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  • Steckbrief: Anthophora plumipes
    Fabricius 1775 Männchen Größe 14 15 mm Weibchen der hellen Form Größe 14 15 mm Großansichten In den meisten Populationen Mitteleuropas tritt neben den hellbehaarten Weibchen vereinzelt auch eine sehr dunkle Form auf An einem der mir bekannten Nistplätze war von 21 Weibchen nur eines dunkel behaart Ein weiteres sehr dunkles Exemplar ist in der Bildergalerie zu sehen die am Ende dieser Seite gestartet werden kann Verbreitung Ganz Europa In Deutschland in allen Bundesländern von der Ebene bis in die mittleren Gebirgslagen Lebensraum Das Vorkommen der Art wird weitgehend durch das Angebot an geeigneten Nistplätzen bestimmt Daher finden wir die Art vor allem an steilwandigen Flußufern in Sand Kies und Lehmgruben in Weinbergen die mit Trockenmauern oder Lößwänden durchsetzt sind sowie in Dörfern und Städten synanthrope Art Die Nistplätze sind Steilwände und Abbruchkanten Sand Löß Lehm Trockenmauern und unverputzte Wände von alten Häusern Scheunen und Ställen deren Fugen mit Kalkmörtel oder Lehm verfugt sind Gelegentlich werden die Nester auch im Innern von Gebäuden z B in offenen Schuppen angelegt Nistplatz und Nahrungsraum sind stets räumlich getrennt und liegen bisweilen 100 m und mehr auseinander Eine Lößwand im Kaiserstuhl ein halbnatürlicher Lebensraum und regelmäßiger Nistplatz der beiden Pelzbienen Arten Anthophora plumipes und Anthophora aestivalis sowie zahlreicher weiterer Bienenarten Horizontaler Nistplatz mit ca 80 Nestern in einem überdachten und daher regengeschützten Teil einer mit Erde gefüllten Stützmauer neben einer Poststelle in der Nähe meiner Wohnung Der weiße Behälter ist für Abfälle und Zigarettenkippen gedacht Die Bienen nisten selbst unter diesem Behälter Die mit Löß gefüllten vertikal aufgestellten Kästen in meinem Garten werden seit Jahren von mehreren Bienenarten gut besiedelt Unter ihnen ist auch Anthophora plumipes Vereinzelt nistet Anthophora plumipes auch im Innern von Gebäuden z B Ställen Hier war es ein Pferdestall in dessen Mauerfugen mehrere Weibchen nisteten Nistweise Nistet in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde unter günstigen Umständen in größeren Ansammlungen Ansammlungen von 150 und mehr Nestern Die Wände der Brutzellen werden aus einem lehmigen Mörtel gebaut Gelegentlich ragt der Eingang mehrere Millimeter turmförmig aus dem Boden Die Brutzellen liegen meist nur 3 5 cm maximal 10 cm tief Oft liegen 2 3 sich verzweigende Gänge hinter dem Nesteingang Die Anordnung der länglich eiförmigen Brutzellen ist linear oder unregelmäßig Die Innenwände werden mit einem Sekret ausgekleidet Das Ergebnis ist eine wachsartige Beschichtung Der Nahrungsbrei besteht aus zwei Komponenten die sich mehr oder weniger miteinander mischen Der untere breiartige Teil besteht vorwiegend aus Pollen dem eine gewisse Menge Nektar beigemengt ist Darüber befindet sich der flüssige Bestandteil der nur kleine Mengen Pollen enthält so daß das Ei und später die junge Larve zunächst auf einem dünnflüssigen Futter schwimmen Zwei Eingänge von Nestern des oben abgebildeten horizontalen Nistplatzes Auf dem rechten Foto sieht man daß die Nesteingänge bisweilen bis zu 1cm weit türmchenartig aus dem Boden ragen Auch die einzelnen im Boden liegenden Zellen werden gemörtelt wozu die Pelzbiene frühmorgens Wasser zum Aufweichen der Erde sammelt In einer während des Winters geöffneten Brutzelle liegt bereits das voll entwickelte schlüpfbereite Männchen Die Zelle wurde

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  • Steckbrief: Dioxys tridentata
    Aus Fehlern lernen B Verbesserung des Nahrungsangebots Grundlagen Bäume und Sträucher Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Dioxys tridentata Nylander 1848 Dunkle Zweizahnbiene Im Gegensatz zu Dioxys cincta sind bei dieser 7 10 mm großen Art alle Tergite schwarz Das obere Bild zeigt ein Weibchen das an dem eiförmigen Abdomen mit seinen ziemlich breiten weißen Fransenbinden und dem breiten stumpfen letzten Segment zu erkennen ist Das Männchen ist dem Weibchen sehr ähnlich Verbreitung In Europa bis 62 n Br In Deutschland ziemlich selten früher nordwärts bis Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern heute nur noch in Rheinland Pfalz Baden

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  • Steckbrief: Dioxys cincta
    Einleitung Lebensräume Wildbienenförderung Haus Garten Schule Verbesserung der Nistmöglichkeiten Grundlagen Vorhandene Hohlräume A Vorhandene Hohlräume B Bestimmung der Nestverschlüsse Markhaltige Stengel Totholz Steilwände Erdboden Aus Fehlern lernen A Aus Fehlern lernen B Verbesserung des Nahrungsangebots Grundlagen Bäume und Sträucher Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Dioxys cincta Jurine 1807 Rote Zweizahnbiene Dioxys cincta Männchen Dioxys cincta Weibchen Beide Geschlechter sind an der meist roten Färbung der Tergite 1 und 2 kenntlich Die Körperlänge beträgt 8 12 mm Verbreitung Südeuropa und südliches Mitteleuropa In Deutschland bisher nicht nachgewiesen jedoch in der Schweiz und in Österreich Lebensraum Eine sogenannte

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  • Steckbrief: Eucera nigrescens
    Langhornbiene verträgt häufiges Mähen nicht Mit ihrem Verschwinden erlöscht auch der lokale Bestand der Langhornbiene Wiesen die noch eine Funktion als Lebensraum dieser Wildbienenart haben sollen dürfen nicht mehr als zweimal im Jahr gemäht werden wobei der erste Mahdtermin nicht vor Mitte Juni liegen sollte Leicht kann dieser Schmetterlingsblütler auch im Garten angesiedelt werden Er lockt dann die Mai Langhornbiene und ihre Kuckucksbiene sogar in den eigenen Garten wie ich das seit vielen Jahren bei mir beobachte Geeignete Nistplätze suchen sich die Weibchen selbst Nistweise Nester an schütter bis dichter bewachsenen Stellen meist mehr oder weniger geneigter Flächen Besiedelt sowohl Sandboden Flugsand Schwemmsande Verwitterungssande Molasse als auch lehmige Böden Lößlehm Lehmböden mittleren Tongehalts Die Nester werden in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde angelegt und sind nicht leicht zu finden Der Gang wie die Zellen sind innen mit Sekreten ausgekleidet die auch in die Zellwände eindringen und sie festigen Nest der im Juni und Juli fliegenden nahverwandten Art Eucera longicornis Eucera difficilis mit Männchen rechts oben und Weibchen links unten Teil einer Tafel aus dem Werk von H Friese Die europäischen Bienen Weitere Tafeln aus diesem Buch finden sich im Kapitel Lebensweise Blütenbesuch Oligolektische auf Fabaceae Schmetterlingsblütler spezialisierte Art Hauptpollenquelle in Mitteleuropa ist die Zaunwicke Vicia sepium Weitere Pollenquellen Vogel Wicke Vicia cracca Wiesen Platterbse Lathyrus pratensis Frühlings Platterbse Lathyrus vernus Roter Wiesenklee Trifolium pratense Weißklee Trifolium repens Luzerne Medicago sativa Die patrouillieren bevorzugt an den Blütenständen der Frühlings Platterbse und der Zaun Wicke Männchen beim Blütenbesuch an der Zaun Wicke Vicia sepium Weibchen bei der Pollenernte an der Zaunwicke Vicia sepium Das folgende Video 4 47 min 81 MB zeigt sowohl Eucera nigrescens als auch die nahverwandte Art Eucera longicornis Das Video startet mit Eucera nigrescens und zwar mit einem noch recht frischen Männchen dann folgt ein schon ausgebleichtes Männchen mit grauer Thoraxbehaarung Dann ist ein Weibchen zu sehen das zunächst an der Frühlings Platterbse Lathyrus vernus danach an der Zaunwicke Vicia sepium Pollen sammelt Zwischendurch sind Bestände der Zaunwicke auf einer Streuobstwiese zu sehen und ein Weibchen das auf einem Blatt sitzend seinen langen Rüssel immer wieder ausfährt Es folgt ein frisch geschlüpftes Männchen von Eucera longicornis an Hippocrepis comosa und danach das Weibchen beim Nektartrinken an der gleichen Pflanzenart Die Aufnahmen von Eucera nigrescens stammen von Tübingen die von Eucera longicornis aus dem Wallis Kuckucksbienen Die Wespenbienen Art Nomada sexfasciata ist regelmäßig im Lebensraum der Langhornbiene zu beobachten Phänologie Univoltin Fliegt von Mitte April bis Mitte Juni Die Art zeigt eine ausgesprochene Proterandrie d h die Männchen erscheinen 3 4 Wochen vor den Weibchen manchmal schon in der ersten April Woche Gefährdung und Schutz Durch gezielte Suche an Beständen der Zaunwicke kann die Art auch heute noch regelmäßig nachgewiesen werden Daher erscheint sie derzeit noch nicht gefährdet In vielen Fällen handelt es sich bei den Fundstellen aber um Reste historisch gewachsener Kulturlandschaften Da zumindest in Süddeutschland ein Siedlungsschwerpunkt in den Streuobstwiesen der Mittelgebirgsvorländer liegt ist die Art langfristig durch Änderungen der althergebrachten Nutzung gefährdet Hierzu zählen insbesondere die

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  • Steckbrief: Megachile parietina
    2007 Die hölzerne Abschrankung die im Rahmen eines Artenschutzprojektes errichtet wurde soll Besucher von einem Betreten der Felsbereiche und damit der Nistplätze abhalten Eine Tafel erläutert die Gründe für das Betretungsverbot Hundsheimer Berg in Niederösterreich nahe der Grenze zur Slowakei mit Felshängen Schutthalden und Trockenrasen ein naturnaher Lebensraum der Schwarzen Mörtelbiene Nistweise Die Nester sind Freibauten in eckigen Vertiefungen von Felsen und Steinen oder auf deren Oberfläche unter günstigen Umständen in kleineren Ansammlungen Ansammlungen von 10 30 selten mehr Nestern Ältere Bauten werden meist wieder bezogen Als Baumaterial für die innen fein geglätteten fingerhutförmigen bis zu 16 Brutzellen pro Nest dienen Mörtel trockener Gesteinsgrus oder Sand mit Speichel und Nektar durchfeuchtet und Steinchen Daher muß auch eine Materialentnahmestelle in der Nähe des Nistplatzes liegen Der fertige Nestkomplex ähnelt einem halbkugelförmigen Lehmballen Recht oft wird dieser mit dem Nest der solitären Faltenwespe Delta unguiculata verwechselt Die Mörtelbiene beim Glätten der Wandung einer Brutzelle Nektarabgabe Der leuchtend gelbe Pollen in der Bauchbürste stammt von der Futter Esparsette Onobrychis viciifolia Die Mörtelibiene ist rückwärts in die Zelle geschlüpft um den Pollen abzubürsten Bei der Eiablage auf den recht flüssigen weil nektarreichen Futterbrei Beachte Das Weibchen hält den für die Primärverdecklung benötigten Mörtel bereits in ihren Mandibeln Unmittelbar nach der Eiablage wird mit dem Mörtelballen der Primärdeckel gebaut Erst jetzt fliegt die Mörtelbiene wieder weg um die Brutzelle mit einer zusätzlichen Mörtelschicht zu überdecken Neben zwei fertigen und deswegen bereits mit einer Mörtelschicht überzogenen Brutzellen wurde eine neue Brutzelle begonnen Hier ist der Grundaufbau mit kleinen Steinchen gut zu sehen Erst nach der Eiablage und nach der Herstellung des Primär und Enddeckels wird die meist vertikal orientierte Brutzelle mit einer zusätzlichen Mörtelschicht überzogen Aufgrund der zweijährigen Entwicklung müssen die Zellen außerordentlich witterungsresistent sein Durch die Verwendung von körpereigenem Speichel wird der Mörtel später hart wie Beton und leistet selbst einem Messer erheblichen Widerstand Vom Baubeginn bis zur Verdeckelung vergehen je nach Witterung meist vier Tage unter besonders günstigen Umständen schafft die Mörtelbiene den Bau und die Verproviantierung der Zelle auch in zwei Tagen Der größte natürliche Feind dieser Bienen sind langanhaltende Schlechtwetterperioden Fertiges im Mai 1990 am Hirschauer Berg bei Tübingen gebautes Nest Der rötliche Ton des Baumaterials rührt von den teils rötlich teils grünlich gefärbten Bunten Mergeln her einer Schichtstufe des Keupers die hier charakteristisch ist Im Vergleich zu dem Bild darüber etwa um den Faktor 2 verkleinert Blütenbesuch Zwar ist die Art polylektisch aber sie bevorzugt Fabaceae Schmetterlingsblütler und Lamiaceae Lippenblütler Die größte Bedeutung hat zweifellos die Futter Esparsette Onobrychis viciifolia Bisher bekannt gewordene Pollenquellen Boraginaceae Gewöhnlicher Natterkopf Echium vulgare Fabaceae Hufeisenklee Hippocrepis comosa Gewöhnlicher Hornklee Lotus corniculatus Futter Esparsette Onobrychis viciifolia Zaun Wicke Vicia sepium Roter Wiesenklee Trifolium pratense Luzerne Medicago sativa Lamiaceae Wiesen Salbei Salvia pratensis Kriechender Günsel Ajuga reptans Rosaceae Durch eine Pollenanalyse belegt aber Pflanzenart unbekannt Die Weibchen sammeln bis zu 300 m weit entfernt vom Nest Weibchen an einem Blütenstand der Futter Esparsette Onobrychis viciifolia der an den meisten Lokalitäten Süddeutschlands bevorzugten Pollenquelle der Art Das folgende

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  • Steckbrief: Megachile rotundata
    Grundlagen Bäume und Sträucher Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Megachile rotundata Fabricius 1787 Luzerne Blattschneiderbiene Synonym Megachile pacifica Panzer 1798 durch Opinion 1093 der Internationalen Kommision für Zoologische Nomenklar aus dem Jahr 1977 wurde Megachile rotundata als gültiger Name konserviert 8 9 mm 8 9 mm Großansichten Verbreitung Süd und Mitteleuropa nordwärts bis Süd Finnland aber nicht in Schweden Vermutlich in den dreißiger oder vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die USA eingeschleppt In Deutschland vor allem im Süden aber auch im Norden dort aber nur vereinzelt Lebensraum Binnendünen Sand und Lehmgruben Trockenhänge sowie Böschungen und Hohlwege im Weinbauklima Hochwasserdämme in Kontakt zu Auwäldern südexponierte und strukturreiche Waldränder auch im Siedlungsbereich in Parkanlagen an Ruderalstellen und in Gärten Nistweise Nistet in vorhandenen oberirdischen Hohlräumen v a in Fraßgängen in totem Holz und in hohlen Pflanzenstengeln auch in Hohlräumen in Löß und Lehmwänden Besiedelt auch Nisthilfen z B Bohrungen in Holz Bambusrohr Trinkhalme Durchmesser 6 mm Gangtiefe 8 10 cm Ausgesprochen geselliges Nistverhalten wodurch unter künstlichen Bedingungen eine außerordentlich große Populationsdichte erreicht werden kann Als Baumaterial für die Brutzellen dienen sowohl Ausschnitte von Blüten als auch von Laubblättern verschiedener Pflanzen z B von Pelargonium zonale Hortensia aber auch Laubblätter von Wolfsmilch Euphorbia Luzerne Medicago Flieder Syringa und Weinrebe Vitis Die Nester sind Linienbauten Die Weibchen zeigen unter günstigen Bedingungen eine hohe Reproduktionsrate und können maximal 39 Brutzellen versorgen Die Blattausschnitte werden in den Oberkiefern im Flug zum Nest gebracht Ein Weibchen ist am Nesteingang in einer hölzernen Nisthilfe gelandet und wird damit die Brutzelle bauen Längliche Blattauschnitte werden für die Seitenwände rundliche für den Boden und den Deckel verwendet Die folgenden Fotos zeigen die Materialstelle und das Schneiden eines Blattausschnittes für den Brutzellenbau Die Aufnahmen entstanden bereits 1990 südlich von Karlsruhe 1 1 1 1 1 Play euphorbia 0065 jpg Diese langsam verwelkende Wolfsmilch Euphorbia spec diente einem Weibchen von Megachile rotundata als Lieferant für Baumaterial Scan 19900730 28 jpg Das Weibchen beginnt mit dem Ausschneiden aus einem welken Laubblatt der Wolfsmilch Scan 19900730 29 jpg Wie mit einer Schere schneidet das Weibchen in das Blättchen Scan 19900730 30 jpg Entscheidend ist der richtige Radius damit das Blattstückchen die passende Form für den Bau der Brutzelle hat Scan 19900730 31 jpg Gleich wird das Weibchen mit dem Blattausschnitt zum Nest fliegen Ein Nest von Megachile rotundata in einem Bambusröhrchen mit vier Brutzellen Das Nest wird nach außen

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  • Steckbrief: Melecta albifrons
    Fehlern lernen A Aus Fehlern lernen B Verbesserung des Nahrungsangebots Grundlagen Bäume und Sträucher Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Melecta albifrons Forster 1771 Frühlings Trauerbiene Synonyme Melecta punctata Fabricius 1775 M armata Panzer 1799 Männchen 13 15 mm Weibchen 13 15 mm Großansichten Verbreitung Weite Teile Europas die nördlichen und östlichen Verbreitungsgrenzen aber noch unklar In Deutschland keine Verbreitungsgrenze weit verbreitet v a in Lagen unter 500 m Wirte Verschiedene Anthophora Arten Hauptwirt ist Anthophora plumipes Weitere Wirte sind Anthophora plagiata und Anthophora fulvitarsis In einer im Frühling kurz vor dem Schlüpfen geöffneten Brutzelle der Wirtsbiene

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  • Steckbrief: Osmia adunca
    B in Fraßgängen in altem Holz in hohlen Pflanzenstengeln in verlassenen Nestern von Seidenbienen Colletes Mörtelbienen Megachile parietina Pelzbienen Anthophora und Lehmwespen Odynerus in alten Kokons der Mauerbiene Osmia mustelina sowie in Löchern von Lehmwänden oder Felswänden Besiedelt ausgesprochen gern Nisthilfen Bambusrohr Schilfhalme Bohrungen in Holz mit einem Durchmesser von 5 bis 7 mm bevorzugt 6 mm 1 7 Brutzellen je Nest Als Baumaterial dient ein Mörtel aus lehmigem Sand oder sandigem Lehm und kleinen Steinchen der nach dem Trocknen durch Speichel als Bindemittel sehr hart wird Der Nestverschluß wird zusätzlich mit unterschiedlichen Materialien z B Partikel von angewittertem Holz versehen Ein Weibchen ist mit graublauem Echium Pollen in der Bauchbürste zum Nest in einer hölzernen Nisthilfe zurückgekehrt Ein Weibchen sammelt mit ihren Oberkiefern vom Boden Baumaterial für Zellzwischenwand und Nestverschluß Weibchen beim Fertigen des Nestverschlusses an einer Holznisthilfe Fertiger Nestverschluß aus mineralischem Mörtel auf den zusätzlich abgenagte Partikel des verwitterten Holzes aufgebracht wurden was typisch für diese Art ist Die starke Vergrößerung des Nestverschlusses im Querschnitt macht deutlich daß auf die Mörtelschicht hell eine zusätzliche aus verschiedenen Materialien der unmittelbaren Umgebung bestehende Schicht dunkel aufgetragen wird Regelmäßig besiedelt Osmia adunca alte arteigene Nester Hier verläßt ein Weibchen gerade ein solches vorjähriges und von ihm erneut genutztes Nest in einer Nisthilfe Der Rest des alten Nestverschlusses wird nicht entfernt In einem Bambusröhrchen angelegtes Nest mit 6 Brutzellen In der zuerst gebauten Zelle ganz links hat eine Larve bereits den Nahrungsvorrat vollständig aufgefressen Blick in ein geöffnetes Bambusröhrchen mit einer Brutzelle Auf dem Larvenproviant klebt das glänzende Ei Der frisch gesammelte Pollen von Echium ist graublau wird aber in der Zelle durch Zugabe von Nektar und Drüsensekreten auberginefarben Gegenüber dem obigen ist dieses Foto eines Nestes vergrößert Vier Brutzellen sind zu sehen in denen jeweils ein leicht durchscheinender Kokon liegt der sich somit stark von den undurchsichtigen braunen Kokons von Osmia bicornis und Osmia cornuta unterscheidet Puppe deren Komplexaugen sich bereits dunkel färben Der von mir mit großer Sorgfalt geöffnete Kokon besteht aus einer ziemlich dünnen weißgrauen Wand die rechts und links der Puppe noch zu erkennen ist Blütenbesuch Streng oligolektische auf Echium Boraginaceae spezialisierte Art Einzige Pollenquelle ist nahezu im gesamten mitteleuropäischen Verbreitungsgebiet der Gewöhnliche Natterkopf Echium vulgare als meist einziger Vertreter der Gattung Echium Von den seltenen und unbeständig eingeschleppten Arten Echium plantagineum und Echium italicum ist die erste als Pollenquelle belegt und wird im Gegensatz zur zweiten eifrig besucht Echium vulgare dient gleichzeitig als fast ausschließliche Nektarquelle für beide Geschlechter Die Männchen patrouillieren ständig die Blütenstände der Pollenquellen der Weibchen wobei es regelmäßig zu Rangeleien in einer Art Schwebflug auf Augenhöhe mit anderen Männchen kommt Während der Patrouillien setzen sich die Männchen oft auf Steine dürres Holz oder kahle Bodenstellen als Rastplätze Der hell bläulich graue Pollen von Echium vulgare wird von den Weibchen trocken in der Bauchbürste transportiert Durch Zugabe von Nektar erhält der mäßig feuchte Larvenproviant in der Brutzelle eine dunkelviolette Farbe Ein frisch geschlüpftes Männchen der Glänzenden Natterkopf Mauerbiene will gerade mit seiner Zunge Nektar

    Original URL path: http://wildbienen.info/steckbriefe/osmia_adunca.php (2016-04-27)
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