im Kaiserstuhl als Beuteart in Frage zumal es hier sehr häufig ist Auch von Rennwald 2005 wird das Weinhähnchen an dem von ihm beobachteten Fundort als wahrscheinlichste Beuteart diskutiert Vernier 1995 hat wegen der Vorliebe für Grillenartige den treffenden Namen Stahlblauer Grillenjäger verwendet Literatur Rennwald K 2005 Ist Isodontia mexicana Hymenoptea Sphecidae in Deutschland bereits bodenständig Bembix 19 41 45 Vernier R 1995 Isodontia mexicana Sauss un Sphecini américain naturalisé en Suisse Hymenoptera Sphecidae Mitt schweiz entomol Ges 68 169 177 Westrich P 1998 Die Grabwespe Isodontia mexicana Saussure 1867 nun auch in Deutschland gefunden Hymenoptera Sphecidae Ent Z 108 24 25 Frankfurt a M Hier herunterladen pdf 613 KB Zettel H 2003 Isodontia mexicana Saussure 1867 Hymenoptera Sphecidae a new neozoon in Austria Beiträge zur Entomofaunistik 4 115 116 Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3

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  • Feldtagebuch: 19. August 2007
    Biene eine Blüte im weiblichen Stadium besucht kommt die Narbe genau mit dieser Körperstruktur in Kontakt so daß Melitta tricincta an den Orten ihres Vorkommens ein legitimer Bestäuber dieses Braunwurzgewächses ist Dies gilt für Männchen wie für Weibchen Der zu den Braunwurzgewächsen Scrophulariaceae gehörende Späte Zahntrost Odontites vulgaris ist in Mitteleuropa die Hauptpollenquelle der Zahntrost Sägehornbiene Melitta tricincta Die Aufnahme entstand 2006 als in einem nur extensiv mit Schafen beweideten Gebiet weit über tausend Exemplare blühten Durch die 2007 erfolgte großflächige Koppelschafhaltung ist der Späte Zahntrost in diesem Gebiet extrem zurückgegangen so daß das Pollenangebot für Melitta tricincta in diesem Jahr weitaus geringer ist Melitta tricincta ist zwar auf dynamische Prozesse angewiesen und auch daran angepaßt doch wenn die Nahrungsgrundlage fehlt nützt auch diese Flexibilität nichts An drei der mir bisher bekannten Lokalitäten im Raum Tübingen Reutlingen wurden die Bestände von Odontites vulgaris durch falsch verstandene Ordnungsliebe und den Einsatz von Rasenmähern und Schlegelhäckslern vernichtet Aktuelle Nachweise an diesen Stellen waren deshalb trotz gezielter Suche nicht mehr möglich Ein Weibchen hat seine Transporteinrichtungen an den Hinterbeinen schon reich mit Pollen gefüllt der ausschließlich von Odontites vulgaris stammt Melitta tricincta ist eine streng oligolektische Art und beim Pollensammeln auf spät blühende Vertreter der Gattung Odontites Zahntrost spezialisiert Zur Oligolektie der Bienen siehe die Details auf dieser Seite Ein weiteres Foto eines pollensammelnden Weibchens dieser Art findet sich in dieser Galerie Bild Nr 14 Auf diesem Foto sieht man gut daß die Pollenladung zweigeteilt ist Dies rührt daher daß sowohl die Transportbehaarung der Tibia Scopa als auch des kleineren Metatarsus als Transporteinrichtungen genutzt werden Die gerade des Nektars wegen besuchte Blüte ist bereits im weiblichen Stadium Oberhalb des Bienenrückens ist der Griffel mit der rundlichen Narbe zu sehen Aufgrund der engen Bindung an bestimmte Odontites Arten gehört Melitta tricincta zu den erst zum Ende der Vegetationsperiode auftretenden Bienenarten 2007 konnte ich bereits am 18 August ein Weibchen beim Pollensammeln beobachten Am 19 August sah ich ganz in der Nähe des Nistplatzes an einem südwestexponierten Waldrand wo die Art im Boden nistet gleichzeitig zwei Weibchen beim Pollensammeln Je nach Blühdauer der Pollenquelle und der Witterung fliegen die Weibchen bis etwa Mitte September Bereits 1978 und 1984 konnte ich die Wespenbienen Art Nomada flavopicta im Raum Tübingen als Kuckucksbiene von Melitta tricincta feststellen Nun gelang mir heute ein weiterer Nachweis dieser Wirts Parasit Beziehung bei Reutlingen Während Melitta tricincta nur am Zahntrost zu beobachten ist trifft man die bei ihr schmarotzenden Nomada flavopicta nie an dieser Pflanze an Alle Beobachtungen meinerseits stimmen darin überein daß das Jakobs Greiskraut Senecio jacobaea als Nektarquelle bevorzugt wird das oft in Gesellschaft des Späten Zahntrosts wächst Früher fliegende Populationen von Nomada flavopicta parasitieren bei Melitta leporina Luzerne Sägehornbiene und bei Melitta haemorrhoidalis Glockenblumen Sägehornbiene Auf diesem in unmittelbarer Nähe des Nistplatzes blühenden Exemplar des Jakobs Greiskrauts Senecio jacobaea fand ich das nachfolgend abgebildete Weibchen von Nomada flavopicta Ein Weibchen der bei Melitta tricincta schmarotzenden Wespenbienen Art Nomada flavopicta beim Nektartrinken auf dem Blütenköpfchen von Senecio jacobaea Nächster Tagebucheintrag

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  • Feldtagebuch: 23. August 2007
    zu sehen Das Weibchen von Lasioglossum laticeps erntet hier mit seinem Mandibeln den Pollen von der Staubbeutelröhre einer Flockenblume Dies ist eine typische Art der Halictus und Lasioglossum Arten den Pollen von Disteln und Flockenblumen zu gewinnen Die miteinander zu einer Röhre verbundenen Staubbeutel sind ein sehr charakteristisches Merkmal der Korbblütler Der Pollen wird in das Innere dieser Röhre entleert In der männlichen Phase der Blüte schiebt der sich erst später entwickelnde Griffel mit seinen Haaren den Pollen vor sich her so daß er an der Spitze der Staubbeutelröhre austritt Dieser wird dann von vielen Bienenarten mit den Mandibeln geerntet siehe obiges Foto und in die Transporteinrichtungen umgelagert Reine Pollensammler sind in dieser Phase als Pollendiebe zu betrachen leisten also keinen Beitrag zur Bestäubung Ein frisch geschlüpftes Weibchen der Schmalbiene Lasioglossum leucozonium im Köpfchen des Doldigen Habichtskrauts Hieracium umbellatum das am Waldrand blühte Dieses Weibchen wird nach der Paarung im Erdboden überwintern und erst im kommenden Frühling mit dem Nestbau und der Verproviantierung von Brutzellen beginnen Zur Paarung bereit sind die ebenfalls frisch geschlüpften Männchen von Lasioglossum leucozonium Hier verköstigt sich ein Männchen im Blütenstand der Schwarzen Flockenblume Centaurea nigra Den Weibchen ähnlich haben auch die Männchen auf den Rückensegmenten des Hinterleibs Tergiten weiße Basalbinden nur sind diese hier deutlich schmaler ausgebildet Auch wenn die Flugzeit der meisten hier siedelnden Bienenarten für diese Vegetationsperiode bereits vorbei ist so sind doch noch einige Grabwespen Sphecidae aktiv Für eine ganze Reihe von Arten nicht nur der Grabwespen sondern auch bestimmter solitärer Faltenwespen Eumenidae wie Odynerus spinipes sind die Löböschungen wichtige Nistplätze Quasi als Beleg für diese Aussage konnte ich am Nachmittag des 23 August innerhalb weniger Minuten die beiden folgenden Grabwespen Arten beim Transport ihrer Beute beobachten und fotografieren Ein Weibchen von Astata boops hat eine Wanze der Familie Pentatomidae Baumwanzen gejagt und transportiert sie nun in ihr Erdnest Die Wanze wird mit der Bauchseite zur Grabwespe geschleppt Diese Grabwespen Art ist auf Wanzen als Beutetiere spezialisiert Meist sind gut besonnte Wegränder und Böschungen wie hier am Waldrand die Brutplätze Während das Astata Weibchen seine Beute in das Nest eintrug lauerten zwei Weibchen dieser Goldwespe in Nestnähe Hedychridium roseum ist eine Kuckuckswespe deren Wirte die Grabwespen Arten Astata boops Astata minor Tachysphex pompiliformis und Harpactus tumidus sind Charakteristisch für die Art ist das matte rosafarbene Abdomen das nicht metallisch glänzt Bereits 1978 hatte ich diese Goldwespe an dem hier untersuchten Waldrand nachgewiesen Ammophila sabulosa ist die häufigste heimische Art in der Gattung Ihre Beute sind die Raupen verschiedener Eulen Arten Noctuidae Wer sich für die Biologie der heimischen Grabwespen interessiert dem sei das folgende reich bebilderte Werk empfohlen Blösch M 2000 Die Grabwespen Deutschlands Sphecidae s str Crabronidae Lebensweise Verhalten Verbreitung 480 S Keltern Goecke Evers Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine

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  • Feldtagebuch: 26. August 2007
    deshalb beschlossen zwischen der Kirche und dem Kindergarten einen Nistplatz anlegen zu lassen damit in der kommenden Saison die Weibchen ungestört nisten können und gleichzeitig die Kinder des Kindergartens ihren Sandkasten weiterhin nutzen können Das Ergebnis dieses nicht selbstverständlichen und sehr erfreulichen Engagements ist oben zu sehen Auf einer ostexponierten Böschung wurde der dichte Zwergmispel Bewuchs beseitigt das Erdreich ausgehoben und das Loch mit lehmigen Sand gefüllt Im Laufe des Monats August stellten sich bereits mehrere Arten von Grabwespen Sphecidae ein die nachfolgend dargestellt werden Alle Fotos wurden zwischen dem 12 und 26 August 2007 an diesem Nistplatz gemacht Ich bin gespannt ob der Nistplatz auch von Colletes hederae angenommen wird Ein Weibchen des recht häufigen Philanthus triangulum inspiziert im Flug den Eingang seines Nestes in dem neu geschaffenen Nistplatz Ein Weibchen von Philanthus triangulum kommt mit Beute zum Nest zurück Unter seinem Körper trägt es im Flug eine Arbeiterin der Honigbiene Apis mellifera die alleinige Beuteart dieser Grabwespe Daher heißt diese Grabwespenart auch Bienenwolf Die Beute wird meist nur mit den Mittelbeinen festgehalten Zwei Weibchen konnte ich beim Eintragen beobachten Goldwespen als Gegenspieler waren noch nicht festzustellen In Deutschland gibt es noch eine weitere Philanthus Art Diese sei zum Vergleich beigefügt Philanthus coronatus kam früher in einigen sogenannten Wärmeinseln vor Er ist mittlerweile aber extrem selten Am 14 August habe ich bei Oberbergen im Kaiserstuhl das hier zu sehende Tier fotografiert Durch gezielte Suche konnte ich die Art in den vergangenen Jahren im Kaiserstuhl regelmäßig zumindest in einigen Exemplaren beobachten Die Beutetiere sind größere Arten der Bienengattungen Halictus Furchenbienen und Andrena Sandbienen Im Kaiserstuhl dürfte Halictus quadricinctus eine wichtige Beuteart sein Die 8 12 mm große Grabwespenart Cerceris rybyensis trägt als Beutetiere kleine Wildbienen ein Meist sind es Arbeiterinnen sozialer Schmalbienen wie z B Lasioglossum pauxillum Mindestens 10 Weibchen haben im August die neu geschaffene Sandfläche als Nistplatz gewählt Beim Transport wird die Wildbiene mit den Mandibeln an den Antennen festgehalten Manchmal landet das Weibchen in der Nähe des Nestes meist aber stürzt es sich blitzschnell in das offene Nest Abhängig von dem Geschlecht der Larve wird die Brutzelle mit 4 5 Bienen Männchen oder 7 8 Beutetieren Weibchen verproviantiert Recht unscheinbar ist der nur 4 5 mm große Oxybelus bipunctatus Hier hat ds Weibchen eine grünliche Fliege der Familie Chloridae gefangen und auf seinem Stachel aufgespießt Es ist außerordentlich erstaunlich wie schnell diese kleinen Wespchen zwischen all den Gebäuden und Gärten solch einen Platz finden Etwas bunter und mit 5 7 mm auch geringfügig größer ist Oxybelus uniglumis der ebenfalls Fliegen als Beutetiere jagt Aufgrund der Eigenart die Beute mit dem Giftstachel aufzuspießen und so zum Nest zu fliegen heißen die Vertreter der Gattung Oxybelus auch Fliegenspießwespen Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1

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  • Feldtagebuch: 27. August 2007
    Bestand des Zahntrosts erkennen Auch hier ist diese Pflanzenart wie an vielen mir bekannten Wuchsorten mit dem Jakobs Greiskraut Senecio jacobaea vergesellschaftet Glücklicherweise wurde hier in diesem Sommer nicht gemäht so daß sich ein schöner Bestand des einjährigen sommerannuellen Zahntrosts entwickeln konnte Die wichtigsten Voraussetzungen für sein Auftreten sind offene Bodenstellen und eine gute Wasserversorgung Letzteres bieten vor allem Lehmböden aber auch schluffreiche Sande oder Feinkiese weswegen der Späte Zahntrost z B auch im Oberrheingraben vorkommt Offene Bodenstellen werden entweder durch den Tritt von Mensch und Tier oder durch ruppige Mahd geschaffen Die durch Tritt verursachte Verdichtung des Bodens wird von der Art offenbar gut toleriert Nach den ersten Blütenbesuchen ist der Pollen in der Transporteinrichtung der Tibia noch weißlich Hier hat das Weibchen schon einige Zeit gesammelt und dem gesammelten Pollen Nektar quasi als Klebstoff beigefügt Als Ergebnis sehen wir einen hellbraunen Pollenballen Die feuchte und leicht klebrige Pollenmasse läßt sich so besser transportieren An den beiden oberen Fotos kann man erkennen daß die pollensammelnden Weibchen stets die gerade frisch aufgeblühten Blüten besammeln Am Blütenstand der Odontites Arten blühen die Blüten über einen Zeitraum von mehreren Wochen nacheinander von innen Stengelnähe nach außen Stengelferne auf so daß stets frische Blüten die gerade ihren Pollen präsentieren vorhanden sind Auch an diesem Fundort fand ich nach einer gezielten Kontrolle des Bestandes des Jakobs Greiskrauts Senecio jacobaea ein Weibchen der Kuckucksbiene Nomada flavopicta Vereinzelt kann man auch die kleinen Maskenbienen beim Pollensammeln entdecken Hier klaubt ein Weibchen von Hylaeus communis kopfüber den Pollen aus der Blüte Es sind Tiere der 2 Generation die jetzt noch einmal Brutzellen versorgen Unter den Hummelarten sind es vor allem Bombus terrestris hier im Bild sowie Bombus pascuorum Bombus sylvarum und Bombus lapidarius die ich beim Pollensammeln an Odontites vulgaris beobachten konnte Auch die Hummeln befeuchten den Pollen für den Transport während die meisten anderen Wildbienen den Pollen trocken nach Hause bringen Regelmäßig kann man auch die Arbeiterinnen der Honigbiene beim Nektarerwerb teilweise auch beim Pollensammeln an Odontites vulgaris finden Bei einem starken Auftreten und kleinen Zahntrost Beständen sind Honigbienen als Nahrungskonkurrenten zu betrachten vor allem wenn sie es auf den Pollen abgesehen haben Literatur Eine Monographie der Gattung Odontites mit Verbreitungskarten und einer ausführlichen taxonomisch systematischen Bearbeitung hat Bolliger publiziert dessen Nomenklatur ich übernommen habe Nach seinen Angaben ist der Name Odontites männlichen Geschlechts und der gültige Name für den teils auch heute noch verwendeten aber invaliden Namen Odontites ruber ist Odontites vulgaris Bolliger M 1996 Monographie der Gattung Odontites Scrophulariaceae sowie der verwandten Gattungen Macrosyringion Odontitella Bornmuellerantha und Bartsiella Willdenowia 26 37 168 Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als

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  • Feldtagebuch: 31. August 2007
    Blütenständen des Heidekrauts stets auf der Suche nach unverpaarten Weibchen Ab 10 00h begannen die Weibchen mit dem Pollensammeln Sie sehen den Männchen sehr ähnlich Andrena fuscipes ist oligolektisch und auf Vertreter der Heidekrautgewächse Ericaceae als Pollenquellen spezialisiert Auch Andrena fuscipes hat wie viele andere Sandbienen auch eine Kuckucksbiene als Gegenspieler Dabei handelt es sich um die hübsch gezeichnete Wespenbienenart Nomada rufipes die auf den beiden nachfolgenden Fotos zu sehen ist Links das Männchen beim Nektarsaugen an den noch mit Tau bedeckten Calluna Blüten rechts das Weibchen beim Sonnenbad Ein frisch geschlüpftes Männchen der Heidekraut Seidenbiene Colletes succinctus rastet auf dem sandigen Substrat der Zwergstrauchheide Es ist mit der hier ausführlich behandelten Efeu Seidenbiene nah verwandt und ihr zum Verwechseln ähnlich Colletes succinctus ist wie Andrena fuscipes auf Ericaceae Heidekrautgewächse beim Pollensammeln spezialisiert Er Colletes ist männlich gehört daher wie diese zu den oligolektischen Bienenarten Das succinctus Weibchen sammelt stets kopfüber den Pollen aus den frisch aufgeblühten Calluna Blüten Lasioglossum prasinum ist in Süddeutschland extrem selten Ich hatte über ein aktuelles Vorkommen bereits auf dieser Seite berichtet Mitten in der Zwergstrauchheide flog ein Weibchen die Heidekraut Blüten an und gab mir die Gelegenheit für ein Foto In der Zwergstrauchheide fanden sich auch einige Tagfalter ein Der Faulbaum Bläuling Celastrina argiolus legt seine Eier gerne am Heidekraut ab während sich die Raupen des Kleinen Feuerfalters Lycaena phlaeas am Kleinen Sauerampfer Rumex acetosella entwickeln der wie das Heidekraut auf kalkarmem Sandboden wächst Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April

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  • Feldtagebuch: 1. September 2007
    in aller Ausführlichkeit berichtet wird kontrolliert um den Schlüpfbeginn der ersten Männchen nicht zu verpassen Heute war es so weit Die ersten Männchen fliegen am Nistplatz Ob ihre Weibchen den vorbereiteten Nistplatz annehmen wird sich bald zeigen Der Efeu blüht hier noch nicht während er in wärmeren Gebieten als Mössingen bereits zu blühen begonnen hat Ein Männchen verläßt erstmals das Nest in dem es sich seit September 2006 entwickelt hat In seinem Pelz hängen noch ein paar Sandkörner Die erste schlüpfende Biene muß sich in dem zumindest teilweise verschütteten Gang nach außen vorarbeiten Die nachfolgenden Tiere haben es leichter Das oben schlüpfende Männchen startet nach dem Verlassen seines Geburtsnestes um 13 30 h zu einem ersten Rundflug Am letztjährigen Nistplatz zählte ich 20 Löcher siehe Foto links die von der Aktivität der ersten schlüpfenden Männchen zeugen und einen Durchmesser von 5 6 mm haben Etwa 10 Männchen patrouillierten über dem Nistplatz immer auf der Suche nach Weibchen Der wichtigste Treffpunkt der beiden Geschlechter ist der Nistplatz und hier findet auch die Paarung statt Die Männchen flogen zwischendurch immer wieder weg um Nektar zu trinken Von den Weibchen war heute noch nichts zu sehen Ein frisch geschlüpftes Männchen von Colletes hederae verköstigt sich mit Nektar an den Blüten einer Pfefferminz Pflanze Mentha x piperita die ganz in der Nähe der Nester blühte Die Männchen besuchen zu Beginn der Flugzeit alle möglichen Blüten im Mittelmeerraum z B Feld Mannstreu Erynigum campestre Bei der Kontrolle des Blumenangebots in der Umgebung des Kindergartens fand ich erstmals für Mössingen die Braunfilzige Furchenbiene Halictus scabiosae Diese Art hat sich in den vergangenen 10 Jahren in Deutschland stark ausgebreitet und hat nun auch Mössingen erreicht Die Männchen patrouillierten eifrig die Blüten der Cosmeen die zu Tausenden von der Stadtgärtnerei an verschiedenen Stellen zur Verschönerung ausgesät worden waren Auch die Weibchen sah ich mehrfach in den Cosmeen Köpfchen beim Nektartrinken siehe nachfolgende Fotos Daß es sich bei der abgebildeten Biene um ein ganz frisch geschlüpftes Männchen von Halictus scabiosae handelt ist an der braunen Färbung der Haarbinden und der Rückenbehaarung gut zu sehen Diese bleicht durch das Sonnenlicht sukzessive aus so daß ältere Männchen eine deutlich hellere Behaarung aufweisen Das frisch geschlüpfte Weibchen von Halictus scabiosae gleicht dem Männchen in der Färbung sehr Nach der Paarung wird es überwintern und im kommenden Frühling an stark verdichteten Stellen von Wegen und Plätzen zusammen mit anderen Weibchen ein Nest gründen Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch am Frühlings Enzian Gentiana verna Mehr 15 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 4 Mehr 23 April 2007 Wildbienen

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  • Feldtagebuch: 9. September 2007
    die nachfolgenden Beobachtungen gemacht Mehr als 100 Männchen sind mittlerweile geschlüpft und schwärmen über den vorjährigen Nestern Viele halten sich wie diese beiden Männchen vor den über 80 Löchern auf wo sie auf das Schlüpfen der Weibchen warten Die Beobachtung einer Paarung die ich gerne fotografiert hätte war mir heute jedoch nicht vergönnt Ein ganz frisches und noch schön braun gefärbtes Männchen Schon nach wenigen Tagen wird seine Behaarung durch die Wirkung des Sonnenlichts ausgebleicht sein Bei den Bienen befinden sich die Geruchsorgane auf den Antennen Damit die Sinneszellen immer sauber sind putzen sie regelmäßig ihre Fühler Dabei führen sie die Antennen abwechselnd durch eine Haarbürste am Ende der Vorderschiene wie auf dem linken Foto gut zu sehen ist wo gerade die rechte Antenne geputzt wird Nach einer längeren gezielten Kontrolle des Nistplatzes fand ich 5 frische Weibchen Sie waren teilweise schon dabei nach geeigneten Stellen für den Nestbau zu suchen linkes Fotos Dabei krochen sie immer wieder in den beim Schlüpfen geschaffenen Gang an dessen Ende vermutlich die neuen Brutzellen angelegt werden Anhand der beiden oberen Fotos sind die Unterschiede zwischen Männchen links und Weibchen rechts von Colletes hederae gut zu sehen Das Männchen hat längere Antennen 13 Geißelglieder sowie einen schmäleren Kopf und dichter behaarten Kopfschild Clypeus Das meist etwas größere Weibchen hingegen hat nur 12 Geißelglieder Sein Kopfschild ist nicht behaart und weist eine runzelige Struktur auf Die Runzeln sind am Vorderrand deutlich nach innen gekrümmt In dieser Galerie mit Fotos aus dem vergangenen Jahr sind weitere Bilder von Männchen und Weibchen zu sehen Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28

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