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  • Feldtagebuch: 13. April 2007
    typisch ist kontrolliert Ich wollte feststellen wer an der von mir aufgesuchten Heide als Besucher anzutreffen ist Die Ergebnisse meiner Beobachtungen sind nachfolgend in Wort und Bild dargestellt Eine ausgedehnte Wacholderheide auf der Schwäbischen Alb im Naturraum Mittlere Kuppenalb in der Nähe von Münsingen Die Hänge sind ausgesprochen mager trocken und stellenweise von Kalkschutt bedeckt Für Wildbienen spielt der Frühlings Enzian nur eine untergeordnete Rolle als Nahrungsquelle Der Nektar ist tief verborgen und daher für kurzrüsselige Bienen nicht erreichbar Meist treten daher nur Tagfalter und Hummeln als Nektarbesucher auf Osmia bicolor rechtes Bild ist eine charakteristische Art der Kalk Magerrasen der Schwäbischen Alb Hier besucht das Weibchen das durch seine schwarze und rote Färbung Name leicht kenntlich ist eine Blüte des Frühlings Enzians um sich mit Nektar zu versorgen Da die Art zu den langzungigen Bienen gehört ist der Nektar für sie erreichbar Die Art nistet in leeren Schneckengehäusen Aufgrund des zeitigen und warmen Frühlings hat eine Königin von Bombus lapidarius Steinhummel schon vergleichsweise früh ihr Winterquartier verlassen und verköstigt sich zunächst an den Blüten des Frühlings Enzians Als langzungige Art kann sie den Nektar auf normalem Weg erreichen Bombus terrestris Dunkle Erdhummel gehört hingegen zu den kurzrüsseligen Hummeln Daher beißt die Königin die Kronröhre des Frühlings Enzians am Grunde auf um so an den Nektar zu gelangen Diese Art war die vergleichsweise häufigste Besucherin dieses Enzians Außer den beiden abgebildeten Hummelarten habe ich auch noch vereinzelt Bombus hortorum Garten Hummel und Bombus pratorum Kleine Waldhummel beim Nektarbesuch beobachtet Enziane werden von polylektischen Bienenarten gelegentlich auch zum Pollensammeln beflogen Bisher konnte ich nur einmal für eine Art der Gattung Andrena das Pollensammeln an Gentiana verna nachweisen Dabei hat es sich um Andrena fulvata gehandelt und der Nachweis erfolgte aufgrund einer Analyse der Pollenladung Nun gelang mir heute ein weiterer Beleg Andrena flavipes hat wie die beiden obigen Fotos zeigen bereits zahlreiche Frühlings Enzian Blüten besucht und ihre Transporteinrichtungen mit dem dunkelgelben Pollen gefüllt Aufgrund des eindeutigen Sammelverhaltens und der identischen Farbe von Gentiana verna Pollen und der Farbe der Pollenladung habe ich auf einen Fang und anschließende mikroskopische Pollenanalyse verzichtet Als einzige weitere Pollenquelle wäre im Gebiet nur noch das Frühlings Fingerkraut Potentilla tabernaemontani in Frage gekommen doch konnte ich das Weibchen weder an dieser Pflanze beobachten noch stimmt die Farbe des Fingerkraut Pollens mit der des Frühlings Enzian Pollens überein Andrena flavipes ist eine ausgesprochen polylektische Art Zur Definition von Polylektie siehe hier Bisher konnte ich Vertreter von 17 Pflanzenfamilien als Pollenquellen nachweisen Westrich 1990 Mit dem Pollensammeln an Gentiana verna kommt die 18 Pflanzenfamilie Gentianaceae Enziangewächse hinzu Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern

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  • Feldtagebuch: 15. April 2007
    2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Wildbienen an einem Waldrand 4 15 April 2007 Bei meinem heutigen Besuch am Waldrand waren nur wenige Bienenarten aktiv Zumindest in der Mittagshitze 30 C waren kaum nestbauende Arten zu beobachten Lediglich einige Kuckucksbienen der Gattungen Nomada und Sphecodes trieben sich auf den vegetationsfreien Lößflächen herum Der Löwenzahn Taraxacum officinale ist in voller Blüte ebenso das Wiesen Schaumkraut Cardamine pratensis auf der Streuobstwiese neben dem Waldrand Ein Weibchen der Wespenbienen Art Nomada fucata im Flug Die Art ist gut an dem einzelnen gelben Fleck auf dem sogenannten Schildchen am Ende des Rückens erkennbar Das Tier putzt während des Schwebflugs seine Hinterbeine In unmittelbarer Nähe befanden sich Nester der Wirtsbiene Andrena flavipes Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch am Frühlings Enzian Gentiana verna Mehr 15 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 4 Mehr 23 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 5 Mehr 19 Mai 2007 Wildbienen an einem Waldrand 6 Mehr 26 Mai 2007 Anthidium manicatum Garten Wollbiene sammelt Sekrete von extrafloralen Drüsenhaaren Mehr 5 Juni 2007 Mehrfache Kopula bei Andrena intermedia Mehr 13 Juni 2007 Erneute Nachweise von Nomada discedens und Lasioglossum prasinum im nördlichen Baden Württemberg Mehr 5 Aug 2007 Wildbienen an einem Waldrand

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  • Feldtagebuch: 23. April 2007
    Pollen in dem Köpfchen des Pippaus Crepis biennis Am 21 April fand ich an einer vegetationsfreien Stelle des Waldrandes mehrere Nester von Andrena humilis Hier ist ein Weibchen gerade von einem Pollensammelflug zurückgekommen und vor dem Nesteingang gelandet Es wird im nächsten Augenblick blitzschnell in das Bodennest schlüpfen um dort den Pollen abzuladen Das Männchen von Andrena humilis hat einen gelben Clypeus Kopfschild was in der Großansicht besser zu sehen ist Die Tergite Rücksegmente des Hinterleibs sind körnig gepunktet ein Merkmal das auch das Weibchen auszeichnet Bei dem 11 13 mm großen Weibchen von Andrena humilis sind die Endfranse und die Scopa Schienenbürste hell orangegelb gefärbt Es braucht schon etwas Übung um die Art im im Feld anzusprechen zumal es in Deutschland mit Andrena taraxaci und Andrena rhenana zwei sehr ähnliche aber deutlich seltenere Arten gibt Zwei Weibchen der bei Andrena humilis parasitierenden Kuckucksbiene Nomada integra kontrollierten ununterbrochen die Nester ihres Wirtes um im geeigneten Augenblick ihr eigenes Ei in die Zelle zu schmuggeln Da Nomada Arten ihre Anwesenheit verschleiern indem sie den Duft ihres Wirtes nachahmen werden sie von diesem nicht bekämpft Ein Weibchen von Nomada integra im Schwebflug über dem Nest des Wirtes Neben der gelbschwarzen Färbung vieler Arten der Gattung Nomada Wespenbienen siehe z B hier gibt es auch einige mit roter Grundfärbung Zu meiner Freude entdeckte ich am 21 April ein frisch geschlüpftes Männchen der Trauerbienen Art Melecta luctuosa die bei der ebenfalls im Löß des Waldrandes nistenden Pelzbienen Art Anthophora retusa schmarotzt Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007

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  • Feldtagebuch: 19. Mai 2007
    Vertreter der Gattung Campanula spezialisiert Außer Campanula rotundifolia sammelt sie auch an Campanula patula Campanula persicifolia und Campanula poscharskyana Ein Weibchen der Braunschuppigen Sandbiene Andrena curvungula verläßt gerade die Blüte der Rundblättrigen Glockenblume Campanula rotundifolia in der es von der Griffelstange die dort von den Staubbeuteln stammenden Pollen abgestreift und in die Transporteinrichtungen umgelagert hatte Andrena curvungula ist streng oligolektisch und auf Vertreter der Gattung Campanula spezialisiert Außer Campanula rotundifolia sammelt sie auch an Campanula patula Campanula persicifolia und Campanula poscharskyana Der Rücken dieser Andrena Art trägt eine schuppenartige braune Behaarung ganz im Gegensatz zu der nah verwandten Art Andrena pandellei die graue Schuppenhaare aufweist Das Tier auf dem linken Foto ist das gleiche wie auf dem obigen Foto Das Männchen von Andrena curvungula sieht dem Weibchen nicht sehr ähnlich Vor allem fehlen ihm die Schuppenhaare auf dem Rücken Andrena hattorfiana sammelt ausschließlich an Vertretern der Gattungen Knautia und Scabiosa Pollen Hier hat das Weibchen seine Transporteinrichtungen schon reich mit dem himbeerfarbenen Pollen der Wiesen Knautie Knautia arvensis gefüllt Ein Männchen von Andrena hattorfiana schiebt seinen Rüssel in eine der vielen Blüten des Knautien Köpfchens um Nektar zu trinken Ein weiteres Bild des Männchens findet sich auf dieser Seite Auf Korbblütler Asteraceae spezialisiert ist die Sandbienen Art Andrena fulvago die Andrena humilis ähnelt aber glänzendere Tergite aufweist und etwas kleiner ist Hier rastet ein Weibchen gerade auf einem Köpfchen des Kleinen Hasenohrs Hieracium pilosella von dem am Waldrand einige Exemplare blühten Mittlerweile beträgt die Zahl der am Waldrand nachgewiesenen Arten 48 Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling

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  • Feldtagebuch: 26. Mai 2007
    tritt ausschließlich im Zusammenhang mit dem Bau des Nestes auf das bei Anthidium manicatum ganz aus Pflanzenhaaren besteht die von den Baustofflieferanten durch Abschaben gewonnen werden siehe diesen Steckbrief von Anthidium manicatum In der Publikation finden sich neben rasterelektonischen Fotos der speziellen Haarstrukturen am ersten Tarsus Fußglied aller Beine auch zwei Fotos eines Weibchens von denen eines mit gefüllten Tarsenbürsten auf seinem Nest sitzt während das zweite Weibchen dessen Tarsenbürste leer ist bereits eine Brutzelle versorgt Die unmittelbare Beobachtung des Übertragens des gesammelten Sekrets auf das Nest war durch eine Nisthilfe möglich die auf einer Seite mit einer Glasscheibe versehen war Die Autoren liefern allerdings kein Foto des Sekretsammelns obwohl sie diese Tätigkeit im Botanischen Garten Zürich mehrfach beobachtet haben Die Fotos dieser Seite sollen die bemerkenswerten Angaben und Abbildungen von Müller et al nicht nur ergänzen sondern auch bestätigen Während der etwa 5 Minuten dauernden Sammelaktion an dem Habichtskraut Exemplar flog das Weibchen nach und nach die einzelnen Knospen und erst teilweise geöffneten Blütenköpfchen an und betastete die Drüsenhaare mit seinen Tarsenbürsten Müller et al konnten Anthidium manicatum beim Sammeln an Pelargonium Geranicaceae Anthirrhinum braun blanquetii Scrophulariaceae und an Crepis capillaris Asteraceae feststellen Mit Hieracium maculatum das mit Crepis capillaris nah verwandt ist kommt eine weitere Sekretquelle hinzu Zweifellos dürften innerhalb der Cichorieen insbesondere innerhalb der Gattungen Hieracium und Crepis noch weitere Arten dementsprechend genutzt werden Vermutlich dienen aber außer den bislang bekannt gewordenen auch noch andere Pflanzenarten die entsprechende Drüsenhaare besitzen als Lieferanten des Sekrets Teil eines bereits 1985 in Tübingen gefundenen Nestes von Anthidium manicatum mit Sekrettröpfchen die hier orange sind Das Sekret wird wahrscheinlich von der speziellen Behaarung durch Kapillarkräfte absorbiert Ob die Wollbiene zusätzlich eigene Drüsensekrete hinzufügt ist nicht bekannt Welche Funktion hat das Aufbringen der Sekrete auf das Nest Müller et al stellen die Hypothese auf daß die pflanzlichen Drüsensekrete auf der Nestwolle dazu dienen das Nest gegen eindringendes Wasser zu schützen ein Befall des Larvenproviants oder der Larven durch Mikroben zu verhindern und oder Nesträuber abzuhalten Darüber hinaus könnte das Sekret auch helfen die Pflanzenhaare gleichsam zu verkleben Ca 30 Anthidium Arten der Westpaläarktis besitzen die speziellen Haarstrukturen die ihnen das Sammeln von Sekreten erlauben Allerdings gibt es auch Arten in dieser Großgattung die ebenfalls ihre Brutzellen mit Pflanzenhaaren bauen aber nicht mit speziellen Tarsenbürsten ausgestattet sind Dies zeigt daß die Verwendung von Pflanzenhaaren zum Nestbau nicht notwendigerweise mit einer Imprägnierung des Nestes mit Sekreten verknüpft ist Literatur Müller A Töpfl W F Amiet 1996 Collection of Extrafloral Trichome Secretions for Nest Wool Impregnation in the Solitary Bee Anthidium manicatum Naturwissenschaften 83 230 232 Dieser Steckbrief liefert weitere Details über Anthidium manicatum Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007

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  • Feldtagebuch: 5. Juni 2007
    dieses Schmetterlingsblütlers gefüllt Während ich dabei war das Weibchen zu fotografieren kam plötzlich ein Männchen angeflogen verharrte kurz im Stehflug hinter dem Weibchen und flog es dann gezielt an Nach wenigen Sekunden waren beide in Kopula was ich glücklicherweise fotografisch dokumentieren konnte Wie auf dem Bild deutlich zu erkennen ist hatte das Weibchen bereits reichlich Pollen gesammelt und in der Scopa und der Haarlocke Flocculus des Trochanters des 3 Beinpaares gespeichert bevor das Männchen sich mit ihm verpaarte Bereits am 8 Juni 1983 hatte ich an exakt der gleichen Stelle ein Pärchen von Andrena intermedia in Kopula gefangen Die Kontrolle der Belegtiere zeigte daß das Weibchen ebenfalls Pollen in seinen Transportspeichern hatte also ebenfalls auf einem Pollensammelflug kopuliert hatte Mir ist bisher bei den heimischen Andrena Arten ein solches Verhalten nicht bekannt geworden Nomalerweise findet die Paarung unmittelbar nach dem Schlüpfen der Weibchen am Nistplatz oder auf Blüten statt Ob eine mehrfache Kopula bei dieser Art bzw bei der Artengruppe der Andrena ovatula zu der Andrena intermedia gehört regelmäßig vorkommt und welche Funktion sie hat ist mir nicht bekannt Ich bin deshalb an weiteren bislang nicht veröffentlichten Beobachtungen zu diesem Phänomen interessiert Unmittelbar nachdem sich das Pärchen gelöst hatte setzte das Weibchen seinen Pollensammelflug fort Andrena intermedia wurde 1870 von Thomson aus Schweden beschrieben Eine Verbreitungskarte und weitere Literaturangaben zu dieser Art finden sich bei Gusenleitner Schwarz 2002 Zitat siehe unten In der Roten Liste Baden Württembergs Westrich et al 2000 wird die Art als sehr selten und stark gefährdet eingestuft Ihr Lebensraum sind vor allem Waldränder und Waldlichtungen der Mittelgebirge und eher kühleren Regionen Bisher konnte ich in der Pollenladung zweifelsfreier Weibchen nur Schmetterlingsblütler Fabaceae nachweisen so daß diese Art oligolektisch sein dürfte Mir bekannte Pollenquellen sind Hufeisenklee Hippocrepis comosa Flügel Ginster Genista sagittalis und Rot Klee Trifolium pratense Zur Erhaltung und Förderung dieser Bienenart müssen demnach diese Schmetterlingblütler an Waldinnen oder außenrändern in den Monaten Mai und Juni blühen Das Mähen oder Mulchen von Wegrändern in dieser Zeit führen zu einem Nahrungsmangel Solche Maßnahmen sind daher bestandsgefährdend und sollten zu dieser Jahreszeit unterbleiben Während die Männchen in dieser Artengruppe zu der neben Andrena intermedia noch Andrena ovatula Andrena wilkella Andrena gelriae und Andrena producta nicht in Deutschland vorkommend anhand des Baus ihrer Genitalien problemlos unterschieden werden können lassen sich die Weibchen nur mit viel Erfahrung und in vielen Fällen A producta A gelriae gar nicht trennen Da ich die hier abgebildeten Tiere bald nach der Kopula zur Bestimmung der Natur entnehmen mußte um sicher zu sein um welche Art es sich handelte liegen mir nun zwei zweifelsfreie Weibchen als Referenzexemplare vor Literatur Gusenleitner F M Schwarz 2002 Weltweite Checkliste der Bienengattung Andrena mit Bemerkungen und Ergänzungen zu paläarktischen Arten Hymenoptera Apidae Andreninae Andrena Entomofauna Supplement 12 1280 Seiten Ansfelden Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von

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  • Feldtagebuch: 13. Juni 2007
    ob die von mir im Jahr 1996 erstmals für Mitteleuropa nachgewiesene Wespenbienen Art Nomada discedens am Fundort aktuell noch vorkommt habe ich am 18 Mai und 13 Juni 2007 Sandmagerrasen und Zwergstrauchheiden obiges Bild im Raum Schwetzingen aufgesucht Bei der ersten Begehung fand ich zwei Männchen von Nomada discedens und am heutigen Tag ein Weibchen jeweils in der oben abgebildeten Zwergstrauchheide in der das Heidekraut Calluna vulgaris bestandsbildend ist Die veröffentlichten Berichte Auszüge aus zwei meiner Publikationen über die ersten Nachweise habe ich in einer Datei zusammengefaßt die hier im pdf Format heruntergeladen werden kann Allerdings ist es mir bisher nicht gelungen zweifelsfrei festzustellen welche in dem Gebiet vorkommende Bienenart der Wirt ist Aufgrund meiner diesjährigen Beobachtungen kommt erneut nur Lasioglossum prasinum in Frage Die Diskussion über mögliche Wirte kann in der obigen Zusammenstellung nachgelesen werden Das Foto zeigt das nur 5 7 mm große Weibchen von Nomada discedens Dies ist das etwas schlankere Männchen von Nomada discedens das ich in diesem Jahr bereits am Morgen des 18 Mai beim Nektarsaugen an Reiherschnabel Erodium cicutarium beobachtet hatte Nomada discedens ähnelt sehr den nah verwandten Arten Nomada posthuma und Nomada sheppardana Zur sicheren Unterscheidung sind optische Hilfsmittel Binokular erforderlich In dem betreffenden Gebiet kommen die beiden anderen Arten allerdings nicht vor Auf den Sandmagerrasen blühten große Herden des Gewöhnlichen Sonnenröschens Helianthemum nummularium das von der ebenfalls in Baden Württemberg extrem seltenen und an sandige Lebensräume gebundenen Schmalbienen Art Lasioglossum prasinum in dieser Jahreszeit intensiv als Pollenquelle genutzt wird Die beiden folgenden Fotos zeigen ein Weibchen am 13 Juni 2007 bei dieser Tätigkeit Ein weiteres Bild zeigt wie ein Weibchen die Pollenkörner mit seinen Mandibeln aus den Staubbeuteln herausklaubt Bereits am 18 Mai hatte ich ein Weibchen beim Pollensammeln beobachtet Diese Befunde bestätigen erneut die Bodenständigkeit dieser Art in dem hier untersuchten Gebiet Darüber und über weitere Nachweise in Baden Württemberg hatte ich bereits 1997 in einer Arbeit berichtet die auf dieser Seite unter der Nr 47 zitiert ist Nachtrag am 31 Januar 2009 Stefan Tischendorf konnte zwischenzeitlich meine Vermutung daß Lasioglossum prasinum der Wirt von Nomada discedens ist durch eigene Beobachtungen in einem Flugsandgebiet bei Pfungstadt Hessen bestätigen und hat dies in folgender Publikation mitgeteilt Tischendorf S 2008 Zur Wirtsbindung und zum Vorkommen von Nomada discedens Perez 1884 Hymenoptera Apidae in Deutschland Hessische Faunistische Briefe 27 1 1 7 Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch am Frühlings Enzian Gentiana verna Mehr 15 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 4 Mehr 23 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 5 Mehr 19 Mai 2007 Wildbienen an einem Waldrand

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  • Feldtagebuch: 5. August 2007
    die Haltung der Mittelbeine Das Weibchen hat die Pollenernte an dieser Blüte beendet Es wird im nächsten Augenblick zu einem weiteren Blütenstand fliegen Die übereinstimmende Farbe der Pollenkörner in den Staubbeuteln und in den Transporteinrichtungen der Biene zeigen daß das Weibchen blütenstet gesammelt hat also auf diesem Sammelflug dem Rotklee treu geblieben ist Große Auswahl hatte das Weibchen ohnehin nicht Der zu den Furchenbienen gehörende Halictus tumulorum gehört in Mitteleuropa zu den häufigsten Bienenarten Die Art ist recht anspruchslos und daher im Bestand nicht gefährdet Sie ist auf trockenwarmen Magerrasen ebenso wie auf kühlen Waldlichtungen zu finden und tritt auch in Parkanlagen und Gärten auf Als Pollenquellen sind mir bisher Vertreter von 14 Pflanzenfamilien bekannt geworden Während ich die Art schon mehrfach an Weißklee Trifolium repens beobachtet habe stand der Rotklee bisher nicht auf meiner Liste der Pollenquellen Zur Anlage der selbstgegrabenen Hohlräume nimmt Halictus tumulorum mit allen möglichen Bodenarten vorlieb An meinem Waldrand nistet die soziale Art an vegetationsarmen Stellen im Löß Die Blüten köpfchen des Rotklees sind auch für bestimmte Tagfalter von Bedeutung fast ausschließlich in rötende Köpfchen legt das Weibchen des Rotklee Bläulings Polyommatus semiargus seine Eier Dieses heute beobachtete Tier gehört zur zweiten Generation deren Weibchen nur dort Eier ablegen können wo einige Wochen zuvor gemäht wurde in ungemähten Flächen blüht im August kein Rotklee mehr Bereits im Frühling hatte ich diesen Tagfalter dessen typischer Lebensraum magere Wiesen sind hier beobachtet An den wenigen vorhandenen Blüten des Hornklees seiner Lieblingspflanze versuchte ein Weibchen des Harzbienchens Anthidium strigatum sich zu verköstigen Zu dieser Art gibt es eine Fotogalerie des Zellenbaus Ohne Belegexemplar und optische Hilfsmittel ist es nur mit viel Erfahrung möglich dieses abgeflogene Weibchen während seines kurzen Blütenbesuchs am Hornklee bis zur Art zu bestimmen Der schlanke Körperbau die weißen Endbinden der Tergite der Blütenbesuch die Flugzeit der Fundort und die Kenntnis der regionalen Bienenfauna ließen mich in diesem Tier die Mauerbienenart Osmia leucomelana erkennen Diese Art fliegt normalerweise bereits im Juni aber die kühlen und regnerischen Tage der letzten Wochen haben seine Flugzeit verlängert Ein Foto eines in einem Brombeerstengel angelegten Nestes ist auf dieser Seite zu finden An einer Ruderalstelle am südlichen Waldrand blühte der Klettenkerbel Torilis japonica auf dessen Dolden ich die drei Maskenbienenarten Hylaeus communis Hylaeus confusus und Hylaeus styriacus fand Die Zahl der 2007 bislang am Waldrand nachgewiesenen Bienenarten beträgt 61 Bei der Kontrolle des Hornklee Bestands fiel mir auch ein Glasflügler auf der sich ständig in diesem Bereich aufhielt gelegentlich aber auf den Triebspitzen des Hornklees rastete Hierbei gelang mir die folgende Aufnahme die ein Weibchen des Hornklee Glasflüglers Bembecia ichneumoniformis Denis Schiffermüller 1775 zeigt Da der unruhige Flug der Glasflügler dem vieler aculeater Hautflügler sehr ähnelt glaubt man oft zunächst eine Biene oder Wespe vor sich zu haben bis ein zweiter Blick zeigt um wen es sich sich tatsächlich handelt B ichneumoniformis legt nach Bartsch et al 1997 seine Eier einzeln an Blüten und Blätter des Hornklees und anderer Schmetterlingsblütler Obwohl ich das hier abgebildete Weibchen längere Zeit im

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