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  • Feldtagebuch: 4. April 2009
    beschäftigt Wie in den Jahren zuvor waren es die Bambusröhrchen die für die Weibchen als Nistgelegenheit am attraktivsten waren Bilder aus den gestrigen und heutigen Aktivitäten möchte ich nachfolgend präsentieren Wenn der Nickende Blaustern Scilla siberica so reich blüht wie hier im Alten Botanischen Garten der Stadt Tübingen dann lohnt es sich nach der Gehörnten Mauerbiene Ausschau zu halten Selbst mitten in der Stadt wo dieser heute als Park genutzte frühere Botanische Garten der Universität liegt kann man zahlreiche Männchen und Weibchen dieser Mauerbienenart beobachten Der Blaustern ist für diese Wildbienen sehr attraktiv Zwischen den Blausternen ist außerdem der Feste Lerchensporn Corydalis bulbosa in seiner weißen und roten Form zu sehen Auch hier sind die Weibchen von Osmia cornuta zu finden außerdem zahlreiche Männchen und Weibchen der Frühlings Pelzbiene Anthophora plumipes Die Männchen patrouillieren in rasantem Flug die Blütenstände dieses Mohngewächses Ein Männchen mit seiner charakteristischen weißen Gesichtsbehaarung hat ein Weibchen gepackt um sich mit ihm zu paaren Nur die kräftigsten Männchen die es schaffen das Weibchen bis zu zwei Stunden festzuhalten kommen zur Paarung Das Pärchen sitzt auf meinem linken Zeigefinger Beim Weibchen sind sehr gut die beiden Fortsätze auf dem Clypeus Kopfschild zu sehen die der Art ihren wissenschaftlichen und deutschen Namen eingebracht haben Auch Osmia bicornis hat zwei Hörnchen ist aber anders gefärbt Eines von rund 20 Weibchen das bereits ein von mir bereitgelegtes Bambusröhrchen mit 8 mm Innendurchmesser und 20 cm Länge für den Nestbau gewählt hat kommt mit einem sehr feuchten Lehmklümpchen in den Oberkiefern zurück Den Lehm fand es im Garten an einer Stelle wo das Erdreich zugänglich und feucht genug für den Bau der Rückwand war Durch Entfernen des Bewuchses und Befeuchten kann man leicht eine solche Entnahmestelle schaffen Sobald die Rückwand am hinteren Ende des Ganges fertiggestellt ist beginnt das Weibchen mit

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  • Feldtagebuch: 5.April 2009
    den Königinnen der Dunklen Erdhummel Bombus terrestris ausgiebig als Pollen und oder Nektarquelle genutzt Die heute gemachten Aufnahmen habe ich in der folgenden Bildergalerie zusammengestellt Besonders zu beachten sind Die unterschiedlichen Pollenfarben von Blaustern und Lerchensporn Die drei Farbvarianten der Frühlings Pelzbiene Der Nektarraub der Hummelköniginnen Zum Starten auf eines der Vorschaubilder klicken Die Männchen nutzen den Blaustern als Nektarquelle und patrouillieren seine Blüten auf der Suche nach unverpaarten Weibchen Ein frisch geschlüpftes Weibchen mit seiner charakteristischen schwarz fuchsroten Behaarung besucht den Blaustern der sowohl als Nektar wie als Pollenquelle attraktiv ist wenn er auch nur kurz blüht und die Bestände dieses als Zierpflanze kultivierten Hyazinthengewächses meist klein sind Ein Weibchen hat die Blüte des Blausterns angeflogen Es wird im nächsten Augenblick unter die Blütenblätter kriechen um in der hängenden Blüte den Pollen zu ernten dessen blaue Farbe in den Staubbeuteln gut zu sehen ist Dieses Weibchen hat bereits viel Pollen des Blaustern gesammelt und in seine als Transporteinrichtung dienende Bauchbürste Scopa umgelagert Aus der durchgehend blauen Farbe kann man schließen daß das Weibchen auf diesem Sammelflug ausschließlich am Blaustern Pollen gesammelt hat Dieses Weibchen ist stark mit dem blauen Blaustern Pollen bepudert der leicht in dem dichten Haarpelz der Mauerbiene hängen bleibt anschließend aber ausgekämmt und in die Bauchbürste befördert wird Dieses Weibchen hat sich an einem Blütenblatt festgeklammert um von den im Blütengrund liegenden Nektarien den Nektar zu entnehmen Gewöhnlich wird beim Blütenbesuch Nektar getrunken und sofern nicht schon geerntet Pollen gesammelt Die Mauerbienen fliegen gezielt zwischen den Blüten umher und erkennen dabei ob eine Blüte noch Pollen in ihren Staubbeuteln aufweist oder ob dieser bereits entnommen wurde Dieses Weibchen fliegt gerade eine Blüte des Lerchensporns an Die Farbe des Pollens in seiner Bauchbürste läßt erkennen daß es bereits an anderen Lerchensporn Blüten Pollen geerntet hat denn der Pollen des Lerchensporns ist von cremig weißer Farbe Blaustern und Lerchensporn gehören zwei verschiedenen Pflanzenfamilien an Hyazinthengewächse und Mohngewächse Demnach zeigt Osmia cornuta ist hinsichtlich des Pollensammelns anpassungsfähig und demnach eine polylektische Art Zur Erläuterung der Polylektie Auch dieses Weibchen sammelt am Lerchensporn Pollen Auch die Bauchbürste dieses Weibchen ist schon reichlich mit Lerchensporn Pollen gefüllt Ein Weibchen der braunen Farbvariante ist gerade dabei im Stehflug vor der Blüte seinen Rüssel in die Blüte zu stecken Der Pelzbienenrüssel ist lang genug um an den in der Kronröhre tief verborgenen Nektar zu gelangen Dabei wird Pollen auf dem mit Borsten besetzten Rüssel abgelagert Beim Besuch einer Blüte deren Pollen bereits abgerntet ist gelangt der Pollen auf die jetzt empfängnisfähige Narbe und sichert so die Fremdbestäubung denn der Feste Lerchensporn ist selbststeril Schon Kirchner schreibt 1911 in seinem Buch Blumen und Insekten Von den zur Blütezeit des Lerchensporns fliegenden Immern besucht vorzugsweise die Pelzbiene die Blüten so zahlreich und eifrig daß wohl keine unbefruchtet bleibt Braune Farbvariante beim Blütenbesuch am Lerchensporn Ein Weibchen der dunkelgraunbraunen Farbvariante beim Anflug an die Lerchensporn Blüte In seiner Schienenbürste Scopa hat es bereits reichlich von dem weißen Pollen des Lerchensporns gespeichert Das gleiche Weibchen wie auf

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  • Feldtagebuch: 14. März 2007
    noch keines sehen konnte Von Andrena cineraria flog das erste Männchen über dürrem Laub Weibchen waren nicht zu entdecken Auch von der in zwei Generationen fliegenden Sandbienen Art Andrena flavipes flogen mehrere Männchen und bereits einzelne Weibchen Zahlreiche Männchen dieser Art flogen auch an einer männlichen Salweide Salix caprea wo ich gerade zum richtigen Augenblick mit der Kamera zugegen war denn auf einem Blütenstand fand gerade eine Paarung statt und ein zweites Männchen hatte sich ebenfalls an das Weibchen geklammert und vergeblich versucht sich ebenfalls mit ihm zu paaren Das Foto zeigt die oben erwähnte Paarung Das Weibchen sitzt auf dem Blütenstand und zwischen dem mit ihm verpaarten Männchen unten hat sich ein zweites Männchen angeklammert Insgesamt fand ich bereits ca 20 Nester von Andrena bicolor An ihnen trieben sich einige Weibchen ihrer Kuckucksbiene Nomada fabriciana herum Das etwas schlankere Männchen fand ich nur einmal siehe Foto unten An einer vermoosten Stelle unter einem Baum waren drei Nester von Andrena clarkella in deren Nähe sich stets drei Weibchen der Kuckucksbiene Nomada leucophthalma aufhielten Ich konnte aber nicht beobachten daß eines von ihnen in ein Nest kroch Ein Männchen von Nomada fabriciana Es ist etwas schlanker als das Weibchen und hat auf den Seiten der Tergite deutlichere gelbe Flecken die den Weibchen meist fehlen Außerdem ist die weißliche Behaarung auf den Thoraxseiten dichter und länger Insgesamt sind jetzt bereits 12 Arten an dem Waldrand aktiv Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3

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  • Feldtagebuch: 27. März 2007
    acris Scharfer Hahnenfuß Weitere Informationen zur Biologie dieser Art finden sich im Steckbrief im Kapitel Arten im Detail Dieses Weibchen hat an Sinapis arvensis Ackersenf der in unmittelbarer Nähe des Nestes in großer Zahl blühte den hellgelben Pollen gesammelt und wird im nächsten Augenblick in das Bodennest schlüpfen Dieser Trampelpfad der von der Straße zu einigen Häusern führt und ca 50 m westlich des oben gezeigten Nistplatzes liegt beherbergt ca 60 Nester von Lasioglossum malachurum Solche offenen Stellen an denen das lehmige Erdreich meist mehr oder weniger verdichtet ist sind die bevorzugten Nistplätze dieser Schmalbienen Art die daher von dynamischen Prozessen in der Landschaft abhängig ist Anschließend habe ich Weinberge östlich von Vaihingen Enz besucht wo ich im vergangenen Jahr bereits mehrere Weibchen der Sandbienen Art Andrena tscheki beim Pollensammeln beobachten und fotografieren konnte Ein Foto aus dieser Serie befindet sich in dieser Galerie Heute gelang es mir nun endlich auch das Männchen zu fotografieren Nach kühleren und regnerischen Tagen haben die wieder steigenden Temperaturen offensichtlich zum Schlüpfen der ersten Männchen von Andrena tscheki geführt Deren Flugzeit reicht je nach Frühjahrsentwicklung bis ca 23 April Zwei Männchen traf ich an Blaukissen Polstern und blühendem Gelb Senf Sinapis alba an In Baden Württemberg hat Andrena tscheki derzeit ihre höchste Dichte an Vorkommen im Neckarbecken am Stromberg und Heuchelberg und am östlichen Kraichgau Rand Vereinzelt kommt die Art aber auch in anderen Naturräumen vor z B Kaiserstuhl Tauberland Das Männchen ist vor allem durch seinen weißen Clypeus Kopfschild gekennzeichnet der aber auf dem linken Bild nicht sichtbar ist Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März

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  • Feldtagebuch: 28. März 2007
    Kiesgrube im Frühling 28 März 2007 Heute habe ich eine noch im Abbau befindliche Kiesgrube im Neckartal westlich von Tübingen aufgesucht Während des Winters wurde leider in weiten Bereichen der Kiesgrube gebaggert wodurch sehr gut besiedelte Nistplätze der großen Furchenbienen Arten Halictus sexcinctus und Halictus scabiosae vollkommen vernichtet wurden Die kommenden Wochen werden zeigen wieviele Weibchen dieser Arten überlebt haben und ob geeignete Stellen neu besiedelt werden Zwar profitieren diese Arten von dynamischen Prozessen also auch von der Schaffung von offenen Böschungen und Steilwänden durch den Menschen allerdings müssen die Populationen groß genug sein und die Nistplätze im Raum so verteilt sein daß nicht alle Nistplätze auf einmal zerstört werden und somit Neubesiedlungen durch Insassen intakter Nester überhaupt möglich sind Im oberen Teil dieser Böschung wo über dem Kies eine sandig lehmige Deckschicht liegt nistet in Anzahl Colletes cunicularius Frühlings Seidenbiene Die dürren Königskerzenstengel zeigen daß die Böschung bereits seit mindestens zwei Jahren besteht Leider gibt es für den gesamten Kiesgsrubenbereich keine Naturschutzplanung was den terrestrischen Bereich angeht und dieser ist für die hier siedelnden Wildbienen besonders wichtig weil es im Umfeld keine artspezifischen Lebensräume gibt Von dieser Situation betroffen ist auch die hier bisher noch alljährlich brütende Uferschwalbe Die Männchen von Colletes cunicularius haben einen schlankeren Körper und längere Antennen Sie sind meist auch etwas kleiner als ihre Weibchen Sie schlüpfen bereits einige Tage vor den Weibchen Bald nach der Paarung sterben sie Rechts ein Männchen in Frontalansicht Ein frisch geschlüpfes Weibchen von Colletes cunicularius hat gerade begonnen einen Gang für das Nest in der Böschung zu graben Dabei scharrt es mit den Beinen das losgelöste Erdmaterial unter sich nach hinten Dann wird es zu den Strauch und Baumweiden entlang des Neckars fliegen um Pollen zu sammeln Weiden Salix sind die Hauptpollenquellen dieser in Südwestdeutschland vor allem in Flussauen verbreiteten Art Außer Weiden werden auch Ahorne Acer und Vertreter weiterer Pflanzenfamilien genutzt Die Buckelbienen Art Sphecodes albilabris ist der charakteristische Gegenspieler von Colletes cunicularius Zwei Weibchen dieser Kuckucksbiene flogen auf der Böschung stets auf der Suche nach Nestern Die Weibchen des Wirtes hatten allerdings noch nicht mit der Verproviantierung der Brutzellen begonnen Nur die Weibchen von Sphecodes albilabris überwintern die Männchen erscheinen im Hochsommer zusammen mit Weibchen der nächsten Generation Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch am Frühlings Enzian Gentiana verna Mehr 15 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 4 Mehr 23 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 5 Mehr 19 Mai 2007 Wildbienen an einem Waldrand 6 Mehr 26 Mai 2007 Anthidium manicatum Garten Wollbiene sammelt Sekrete von extrafloralen Drüsenhaaren Mehr 5 Juni

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  • Feldtagebuch: 1. April 2007
    Holzkästen kontrolliert die ich in unserem Garten zur Ansiedlung von Hummeln bereit gestellt hatte In einem Kasten hat eine Königin vom Bombus hypnorum Baumhummel bereits einen Nektartopf gebaut und die ersten Eier in Wachszellen gelegt siehe Foto unten Die Königin von Bombus hypnorum mit charakteristischer Färbung brauner Rücken erste Tergite schwarz letzte Tergite weiß bebrütet ihre Eier die sich in Wachszellen befinden indem sie sich mit ihrem ganzen Körper darüber legt Für Schlechtwetterperioden hat die Königin als Vorratsbehälter einen Wachstopf rechts gebaut der etwas größer als ein Fingerhut ist und ihn mit Nektar gefüllt In wenigen Wochen werden sich aus den Eiern die ersten Arbeiterinnen entwickelt haben die dann die Königin beim weiteren Brutgeschäft unterstützen 9 April 2007 Stadium der Kolonieentwicklung am 9 April 2007 während der Abwesenheit der Königin Der obere Rand des Nektartopfs rechts ist im Vergleich zum oberen Bild verengt In meinen anderen Hummelkästen haben noch eine weitere Königin von Bombus hypnorum und zwei Königinnen von Bombus pratorum mit der Nestgründung begonnen Weitere Fotos von Eiern und Brutzellen dieser Hummelart finden Sie beim Insekt des Jahres 2005 der Steinhummel Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch am Frühlings Enzian Gentiana verna Mehr 15 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 4 Mehr 23 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 5 Mehr 19 Mai 2007 Wildbienen an einem Waldrand 6 Mehr 26 Mai 2007 Anthidium

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  • Feldtagebuch: 2. April 2007
    Mit Nomada lathburiana die ich in einem Männchen bereits bei einem kurzen Besuch am 18 März nachweisen konnte habe ich vom 9 März bis 1 April bereits 18 Arten festgestellt mehr als ich eigentlich erwartet hatte Von der Wespenbienen Art Nomada fucata habe ich nur Männchen angetroffen obwohl einige Weibchen der Wirtsart Andrena flavipes schon mit dem Nestbau und der Verproviantierung begonnen haben Die Weibchen dieser Kuckucksbiene dürften aber in den nächsten Tagen ebenfalls erscheinen Dabei handelt es sich um Vertreter der Frühjahrsgeneration da die Art bivoltin ist Nomada panzeri hier ein Männchen ist eine charakteristische Frühlingsbiene die meist an Waldrändern zu beobachten ist wo auch ihre Wirtsbienen bevorzugt siedeln Einer der Wirte ist Andrena helvola von der ich ja bereits ein am 10 März ein stylopisiertes Weibchen gefunden habe Bombus pratorum die Kleine Waldhummel sonst auch als Wiesenhummel bezeichnet suchte im Bereich des Waldrandes unter dürrem Laub und Haufen von Zweigen nach einem geeigneten Nistplatz Bei einer kurzen Rast konnte ich diese Königin fotografieren die sich durch ein besonders breites gelbes Band Collare hinter dem Kopf auszeichnet Bei manchen Königinnen dieser Art ist die gelbe Zeichnung viel unauffälliger Dies ist die erste Königin von Bombus pascuorum Ackerhummel die mir in diesem Frühjahr begegnet ist Sie trinkt gerade Nektar in der Blüte des Efeu Gundermanns Glechoma hederacea einem Lippenblütler Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13 April 2007 Blütenbesuch

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  • Feldtagebuch: 3. April 2007
    der Mauer ihre Nester anlegen Solches hatte ich auch schon in den 1970er Jahren als ich das Gebiet im Rahmen meiner Doktorarbeit intensiv untersuchte beobachtet Auch am Rande der Tübinger Altstadt fand ich Lasioglossum laticeps in Mauern nistend Dabei handelte es sich allerdings um die Mauern älterer Häuser wo sich die Nesteingänge meist am Mauerfuß fanden In den Gärten zwischen den Häusern findet die polylektische Art ausreichend Nahrung Eine alte Trockenmauer auf der Gipskeuper Stufe bei Tübingen Hirschau Bei den gelben Polstern auf der Mauerkrone handelt es sich um Frühlings Fingerkraut Potentilla tabernaemontanti An der Mauer flogen am 3 April zahlreiche Weibchen von Lasioglossum laticeps von denen einige bereits mit Pollen zu ihrem Nest zurückkamen das in einer lehmgefüllten Fuge oder hinter der Mauer angelegt wird In Weinbergen und auf terrassiertem magerem Grünland wie es sich im südwestdeutschen Hügelland vielfach findet sind Trockenmauern als Nistplätze auch für andere Wildbienen wichtig So konnte ich am Hirschauer Berg mehrfach auch Osmia ravouxi Französische Mauerbiene beobachten wie sie ihre Brutzellen aus Mörtel und kleinen Steinchen auf der Oberfläche der Steine baute Trockenmauern können allerdings nur dann als Nistplatz genutzt werden wenn es in der Umgebung ein ausreichendes Nahrungsangebot gibt Weibchen von Lasioglossum laticeps haben bereits in der lehmgefüllten Mauerfuge Nestgänge ausgeschachtet Das lockere Erdmaterial blieb auf der Fuge liegen Die Art ist primitiv eusozial Die Nestgründung erfolgt durch ein Weibchen Sie resultiert in der Produktion von Arbeiterinnen die nur wenig kleiner sind als ihre Mutter Männchen fliegen von Ende Juni bis Ende August Die primitiv eusoziale Lebensweise wird hier näher erläutert Ein pollenbeladenes Weibchen von Lasioglossum laticeps ist vom Sammelflug heimgekehrt und wird im nächsten Augenblick in eines der Nester in der Mauer kriechen um dort den Pollen in einer Brutzelle zu deponieren Auf dem Foto des Tieres das eine Körperlänge von nur 6 8 mm hat ist der breite Kopf zu erkennen Diese Eigenschaft hat der Art ihren wissenschaftlichen Namen verliehen Lateinisch laticeps Breitkopf daher mein Vorschlag für einen deutschen Namen Breitkopf Schmalbiene Auch auf diesem Foto ist der breite Kopf des Weibchens zu sehen Das Tier besuchte hier die Blüten des Blaukissens Aubrieta deltoidea das auf den Mauerkronen der Weinberge reichlich blühte und auch als Pollenquelle genutzt wurde Einen vergleichlich breiten Kopf hat auch Lasioglossum malachurum Pförtner Schmalbiene Beide Arten sind eng mit einander verwandt Ein Weibchen von Lasioglossum laticeps beim Pollensammeln in der Blüte des Frühlings Fingerkrauts Potentilla tabernaemontani das in der Umgebung vielfach auf Mauerkronen blüht In diesem Falle und für den Blühzeitraum des Fingerkauts dient die Weinbergmauer sogar als Gesamtlebensraum Nächster Tagebucheintrag Beobachtungen im Jahr 2007 mit Links zu den jeweiligen Seiten 10 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 1 Mehr 14 März 2007 Wildbienen an einem Waldrand 2 Mehr 27 März 2007 Nistplatz von Lasioglossum malachurum Männchen von Andrena tscheki Mehr 28 März 2007 Eine Kiesgrube im Frühling Mehr 1 April 2007 Koloniegründung bei Bombus hypnorum Mehr 2 April 2007 Wildbienen an einem Waldrand 3 Mehr 3 April 2007 Weinbergmauern als Nistplatz von Lasioglossum laticeps Mehr 13

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