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  • Wildbienen: Untaugliche Nisthilfen
    und die Larven sterben durch durch die große Hitze Dies gilt insbesondere bei Arten die mit Harz bauen z B Löcherbiene Osmia truncorum Solche Materialien sollten nur in besonderen Fällen und von erfahrenen Personen eingesetzt werden z B zur Untersuchung des Nestbaus der Eiablage oder Parasitierung Bei der Verwendung von Acrylglasröhrchen für wissenschaftliche Untersuchungen sollte auf jeden Fall die hintere Öffnung mit Watte oder Schaumstoff verschlossen werden Solche Nisthilfen werden sogar für Kindergärten empfohlen Verantworliche Erwachsene und nur solche mit großer Erfahrung setzen eine solche Beobachtungsmöglichkeit ein und auch nur in Ausnahmefällen und mit größter Zurückhaltung Nur Röhrchen mit einem Durchmesser von 6 8 mm wie sie von den beiden Mauerbienen Arten Osmia bicornis und Osmia cornuta genutzt werden können eventuell zur Beobachtung herangezogen werden weil diese Bienen ihre Zellwände mit Lehm bauen der einen besseren Gasaustausch ermöglicht Röhrchen mit geringerem Durchmesser 3 5 mm sollten keinesfalls verwendet werden weil sie u a von Arten besiedelt werden die Harz als Baumaterial verwenden Hier besteht eine besonders große Gefahr der Verpilzung was zum Absterben der Brut führt Auf diesen Seiten sind genügend andere Möglichkeiten beschrieben Kindern das Brutfürsorgeverhalten der Wildbienen näherzubringen ohne daß deswegen Tiere sterben müssen Ein empfehlenswerter Beobachtungskasten ist auf dieser Seite mit Bezugsquelle abgebildet Acrylglasröhrchen oder Glasröhrchen sind als Nisthilfen nicht zu empfehlen da sie luftundurchlässig sind und das sich bildende Kondenswasser den Nahrungsvorrat in den Brutzellen leicht verpilzen läßt Ein Plexiglasröhrchen mit zwei Brutzellen und Eiern der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta kurz nach der Fertigstellung Verschimmelte Brutzellen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta in einem Acrylglasröhrchen eine Woche nach der Fertigstellung Falsche Vorgehensweise Verwendet man nicht ausreichend getrocknetes Holz oder setzt die Bohrgänge zu dicht dann kommt es zu Rissen wie auf diesem Bild die viele Bohrgänge unbesiedelbar machen Allzu leicht könnten durch die Risse Parasiten eindringen Gespaltene Gänge nehmen die Wildbienenweibchen nicht an Unversehrt gebliebene Bohrungen und nur diese werden mitunter angenommen meistens von der Rostroten Mauerbiene oder der Hahnenfuß Scherenbiene je nach Durchmesser Dies heißt aber nicht daß ich das Bohren ins Hirnholz empfehle Das Artenspektrum bleibt nämlich auch dann sehr gering Verwendet man Baumscheiben aus gut abgelagerter Robinie oder Eiche sehr hart und setzt die Gänge mit 1 5 2 cm Abstand werden sie unter Umständen ebenfalls von Mauer oder Scherenbienen genutzt Einer der häufigsten Fehler bei der Herstellung von Nisthilfen für Hohlraumbesiedler ist das Bohren in das Stirnholz wie es das hier gezeigte Beispiel zeigt Besonders nachteilig ist die Verwendung von Scheiben aus frisch geschlagenem Holz Ungeeignete Materialien Hier wurde mit Fichtenholz nicht nur eine ungeeignete Holzart verwendet sondern auch versäumt glatte Bohrungen zu setzen Solche Objekte bleiben unbesiedelt Schließlich bergen querstehende Holzfasern für die empfindlichen Flügel der Bienen eine erhebliche Gefahr Ein eingerissener Flügel bedeutet aber den sicheren Tod Markhaltige Stengel Dürre markhaltige Stengel in waaagrecht gelagerten Bündeln im Wildbienenhaus anzubieten ist nicht sinnvoll weil die Besiedler in der Natur sich vor allem vertikale einzeln und frei stehende Stengel suchen Nur sehr vereinzelt kommt es nur Nutzung eines waagrecht gelagerten Stengels z B

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Grundlagen
    häufig mit Unkrautvernichtungsmitteln geschieht Die nahezu flächendeckende Versiegelung hat das ihrige zum Rückgang der Wildpflanzen in den Dörfern und Städten getan Nur noch das sogenannte Ödland wie es in Städten vorübergehend auf unbebauten Grundstücken auf Straßenbegleitflächen oder im Umfeld von Güterbahnhöfen zu finden ist bleibt als wichtiges Rückzugsgebiet für zahlreiche Bienenarten vor allem für solche für die unsere Gärten keine ausreichenden Existenzbedingungen bieten Mein Appell Laßt uns der spontan auftretenden Vegetation wieder mehr Toleranz entgegenbringen Ganz allgemein sollten wir Wildpflanzen die sich wie z B die Rote Taubnessel links und der Rainfarn rechts ums Haus herum von selbst einstellen dulden Viele von ihnen sind ja nicht nur wichtige Nahrungsquellen für Wildbienen sondern auch eine natürliche Bereicherung der Flora unserer Dörfer und Städte Gärten Die Liebe zum Bestellen eines Gartens ist uralt Jahrhundertelang boten die alten Kloster und Bauerngärten mit ihrer bunten Blütenvielfalt zahlreichen Bienenarten Nahrung Dagegen entsteht durch einen Großteil der heutigen monotonen Ziergärten aus Nadelgehölzen uniformen Bodendeckern und einem möglichst wildkräuterfreien Rasen ein großer Nahrungsmangel für Wildbienen Dieser kann nur durch eine größere Vielfalt in unseren Gärten wieder beseitigt werden Wildgärten oder Naturgärten dienen heimische Lebensgemeinschaften als lebendiges Vorbild der Gartengestaltung Sie sind für bestimmte Wildbienen zweifellos förderlich Auch wenn dabei nur ein kleiner Teil der natürlichen Vielfalt Platz findet dient der Garten doch in erster Linie als Lebensraum für Pflanzen und Tiere Ein Naturgarten der Lebensraum für möglichst viele Wildbienen sein soll darf aber gar nicht so wild sein und sich völlig selbst überlassen bleiben sondern er benötigt viel naturgemäße Pflege zur Erhaltung einer großen Pflanzenvielfalt Allerdings gehört schon ein wenig Zivilcourage und Pioniergeist dazu in einer perfekt aufgeräumten Wohnsiedlung von dem üblichen Bepflanzungsschema abzuweichen Mit Vermietern wie mit ordentlichen Nachbarn kann es hier zu handfesten Konflikten kommen wie auch ich sie schon erlebt habe Leider hilft hier nicht immer ein aufklärendes Gespräch In solchen Fällen sollte man dennoch versuchen seiner eigenen Überzeugung treu zu bleiben Aber auch wenn Gärten in aller Regel andere Bedürfnisse des Menschen befriedigen sollen und der Erholung dem Anbau von Gemüse Küchenkräutern oder Blumen dienen schließt dies nicht aus daß sie auch die Nahrungsansprüche von Wildbienen berücksichtigen Einen Ziergarten z B können wir mit einer entsprechend bepflanzten Staudenrabatte mit einem Steingarten oder mit einem Sommerblumenbeet wildbienenfreundlicher gestalten Selbst im Nutzgarten und auf dem Balkon können wir das Nahrungsangebot für Wildbienen deutlich verbessern Teil des früheren Gartens des Autors Eingebürgerte Gewächse Bei den hier gemachten Empfehlungen werden ganz bewußt eingebürgerte Gewächse nicht ausgeklammert Es gibt nämlich durchaus Pflanzenarten die in Mitteleuropa im engeren Sinne ursprünglich nicht heimisch waren aber hervorragende Nahrungsquellen für Wildbienen darstellen Denken wir nur an die Obstbäume verschiedene Heil und Gewürzkräuter oder viele Ackerwildkräuter die schon vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden auf vielerlei Wegen in unserer Raum gelangt sind Meist stammen diese Pflanzen aus dem Mittelmeerraum oder Vorderen Orient Da sie in Mitteleuropa nahe Verwandte haben können sie von entsprechend angepaßten Wildbienenarten leichter genutzt werden als echte Exoten wie die Forsythie oder die Balsamine die ihre Heimat in der Regel in weit

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Bäume und Sträucher
    Ranken und Kletterpflanzen Blumenwiesen Pionierflächen Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Zwiebelgewächse Wildstauden Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Verbesserung des Nahrungsangebots 1 Bäume und Sträucher Blühende Schlehe Prunus spinosa Nadelgehölze bieten Wildbienen keine Nahrung Unter den exotischen Sträuchern ist v a die aus China stammende Forsythie trotz ihrer zahllosen gelben Blüten für Wildbienen so gut wie wertlos An ihrer Stelle pflanzen wir besser einheimische Blütengehölze Gute Nahrungsquellen sind z B Weißdorn Crataegus Schlehe Prunus spinosa Süßkirsche Prunus avium Japanische Zierkirschen ungefüllt Prunus subhirtella Prunus serratula Kirschpflaume Prunus cerasifera nigra Wildrosen Rosa Berberitze Berberis vulgaris Alpen Johannisbeere Ribes alpinum Spitz Ahorn Acer platanoides Feld Ahorn Acer campestre und Berg Ahorn Acer pseudoplatanus Weiden Salix vor allem Sal Weide Salix caprea An blühenden Schlehen kann man vor allem Frühlingsarten der Gattungen Andrena und Nomada beobachten Hier besucht ein frisch geschlüpftes Weibchen von Andrena haemorrhoa eine Schlehenblüte Die Japanischen Zierkirschen Prunus serratula Prunus subhirtella sind zwar nicht heimisch liefern aber für die Weibchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta und für die ersten Hummelköniginnen Bombus pratorum Bombus terrestris reichlich Pollen wenn auch nur für wenige Tage und nur bei trockenem Wetter Varianten mit gefüllten Blüten sind für die Bienen allerdings wertlos Auch die verwandten Aprikosen Prunus armeniaca und Mandeln Prunus dulcis sind für

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Ranken- und Kletterpflanzen
    Heil und Gewürzkräuter Balkon und Terrasse Dachbegrünung Wildblumen Saatmischungen Literatur zum Artenschutz Rote Listen Einleitung Rote Liste Deutschland Arten im Detail Anthidium manicatum Anthophora plumipes Dioxys tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Verbesserung des Nahrungsangebots 2 Ranken und Kletterpflanzen Männliches Exemplar der Zweihäusigen Zaunrübe Bryonia dioica rechts unten zwei weibliche Blüten In weiten Teilen Süddeutschlands v a in Lagen unterhalb 500m Meereshöhe kommt die Zaunrüben Sandbiene Andrena florea vor die wie der deutsche Name schon andeutet auf Zaunrüben Bryonia spezialisiert ist Die ausschließlichen Pollenquellen in Mitteleuropa sind die Rotfrüchtige oder Zweihäusige Zaunrübe Bryonia dioica und im Osten die Weiße Zaunrübe Bryonia alba Die Rotfrüchtige Zaunrübe ein mehrjähriges nährstoffreiche und kalkige Böden beanspruchendes Kürbis Gewächs kann man durch Aussaat seiner roten Beeren giftig am Gartenzaun am Heckenrand oder beim Kompost ansiedeln Als Pollenquelle kommen hier aber nur die männlichen Pflanzen in Frage die Weiße Zaunrübe hingegen ist einhäusig Daher sollte man mehrere Samen aussäen um die Chance einer männlichen Pflanze zu erhöhen Dort wo die Zaunrübe sich von selbst einstellt z B in Parkanlagen sollte man sie dulden Auch andere Bienenarten profitieren nämlich von dem reichen und lang anhaltenden Blütenflor Da die Zaunrübe sehr stickstoffliebend ist empfiehlt sich eine regelmäßige Stickstoffgabe z B mit Kuhdung Die karminrote oder weiße Staudenwicke Lathyrus latifolius eignet sich hervorragend für Zäune Sie blüht im Juni und Juli und ist eine beliebte Pollenquelle der Platterbsen Mörtelbiene Megachile ericetorum der Garten Blattschneiderbiene Megachile

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Blumenwiesen
    Standort Gewöhnlicher Hornklee Lotus corniculatus Esparsette Onobrychis viciifolia Zaunwicke Vicia sepium Wiesen Platterbse Lathyrus pratensis Gamander Ehrenpreis Veronica chamaedrys Wiesen Salbei Salvia pratensis Kriechender Günsel Ajuga reptans Witwenblume Knautia arvensis Tauben Skabiose Scabiosa columbaria Rundblättrige Glockenblume Campanula rotundifolia Knolliger Hahnenfuß Ranunculus bulbosus Wilde Möhre Daucus carota zweijährig Rauher Löwenzahn Leontodon hispidus Wiesen Flockenblume Centaurea jacea Frischer Standort Wiesen Glockenblume Campanula patula Scharfer Hahnenfuß Ranunculus acris Wiesenkerbel Anthriscus sylvestris Wiesen Bärenklau Heracleum sphondylium Wiesen Pippau Crepis biennis zweijährig Wiesen Löwenzahn Taraxacum officinale Gewöhnliches Ferkelkraut Hypochoeris radicata Wiesen Schaumkraut Cardamine pratensis Der so häufige Löwenzahn Taraxacum officinale mag auf den ersten Blick als Nahrungsquelle unbedeutend erscheinen Er wird aber häufig vor allem von Sandbienen Andrena besucht hier von einem Weibchen der Art Andrena nitida Hier besucht eine Königin der Ackerhummel Bombus pascuorum den Löwenzahn in meinem Garten Allein für den Hornklee haben meine Untersuchungen ergeben daß er von 57 Bienenarten als Pollenquelle genutzt wird für den Löwenzahn konnte ich anhand von Pollenanalysen sogar 72 Bienenarten ermitteln in meinem Grundlagenwerk Die Wildbienen Baden Württembergs bereits 1989 veröffentlicht Wiese in einem Hausgarten ein Jahr nach der Umstellung Zwar blühten zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Löwenzahn Exemplare und viele Gänseblümchen im Laufe der Zeit kamen jedoch aufgrund der nur noch zwei bis dreimaligen Mahd und Entfernen des Mähguts viele weitere Arten hinzu Blumenwiesen sind artenreiche ertragsarme Mähwiesen mit hohem Kräuteranteil Ihr Schnitt ist so abgestimmt daß möglichst viele erwünschte Pflanzen ihre Blütenbildung und Samenreife abschließen können Dem Stadtbewohner bieten sie nicht nur mehr Naturerlebnis sondern sind auch ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Erhaltung vielfältiger Lebensgemeinschaften Straßen und Wegränder sowie Teilflächen in Parks und Grünanlagen sind geeignete Standorte Hausgärten sind für diese Art des Nahrungsangebots nicht immer geeignet vor allem wenn sie zu klein sind Als Spiel oder Liegefläche können sie nämlich nicht genutzt werden Magerwiese fünf Jahre nach der Umstellung vom häufig gemähten Rasen zur Blumenwiese Mai Aspekt Es blühen Scharfer Hahnenfuß Rotklee Margerite Wiesen Glockenblume und Wiesen Pippau Wiesenbesitzer sollten auf den oftmaligen Einsatz des Rasenmähers verzichten und statt dessen nur zweimal im Jahr mit der Sense bzw Motorsense oder mit dem Balkenmäher mähen Das Mähgut darf nicht liegen bleiben und sollte separat kompostiert werden Zahlreiche Wiesenkräuter sind wichtige Nahrungsquellen für Wildbienen Sie vertragen aber das regelmäßige Mähen mit dem Rasenmäher nicht und bleiben nach wenigen Jahren ganz aus Ideal wäre es wenn benachbarte Wiesenbesitzer während des Sommers nicht zur gleichen Zeit mähen würden damit den blütenbesuchenden Insekten nicht schlagartig die gesamte Nahrungsgrundlage entzogen wird sondern wenn sie den Mähtermin entsprechend miteinander abstimmen würden Eine empfehlenswerte Methode ist auch eine gestaffelte Mahd zuerst wird eine Hälfte der Wiese gemäht Sobald sich auf dieser Fläche wieder die ersten Blüten zeigen mäht man die andere Hälfte Ist die zur Verfügung stehende Wiese groß genug kann man sie auch dreiteilen ein Drittel wird viermal ein Drittel dreimal ein Drittel zweimal jährlich gemäht Dadurch wird für eine große Vielfalt an Wiesenkräutern gesorgt Gemäht werden muß auf jeden Fall da sonst konkurrenzschwache Wiesenarten verschwinden und die Wiese durch

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Pionierflächen
    Rande der Stadt Tübingen mit blühender Wilder Möhre Daucus carota Gewöhnlichem Bitterkraut Picris hieracioides und Wilder Karde Dipsacus fullonum Eine Industriebrache bei Heilbronn mit einem großen Bestand von Gewöhnlichem Natterkopf Echium vulgare Wilder Resede Reseda lutea und Gewöhnlichem Hornklee Lotus corniculatus Für manche sehen sie möglicherweise nicht besonders schön aus Auch vorübergehend sich selbst überlassene Flächen wie diese von der Wilden Möhre und vom Bitterkraut sowie von Gewöhnlichem Natterkopf und Wilder Resede geprägten Ruderalstellen haben als Nahrungsräume von Wildbienen eine hohe Bedeutung Viel zu häufig werden hier Pflegemaßnahmen durchgeführt d h gemäht oder gemulcht wodurch ein wichtiger Nahrungsraum beseitigt oder stark beeinträchtigt wird Auch ohne gezieltes Einsäen wachsen nach dem Umgraben verschiedene Pionierpflanzen auf einem Ackerwildkräuterbeet Erfolgreicher ist aber die gezielte Einsaat von Samen bestimmter Ackerwildkräuter Dies gelingt allerdings nur wenn wir die spezifischen Keimtemperaturen und zeiten berücksichtigen und im Herbst bzw Frühjahr für offenen Boden sorgen den alle Pionierpflanzen für Keimung und Entwicklung benötigen Kornblume Centaurea cyanus und Klatsch Mohn Papaver rhoeas z B keimen schon im Herbst der Ackersenf Sinapis arvensis erst im zeitigen Frühling Einige Pionierpflanzen kann man auch auf einem Schutthaufen Bauschutt aus Mörtel und Steinen im Garten ansiedeln Beim Hausbau kann man auch einfach ein Stück Rohbodengelände zunächst ganz der Natur überlassen Lehmiger Boden wird mit Kies oder Sand stark angereichert um seine Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen und dadurch die Standortverhältnisse zu verbessern Unerwünschte Pflanzen stellen sich dann weniger häufig ein Sobald die Pflanzen ihre Samen verstreuten bearbeiten wir den Boden so daß sie sich selbst vermehren können Wer viel Platz hat und die Kosten nicht scheut kann auch eine LKW Ladung mit ungewaschenen Kies oder mit Kalkschotter gemischter Korngrößen kaufen und im Garten an einer gut besonnten Stelle abkippen lassen Die Kies oder Schotterfläche kann man mit Pionieren trockenwarmer Standorte gezielt bepflanzen oder man überläßt

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nahrungsangebot_04.php (2016-04-27)
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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Ein- und zweijährige Blumen
    tridentata Dioxys cincta Eucera nigrescens Megachile parietina Megachile rotundata Melecta albifrons Osmia adunca Osmia bicornis Osmia brevicornis Osmia caerulescens Osmia cornuta Osmia florisomnis Osmia rapunculi Osmia truncorum Stelis breviuscula Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Verbesserung des Nahrungsangebots 5 Ein und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen Unter den ein und zweijährigen Pflanzen wie unter den Nutzpflanzen gibt es eine ganze Reihe von Arten die für Wildbienen sehr attraktiv sind und sich in einem Garten leicht kultivieren lassen Roter Fingerhut Digitalis purpurea Die ausgesprochen hübsche Großblütige Strahldolde Orlaya grandiflora ist ein inzwischen extrem seltenes Element der Begleitflora auf Kalkscherbenäckern kann aber auch im Garten auf Kalkboden als zweijährige Pflanze kultiviert werden Als Warmkeimer benötigt sie eine Aussaat oder Bodenbearbeitung bereits im August Unter den zweijährigen Frühlings oder Sommerblumen sind das Silberblatt Lunaria annua und die Nachtviole Hesperis matronalis Die Blauschwarze Holzbiene Xylocopa violacea wird dort wo sie vorkommt wie magisch von dem zweijährigen Muskateller Salbei Salvia sclarea angezogen Im Ziergarten sollte unter den Sommerblumen neben der ungefüllten Kornblume Centaurea cyanus auch die Garten Resede Reseda odorata nicht fehlen Sie bietet der Reseden Maskenbiene Hylaeus signatus Nahrung die ausschließlich Reseda Arten besucht Sehr attraktiv sind auch zwei andere Reseda Arten die Weiße Reseda Reseda alba und die Färber Resede Reseda luteola die sich auch im Container auf der Terrasse kultivieren lassen Reseden Maskenbiene Hylaeus signatus hier ein Männchen an Blüten der Weißen Resede In jüngster Zeit wird vermehrt der aus dem Mittelmeerraum stammende und in Deutschland unbeständige Wegerichblättrige Natterkopf Echium plantagineum kultiviert Er zählt in einem Wildbienen Garten zu den besonders empfehlenswerten einjährigen Blumen Eine Möglichkeit den Wildbienenarten

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  • Verbesserung des Nahrungsangebots: Zwiebelgewächse
    Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Verbesserung des Nahrungsangebots 6 Zwiebelgewächse Zwiebelgewächse lassen sich im Rasen in der Blumenwiese im Staudenbeet unter lichtem Gehölz oder im Steingarten verwenden Unter den Frühblühern sei vor allem der Blaustern Scilla siberica empfohlen Die etwas später aufblühenden Traubenhyazinthen Muscari werden vor allem von den Männchen der Rostroten Mauerbiene Osmia bicornis besucht Der Milchstern Ornithogalum umbellatum wird in erster Linie von wenigen spezialisierten Bienenarten besucht Zwiebelgewächse lassen sich im Rasen in der Blumenwiese im Staudenbeet unter lichtem Gehölz oder im Steingarten verwenden Unter den Frühblühern sei vor allem der Blaustern Scilla siberica empfohlen Die etwas später aufblühenden Traubenhyazinthen Muscari werden vor allem von den Männchen der Rostroten Mauerbiene Osmia bicornis besucht Der Milchstern Ornithogalum umbellatum wird in erster Linie von wenigen spezialisierten Bienenarten besucht Im Sommer blühende Lauch Arten wie Kugel Lauch Allium sphaerocephalon Gelber Lauch Allium flavum Runder Lauch Allium rotundum und Berg Lauch Allium montanum sind die ausschließlichen Pollenquellen der Lauch Maskenbiene Hylaeus punctulatissimus die dem Anbau von Zwiebeln und Küchen Lauch in den menschlichen Siedlungen gefolgt ist und hier immer wieder beobachtet werden kann Weil der Schnittlauch viel früher blüht kommt er als Pollenquelle für die Maskenbiene nicht in Frage Zahlreiche Zwiebelgewächse Wildtulpen manche Lauch Arten u a stammen aus vorderasiatischen Gebieten u a Türkei von wo manche Arten in großen Mengen importiert werden und dadurch an ihren Wildstandorten bereits stark bedroht sind Wir sollten daher nur nachweislich durch Samen oder Brutzwiebeln vermehrte Pflanzen verwenden und im Zweifelsfall lieber auf diese Zwiebelgewächse verzichten Scilla im Park Scilla im Park Anfang April blüht im Alten Botanischen Garten von Tübingen ein großer Bestand des Blausterns

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