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  • Insekt 2005: Steinhummel
    Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Die Steinhummel Das Insekt des Jahres 2005 Lebensräume In ihren Lebensraumansprüchen unterscheiden sich die einzelnen Hummelarten mehr oder weniger deutlich es gibt Arten der offenen Landschaft und der lichten Wälder solche der Ebene und des Hügellandes und solche der Gebirge Einige Arten finden auch im Siedlungsbereich des Menschen ausreichende Existenzmöglichkeiten vor z B Bombus lapidarius B lucorum B pascuorum B hortorum Andere Arten kommen vorwiegend im lichten Wald an Waldrändern und in parkartigem Gelände vor wie Bombus pratorum sowie Bombus hypnorum der sic Gattung ist männlich aber auch in Siedlungen anzutreffen ist Arten des offenen Geländes sind z B Bombus sylvarum B subterraneus und B jonellus Bombus muscorum ist vor allem in Feuchtgebieten anzutreffen Eine ganze Reihe von Hummelarten ist in Mitteleuropa ausschließlich im Alpenraum teils bis in Höhen weit über 2000 m verbreitet z B Bombus gerstaeckeri B mesomelas B sichelii B pyrenaeus B mendax und B alpinus Ihre dichte Behaarung ermöglicht es ihnen auch in höheren Bergregionen und in kühleren Breiten des Nordens und selbst am Polarkreis zu leben Bombus lapidarius ist in sehr unterschiedlichen Lebensräumen anzutreffen Hummelnester Je nach Art findet man Hummelnester in Steinhaufen und Trockenmauern in Baumhöhlen in Eichhörnchenkogeln Bombus hypnorum in Vogelnestern und Vogelnistkästen in allerlei

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    Von ihrem ersten Sammelflug zurückgekehrt erbricht die Königin den Nektar aus ihrem Kropf und füllt diesen Wachstopf als Nahrungsreserve für Schlechtwetterperioden Honig nach Art der Honigbiene wird nicht produziert Die Errichtung der Brutzelle geht z B bei Bombus lapidarius B pascuorum und B hortorum dem Bau des Nektartöpfchens voraus beides kann aber auch gleichzeitig oder in umgekehrter Reihenfolge geschehen Bei den meisten Arten dürfte der Nektartopf aber vor der Brutzelle gebaut werden Auf den Futtervorrat legt die Königin 8 16 Eier Nach der Eiablage überdeckt die Königin das ganze mit Wachs das stark luftdurchlässig ist und sich daher zum Umhüllen der Larven eignet Sie wärmt bebrütet nun die Eier indem sie sich wie eine Bruthenne auf die Wachskammer setzt Die Errichtung der nächsten Brutkammer mit Eiern erfolgt erst dann wieder wenn die erste Brut sich bereits im Puppenstadium befindet Entwicklung und Versorgung der Larven In der ersten Brutzelle schlüpfen die Larven nach 3 5 Tagen und ernähren sich gemeinsam vom Pollenvorrat Wenn dieser verbraucht ist beißt die Königin das Wachsnäpfchen auf versorgt die Larven mit nektarfeuchtem Pollen und verschließt die Brutkammer wieder Dies wird unter Umständen mehrfach wiederholt Die Königin selbst ernährt sich in dieser Zeit aus dem Vorrat des Nektartopfes Das Nest verläßt sie nur wenige Male zum Nektar und Pollensammeln Die Larven wachsen in dem Brutnäpfchen heran das nach und nach mit Wachs erweitert werden muß Auf diese Weise entsteht ein blasiges Gebilde mit mehreren Erhebungen Die Hummellarven befinden sich noch in einer gemeinsamen Kammer beginnen sich aber im Alter von rund acht Tagen abzusondern Jede Larve spinnt um sich selbst einen Seidenkokon und verpuppt sich darin Nach dem Spinnen des Kokons entleeren die Larven ihren Darm so daß der Kot innerhalb des Kokons liegt und nicht außerhalb wie bei anderen kokonspinnenden Bienenarten Die Reste der Wachswand werden von der Königin abgenagt und weiter verwendet Jeweils mehrere Eier werden in weiteren Wachskammern abgelegt die auf der Außenseite der Kokonhaufen errichtet werden Rund drei Wochen nach der Nestgründung schlüpfen die ersten Arbeiterinnen aus ihren Kokons Nach 1 2 Tagen sind sie trocken Die Arbeiterinnen dieser ersten Brut sind aufgrund des geringen Nahrungsangebots im Gegenssatz zu den späteren Bruten oft sehr klein Sie unterstützen dennoch die Königin bei ihrer Arbeit und übernehmen nach und nach sämtliche Sammeltätigkeiten bauen Nektartöpfe versorgen die heranwachsende Brut und verteidigen das Nest legen aber im Normalfall keine Eier Demnach tritt eine Arbeitsteilung ein Wenige Tage nach dem Schlüpfen der ersten Arbeiterinnen fliegt die Königin normalerweise nicht mehr aus sondern bleibt im Nest Sie widmet sich nun ihrer Hauptaufgabe der Eiablage Auf den gelben Kokons werden weitere Wachszellen gebaut und mit Eiern gefüllt Links Geöffnete Wachszelle von Bombus hypnorum mit mehreren Eiern Rechts Junge Larven von Bombus hypnorum Was die Speicherung des Pollens im Nest betrifft so kennt man drei Typen Im ersten Fall wird der Pollen in die verlassenen gereinigten und mit einem Wachsrand zylinderförmig verlängerten Kokons gefüllt Diese Art der Pollenaufbewahrung findet sich überwiegend bei kurzrüssligen Hummelarten für die Sladen 1912 den Begriff pollen

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    des Nahrungsangebots Grundlagen Bäume und Sträucher Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Die Steinhummel Das Insekt des Jahres 2005 Verteidigung Bei großen Völkern z B von Bombus terrestris sind stets Wächterinnen am Nesteingang postiert Manche Arbeiterinnen verrichten Wachdienste über einen Zeitraum von mehreren Tagen hintereinander Phasen mit Wachdiensten können sich abwechseln mit Sammeltätigkeiten und Arbeiten im Nest Manchmal werden auch zurückkehrende Nestgeschwister attackiert Möglicherweise haben diese Tiere ihren charakteristischen Nestduft verloren Arbeiterinnen die man zwangsweise dem Geruch einer fremden Kolonie aussetzt werden ebenfalls sofort angegriffen wenn sie in ihr eigenes Nest zurückkehren Hummelköniginnen sind untereinander stets aggressiv Hummeln sind Menschen gegenüber im allgemeinen außerordentlich friedfertig Deshalb sind die meisten Menschen der Ansicht daß Hummeln nicht stechen können Tatsächlich haben aber auch bei den Hummeln die Weibchen also die Königin und die Arbeiterinnen und nur diese wie bei den meisten stacheltragenden Hautflüglern einen Giftstachel von dem sie in aller Regel aber nur bei drohender Gefahr Gebrauch machen Kommt es doch zu einem Stich dauert der Schmerz durch die nur geringe Giftwirkung bei einem nicht allergischen Menschen meist nur 4 5 Minuten der Einstich selbst erscheint als eine kleine Rötung die rasch wieder abklingt Bei menschlichen Störungen im Nestbereich

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Die Steinhummel Das Insekt des Jahres 2005 Blütenbesuch Hummeln verhalten sich beim Blütenbesuch in vieler Hinsicht anders als andere Bienen Besuche zum Zwecke des Nektar bzw Pollensammelns sind noch stärker zu unterscheiden da im Nest getrennte Nektar und Pollenvorräte angelegt werden und es eine mehr oder weniger deutliche Arbeitsteilung in Nektar und Pollensammlerinnen gibt Hummeln lagern im Gegensatz zur Honigbiene nur für wenige Tage Pollen und Nektarvorräte ein Durch die geringe Vorratshaltung kann bei Kälteeinbruch im Frühjahr nur für begrenzte Zeit eine gleichbleibende Nesttemperatur von 29 32 5 C aufrecht erhalten werden Schlechtwetterperioden führen deshalb zu einer Entwicklungsverzögerung Als Pollenquellen nutzen die meisten Hummelarten Vertreter verschiedener Pflanzenfamilien Bienen mit einem solchen Pollensammelverhalten nennt man polylektisch Ähnlich wie die Honigbiene nutzen manche Hummeln auch exotische Pflanzen und solche die von anderen Bienenarten nie besucht werden Allerdings haben Hunderte von mir in den vergangenen Jahren durchgeführte Analysen der Pollenladungen britischer und deutscher Hummeln und zahlreiche Beobachtungen im Freiland gezeigt daß einige Hummelarten bzw deren Königinnen u a Bombus distinguendus B humilis B sylvarum B subterraneus selbst bei einem vielfältigen Blütenangebot deutliche Präferenzen für bestimmte Pollenquellen zeigen und daß wir unsere Vorstellung vom Pollensammelverhalten der Hummeln korrigieren müssen Ein Teil der bisherigen Untersuchungsergebnisse wurde 2006 veröffentlicht Publ Nr 69 Besonders auffällig ist welch wichtige Rolle Schmetterlingsblütler insbesondere Rotklee Trifolium pratense Weißklee Trifolium repens und Hornklee Lotus corniculatus bei einigen aber nicht allen Hummelarten als Pollenquelle spielen Eine Königin der Gartenhummel Bombus hortorum beim Pollensammeln an der Gefleckten Taubnessel Lamium maculatum Beachte die rote Pollenladung in dem Körbchen des linken

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    es zur Honigbiene Alternativen gibt die in bestimmten Situationen sogar deutlich besser sind Speziell Hummeln spielen hier v a in nördlichen Breiten und in kühleren Klimaten eine wichtige Rolle Aber auch in Mitteleuropa können Hummeln während kühler Witterungsperioden wichtige Bestäubungsdienste übernehmen wenn andere Bienenarten nicht mehr ausfliegen 1 1 1 1 Play bombus sylvarum 2006 4944 jpg Eine Königin der Bunthummel Bombus sylvarum beim Blütenbesuch am Rotklee Trifolium pratense bombus hypnorum rubus 2008 4 9504 jpg Eine Arbeiterin der Baumhummel Bombus hypnorum beim Pollensammeln an der Brombeere Diese Hummelart ist ein wichtiger Bestäuber dieser Rosengewächse bombus pascuorum vaccinium 2008 2649 jpg Eine Königin der Ackerhummel Bombus pascuorum beim Blütenbesuch an der Heidelbeere Vaccinium myrtillus Hummeln sind neben der Lappländischen Sandbiene Andrena lapponica wichtige Bestäuber dieser Wildbeere bombus hortorum vaccinium 2007 2293 jpg Die Strauchheidelbeere Vaccinium corymbosum ist zwar selbstfruchtend doch erhöht der Besuch von Hummeln wie hier der Gartenhummel Bombus hortorum die Zahl der Früchte Rotklee wird in erster Linie von verschiedenen Hummel Arten bestäubt die aufgrund ihrer Rüssellänge den Nektar in der langen Kronröhre besser erreichen können Bereits Darwin www aboutdarwin com berichtete daß 100 von Hummeln besuchte Köpfe des Rotklees 2700 Samen produzierten während die gleiche Anzahl an Rotklee Köpfchen nicht fruchtete wenn der Bienenbesuch verhindert wurde Viele Autoren schätzen daß langrüsslige Hummeln z B Bombus hortorum 2 3 mal mehr Blüten pro Tag bestäuben als Honigbienen Vor allem tetraploide Rotklee Sorten mit ihren längeren Kronröhren bedürfen der Hummeln Pelz oder Langhornbienen als Bestäuber da diese längere Rüssel haben als die Honigbiene Hummeln Sandbienen z B Andrena lapponica und verschiedene Mauerbienen z B Osmia uncinata leisten ebenfalls gute Bestäubungsarbeit an den verschiedenen Vaccinium Arten Heidelbeeren Preiselberen und Moosbeeren Hierzu schreiben Meeuse Morris 1984 in ihrem Buch Blumen Liebe Sexualität und Entwicklung der Pflanzen Welche entscheidende Rolle die Hummeln

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Die Steinhummel Das Insekt des Jahres 2005 Gegenspieler Hummeln sind wie andere Insekten Gegenspielern ausgesetzt deren Aktivitäten sich auf die verschiedenste Weise auswirken Unter den Bienen selbst sind es die Arten der Bombus Untergattung Psithyrus die von manchen Autoren noch als eigene Gattung geführt wird Sie leben als Sozialparasiten bei Hummeln und werden daher auch Schmarotzerhummeln oder Kuckuckshummeln genannt Die Weibchen haben keine Pollentransporteinrichtungen an ihren Hinterbeinen und produzieren auch kein Wachs Sie erscheinen aus ihrem Winterquartier etwas später als ihre Hummelwirte und verbringen anfangs viel Zeit auf Blüten z B des Löwenzahns Taraxacum officinale wo sie von Nektar und Pollen leben Sie sind weniger lebhaft ihr Flug ist schwerfälliger und sie erzeugen beim Fliegen einen deutlich tieferen Brummton als der ihrer Wirte 1 1 1 1 Play bombus rupestris 2005 0609 01 jpg Bombus rupestris schmarotzt bei der Steinhummel Bombus lapidarius Beachte die stark gerauchten Flügel bombus barbutellus 09A 5773 jpg Bombus barbutellus Weibchen bombus bohemicus 2005 0987 jpg Bombus bohemicus Weibchen bombus sylvestris 2007 1856 jpg Bombus sylvestris Weibchen Die Art schmarotzt vor allem bei der Kleinen Waldhummel Bombus pratorum Um für Nachkommen zu sorgen muß das Weibchen in das Nest einer Hummelkönigin eindringen Um die Eroberung zum Erfolg zu führen hat das Kuckuckshummel Weibchen kräftigere Stachel und mächtigere Kiefer als der Wirt Auch für die Verteidigung ist es besser gerüstet Wird es im Hummelnest attackiert zieht es die Beine eng an seinen Körper und verharrt fast bewegungslos Sein besonders hartes Außenskelett schützt es meist vor Stichen Dennoch wird

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  • Insekt 2005: Steinhummel
    sämtliche Bienenarten unter besonderen Schutz gestellt Allerdings ist ihm da eine fachliche Ungenauigkeit unterlaufen Der Anhang zur Bundesartenschutzverordnung stellt alle heimischen Arten von Bienen und Hummeln unter Schutz obwohl doch Hummeln zoologisch betrachtet ebenfalls Bienen sind Vielleicht zeigt sich hier wie stark der zoologische Laie Hummeln von anderen Bienen trennt Möglicherweise wollte man auch nicht auf den gut bekannten Begriff Hummeln verzichten weil nach wie vor viele Menschen den Begriff Biene so sehr mit der einen Art Honigbiene verbinden daß es ihnen schwer fällt auch noch andere Insektenarten als Bienen zu bezeichnen In Falle der Bundesartenschutzverordnung jedenfalls wäre es richtiger gewesen die Formulierung Bienen einschließlich Hummeln zu wählen Bombus lapidarius ist eine der häufigsten Hummelarten Mitteleuropas und in allen deutschsprachigen Ländern so gut wie flächendeckend verbreitet In Deutschland gilt diese Hummelart als ungefährdet Westrich et al 1998 2012 In der aktuellen Roten Liste der Bienen Baden Württembergs Westrich et al 2000 wurde sie der Bestandsgrößen Klasse häufig zugeordnet der Klasse mit der größten Zahl an Nachweisen bezogen auf die Topographischen Karten 1 25000 Allerdings darf man aus der nach wie vor befriedigenden Bestandssituation von Bombus lapidarius nicht auf eine gleich gute Situation bei anderen Hummelarten schließen Im Bezugsraum Deutschland stehen nach Westrich et al 1998 39 der Hummelarten auf der Roten Liste Drei Arten gelten als ausgestorben oder verschollen Bombus alpinus B cullumanus B mesomelas vier Arten als stark gefährdet Bombus confusus B distinguendus B muscorum B pomorum und drei Arten als gefährdet Bombus jonellus B ruderarius B veteranus von sechs Arten ist eine Gefährdung anzunehmen Bombus flavidus B mendax B quadricolor B ruderatus B sichelii B subterraneus Warum trotz veränderter Landnutzung in den vergangenen Jahrzehnten einige Hummelarten stark zurückgegangen andere wie Bombus lapidarius B pascuorum und B pratorum nach wie vor aber häufig sind bedarf weiterer Untersuchungen Es fällt aber auf daß es sich bei den rückläufigen Arten um solche des Offenlandes handelt die ihren Siedlungsschwerpunkt in Lebensräumen haben hatten die als Folge der Landnutzung in den vergangenen Jahrzehnten flächenmäßig deutliche Verluste erlitten haben oder deren Qualität als Nist und Nahrungsraum sich im Vergleich zur historischen Situation deutlich verschlechtert hat Es sind dies vor allem die Lebensräume der extensiv genutzten an Kleinstrukturen ehemals viel reicheren kleinbäuerlichen Kulturlandschaft Hinzu kommt die Notwendigkeit eines räumlichen Verbunds mehrerer Teillebensräume Nistplatz Nahrungsraum der ebenfalls u a als Folge von Flurbereinigungen und der nachfolgend intensivierten Nutzung vielfach zerstört wurde Hummeln benötigen außerdem ausreichend große Bestände bestimmter Nektar und Pollenquellen und ein über mehrere Monate in der Nestumgebung vorhandenes Nahrungsangebot Wo sollen z B die Nestgründerinnen genügend Nahrung für den Aufbau eines Volkes finden wenn bereits Anfang Mai das gesamte Wirtschaftsgrünland gemäht und das Mähgut zur Silierung in Plastik verpackt wurde Die heutige Landwirtschaft ist neben der enormen Inanspruchnahme naturnaher Lebensräume für Baumaßnahmen auch im Falle der Hummeln wie bei vielen anderen Bienenarten der Hauptverursacher des Artenrückgangs Hummeln in Nistkästen zu halten ist sehr reizvoll und bietet vielerlei interessante Beobachtungsmöglichkeiten Darüber hinaus ist sie bei anspruchslosen Arten Bombus lapidarius B pascuorum B pratorum auch nicht

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  • Feldtagebuch: 15. März 2008
    Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Der Frühling ist da Mauerbienen Pelzbienen Sandbienen Wespenbienen 15 März 2008 Heute habe ich sowohl in meinem Garten als auch im Nachbarort nach schüpfenden Frühlingsbienen Ausschau gehalten und den im vergangenen Jahr untersuchten Waldrand besucht Kaum hatte die Lufttemperatur 10 C erreicht der Frühnebel hatte sich gelegt und die Sonne war herausgekommen da schlüpften aus meinen Nisthilfen die ersten Weibchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta 10 Pärchen konnte ich nach einer Stunde an den Nisthölzern und auf dem Boden davor sitzen sehen Sobald die Temperaturen am Morgen ansteigen kommen die Männchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta aus den alten Nestgängen heraus in denen sie übernachtet haben Kaum hat ein Weibchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta seine Brutzelle verlassen wird es von einem der vielen Männchen gepackt In der kommenden Stunde werden sich die Geschlechter paaren Das Weibchen sucht sich dann einen Nistplatz und beginnt mit dem Bau und der Verproviantierung eines Nestes Details zur Biologie dieser Art finden sich bei den solitären Bienen Am späten Vormittag stattete ich dem im Nachbarort liegenden Nistplatz der Frühlings Pelzbiene Anthophora plumipes einen ersten Besuch ab Ich hatte das Glück ein schlüpfendes Männchen zu beobachten und zu fotografieren das soeben nach einer rund elfmonatigen Entwicklung und Ruhephase aus seiner Zelle kriecht Die gelbe Gesichtsfärbung ist für die Männchen dieser Art ganz typisch Näheres zu dieser Art und zu dem Nistplatz siehe hier Das oben aus seiner Zelle kriechende Männchen hat sich auf einem Erdbröckchen niedergelassen Bevor es zum ersten Ausflug startet muß es sich erst einmal ausgiebig orientieren Sein Haarpelz ist noch wunderschön braun Dieser wird aber innerhalb weniger Tage durch die Wirkung des Sonnenlichts ausbleichen und hellgrau werden Am frühen Nachmittag war ich an dem im vergangenen Jahr untersuchten Waldrand um zu schauen ob die Weibchen von Andrena clarkella mit dem Brutgeschäft begonnen haben Dieses war durch die kühle Witterung der letzten Tage beeinträchtigt Beachten Sie die mächtigen Pollenpakete an den Hinterbeinen Bisher war es mir nicht gelungen ein Weibchen dieser Waldart beim Pollensammeln an der Salweide Salix caprea zu fotografieren Heute hatte ich Glück Erstmals für dieses Jahr sah ich die bei Andrena clarkella schmarotzende Wespenbienen Art Nomada leucophthalma Das links abgebildete Weibchen flog langsam über dem Waldrandboden immer auf der Suche nach einem Wirtsnest und rastete zwischendurch nur ganz kurz Auch von der Sandbienen Art Andrena minutula sind die ersten Männchen geschlüpft Sie verköstigen sich zuallererst mit dem Nektar der Salweide Sie sind so klein daß sie sich zwischen den Staubfäden hindurchwühlen müssen um zu den Nektarien zu gelangen Salweiden sind auch attraktive Pollenquellen der Honigbiene Apis mellifera wie das obige Bild zeigt Glücklicherweise waren am Waldrand heute nur einzelne Honigbienen aktiv so daß die völlig auf Weiden angewiesene weil hochspezialisierte Sandbienen Art Andrena clarkella nicht zu stark unter der Nahrungskonkurrenz zu leiden hatte Sie kann ganz im Gegensatz zur flexiblen Honigbiene nicht auf andere Pollenquellen ausweichen die in ihrem Lebensraum in dieser Jahreszeit ohnehin kaum zur Verfügung stehen Wenn

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