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  • Förderung von Wildbienen Grundlagen
    Nisthilfen und dem besseren Nahrungsangebot profitieren z B auch verschiedenste Arten der Echte Grabwespen Crabronidae Wegwespen Pompilidae Faltenwespen Vespidae Schlupfwespen Ichneumonidae Schmalbauchwespen Gasteruptionidae Erzwespen Torymidae Eurotymidae Leucospidae Eulophidae Goldwespen Chrysididae zur Fotogalerie Keulenwespen Sapygidae Käfer u a Melioidae Cleridae und Fliegen u a Bombyliidae Conopidae Drosophilidae Die folgende Bilderserie zeigt keine Wildbienen sondern beispielhaft einige Arten der vorstehend aufgeführten Gruppen die an Nisthilfen mehr oder weniger regelmäßig zu beobachten sind Dabei handelt es sich sowohl um nestbauende Arten als auch um deren Gegenspieler z B Futterschmarotzer 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Play passaloecus eremita fs jpg Passaloecus eremita Echte Grabwespen Familie Crabronidae Die recht unscheinbare schwarz glänzende Grabwespen Art Passaloecus eremita zeigt eine starke Bindung an Kiefern wo man die Nester leicht in den Verpuppungsräumen einer Blattwespe in der Kiefernrinde findet Sie nutzt aber auch die Fraßgänge von Anobien Holzwürmern in totem Holz und nimmt Bohrungen mit einem Durchmesser von 3 4 mm in Nisthilfen gern an vor allem in der Nähe von Waldrändern Die Nester sind leicht von denen anderer Passaloecus Arten zu unterscheiden durch die Verwendung von Kiefernharz für den Bau der Zwischenwände und den Nestverschluß Der frische Nestverschluß ist weißlich und wird nach dem Aushärten matt und gelb Schon vor Beginn der Verproviantierung des Nestes wird der Nesteingang ringsum mit Harztröpfchen versehen wegwespe003 fs jpg Wegwespen Pompilidae Wegwespen jagen Spinnen als Nahrung für ihre Brut Nur wenige Arten besiedeln auch Nisthilfen Hierzu gehören Dipogon hircanum Dipogon nitidum und Auplopus carbonarius Viele Arten sind anhand von Fotos nicht zu bestimmen ancistrocerus antilope 08 5686 612 fs jpg Ancistrocerus antilope Faltenwespen Familie Vespidae Mehrere Arten solitärer Faltenwespen sind als Besiedler von Bohrungen von Nisthilfen bekannt Hierzu gehören vor allem Vertreter der Gattungen Ancistrocerus Euodynerus Microdynerus und Symmorphus Als Nahrung für ihre Brut tragen sie gelähmte Larven von Kleinschmetterlingen oder Rüsselkäfern ein Die hier abgebildete Art nistet vorwiegend in Gängen mit einem Durchmesser von 6 mm Sie besiedelt sowohl Bambusröhrchen als auch Bohrungen in trockenem Holz Die Beutetiere sind Kleinschmetterlingsraupen Ein Weibchen ist gerade dabei den Pollen aus einem bereits von Osmia bicornis zuvor genutzten Nest auszuräumen um selbst darin zu nisten ephialtes fs jpg Ephialtes manifestator Schlupfwespen Familie Ichneumonidae Diese Schlupfwespe ist ein Parasitoid Raubparasit vorwiegend bestimmter Osmia Arten insbesondere von Osmia florisomnis und Osmia rapunculi deren Brutzellen sie an meinen Nisthilfen alljährlich mit Eiern belegt Auf dem Foto ist zu erkennen wie der Legebohrer in den Nestgang geführt wird in dessen Innern sich Zellen von Osmia florisomnis befinden Die sehr ähnlichen Arten der Gattung Ephialtes sind auf einem Foto ohne Belegexemplar nicht sicher zuordnen Ephialtes manifestator ist die häufigste Art der Gattung in Mitteleuropa gasteruption 08 11378 fs jpg Gasteruption jaculator Weibchen Schmalbauchwespen Familie Gasteruptionidae Wegen ihrer keulenartig verdickten Hinterschienen werden sie wenig glücklich auch Gichtwespen genannt Der Legebohrer des Weibchens kann je nach Art sehr kurz oder mehr als körperlang sein Alle Arten der Gattung Gasteruption sind Futterparasiten von Wildbienen In Mitteleuropa sind die Wirte der 18 Gasteruption Arten meist Maskenbienen Hylaeus

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  • Nisthilfen für Bewohner vorhandener Hohlräume -A-
    kommenden März sind zahlreiche Männchen ich habe 61 gezählt geschlüpft und schwärmen vor den Röhrchen wo sie ihre einige Tage später erscheinenden Weibchen erwarten Bei einigen Röhrchen ist der Nestverschluß noch unversehrt Aus ihnen sind demnach bisher weder Männchen noch Weibchen geschlüpft Teil eines käuflichen Nistkastens Fa Wildbienenschreiner mit besiedelten Schilfhalmen und aus den vorjährigen Nestern frisch geschlüpften Männchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta Auch dies sind Möglichkeiten Bambusröhrchen waagrecht und stabil unterzubringen Die Verwendung von Lochziegeln hat nur auf diese Weise Sinn Auf jeden Fall sollten die Bambusröhrchen waagrecht orientiert sein Zur Not kann man auch Schilf und Strohhalme oder käufliche Pappröhrchen verwenden Die Rolle aus Schilfhalmen wurde auf folgende Weise gefertigt Eine als Sichtschutz im Baumarkt erhältliche Schilfmatte wurde mit einer scharfen Rebschere auf Längen von ca 30 cm gekürzt und die Teilstücke wurden aufgerollt Besser weil schärfer ist die Verwendung einer elektrisch getriebenen Laubsäge Auf diese Weise erhält man schnell viele Röhrchen die vorne nicht zerfasert sind Einige Arten nehmen aber auch Schilfhalme an die nur mit einer Rebschere geschnitten wurden und daher vorne etwas zerfasert sind In der nachstehend abgebildeten Rolle und in dem käuflichen Nistkasten nisten Mauerbienen Scherenbienen Löcherbienen Maskenbienen und diverse Grab und Faltenwespen mit ihren Gegenspielern Es besteht allerdings die Gefahr daß Meisen oder Spechte während des Winters die relativ dünnen Stengelwände aufhacken und die Brut fressen es sei denn die Nester sind in der kalten Jahreszeit mit einem Maschendraht geschützt Schilfrolle Käuflicher Nistkasten mit Schilfhalmen Fa Schwegler Hartholz mit Bohrgängen Für eine weitere Art von Nisthilfen benötigen wir abgelagertes entrindetes Hartholz z B Esche Buche Hainbuche Eiche das keinesfalls mit Holzschutzmitteln behandelt sein darf Nadelholz Fichte Tanne Kiefer kann nur ein Notbehelf sein da sich dessen Fasern nach dem Bohren bei Feuchtigkeit wieder aufrichten die Bienen aber glatte Innenwandungen bevorzugen Ich selbst bevorzuge Eschenholz Eichenholz kann man auch nehmen es wird um so härter je älter es ist und führt leicht zur Überhitzung der Bohrer Buchenholz ist zwar ebenfalls geeignet es tendiert aber zu Rissen Größe und Form der Nisthilfen sind eigentlich unerheblich Blöcke können aber die Handhabung erleichtern vor allem das Glätten der Bohrungen Etwa ziegelsteingroße Hartholzreste von einer Schreinerei einer Sägerei oder einer Stielfabrik sind besonders gut zu handhaben Dicke Äste wie man sie im Wald findet oder beim Förster bekommt sind nur geeignet wenn sie nach der Ernte lange genug getrocknet wurden Sie sind aber eher ein Notbehelf Ich selbst bevorzuge 7 cm starkes Dielenholz das mindestens 2 Jahr trocken gelagert wurde und lasse es vom Schreiner in entsprechend große Blöcke sägen z B 8 cm breit 20 cm hoch 10 cm tief oder 10 cm x 25 cm x 15 cm In das Holz werden Gänge von 5 10 cm Tiefe und 2 8 mm Durchmesser gebohrt Empfehlenswert ist die Kombination verschieden großer Gänge in einer Nisthilfenanlage doch sollten Bohrweiten von 3 6 mm überwiegen Die einzelnen Arten wählen dann die ihrer eigenen Größe Kopfbreite entsprechenden Bohrgänge zum Nestbau aus Wenn bestimmte Arten die Nisthilfen nicht besiedeln kann

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_02a.php (2016-04-27)
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  • Nisthilfen für Bewohner vorhandener Hohlräume -A-
    endloser Tonstrang gefertigt Dieser Strang enthält bereits die Hohlräume Beim Schneiden der einzelnen Ziegel wird der noch weiche Ton an der Schnittstelle zusammen gedrückt und die Hohlräume dadurch verengt Dank an Volker Fockenberg für den Hinweis Man kann sie aber mit einem Bohrer entsprechender Größe auf den tatsächlichen Durchmesser erweitern Da die Ziegel recht lang sind halbiere ich sie indem ich den Ziegel mit beiden Händen halte und in der Mitte auf eine harte Kante schlage Man kann auch einen Winkel oder Trennschleifer hierfür verwenden Dadurch kann man die Zahl der gangartigen Hohlräume verdoppeln Allerdings darf man nicht vergessen das Hinterende jedes Gangs zu verschließen um diesen zu verdunkeln Strangfalzziegel mit 6 mm Durchmesser der Hohlräume Hohlstrangfalzziegel der Koramik Manufaktur von Wienerberger Mit einem Steinbohrer kann man die durch den Brennvorgang etwas verengten Eingänge leicht erweitern Strangfalzziegel mit 8 mm Hohlraum Durchmesser Strangfalzziegel Profil von CREATON und mit 6 mm Hohlraum Durchmesser Hohlstrangfalzziegel von Wienerberger nach der Bearbeitung mit einem Bohrer Damit die Gänge hinten verschlossen und damit dunkel sind wurden sie mit Polsterwolle die ich auch für meine Hummelnistkästen verwende verstopft Man kann hierfür aber auch Watte nehmen Zur Internetseite der Koramik Manufaktur dort im unteren Teil der Seite langer Link mit TinyURL gekürzt Hohlstrangfalzziegel von Wienerberger Zur Internetseite von CREATON Strangfalzziegel von CREATON Nachdem ich von einem Besucher dieses Portals einen Hinweis erhalten hatte der Strangfalzziegel der Fa CREATON hätte nach einer Design Änderung jetzt ovale Öffnungen habe ich einen Musterziegel bestellt Dieser hat jetzt 4 April 2015 tatsächlich fünf ovale und vier runde Öffnungen wobei die runden nur noch 5 mm Durchmesser haben Sowohl die ovalen als auch die runden Hohlräume wurden Osmia cornuta besiedelt allerdings nur von kleineren schlankeren Weibchen Auch bei diesem Hohlraum Typ sollte man nach dem Verlassen der Nester gründlich prüfen im folgenden Winter die Gänge reinigen um sie für eine erneute Besiedlung nutzbar zu machen Die Reinung gilt vor allem den verlassenen Nestern der Gehörnten und Rostroten Mauerbiene Ein Weibchen der Gehörnten Mauerbiene vor einem ovalen Gang im neuen Ziegeltyp von CREATON den es als Nistmöglichkeit bereits nutzt Das untere Foto zeigt bereits mit Lehm verschlossene ovale Gänge April 2015 Bienenstein nennt Herr Fockenberg diese Nisthilfe aus gebranntem Ton Sie hat sich für einige Hohlraumbesiedler bewährt wie man im rechten Bild sieht wo außer der Gehörnten Mauerbiene und der Rostroten Mauerbiene auch die Hahnenfuß Scherenbiene mit ihrem Kuckuck der Keulhornbiene Sapyga clavicornis zu sehen sind Diese Nisthilfe ist unter der Bezeichnung Bienenstein terracotta im Onlineshop von Herrn Fockenberg zu erhalten Nestgänge mit Einblick Einige Firmen bieten ein sogenanntes Insekten Nisthaus für solitär lebende Insekten zur Beobachtung an Dieses Nisthaus enthält durchsichtige Acrylglasröhrchen auch bekannt unter dem Markennamen Plexiglas Zwar lassen sich hierdurch tatsächlich Wildbienen und andere Besiedler bei ihren Aktivitäten im Röhrchen beobachten doch besteht durch die Verwendung dieses wasserdampfundurchlässigen Materials stets die Gefahr der Verpilzung des Larvenfutters und damit des Absterbens der Brut Weiteres hierzu auf der Seite über untaugliche Nisthilfen Für Beobachtungszwecke ist es günstiger in ein Holzstück eine Nut

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_02b.php (2016-04-27)
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  • Nisthilfen: Nestverschlüsse
    brevicornis Charakteristisch am Nestverschluß dieser Art ist daß dieser nicht am Beginn des Eingangs zum Nest gebaut wird sondern ca 5 10 mm davon entfernt im Innern megachile nestverschluesse fs jpg Abb 4 Megachile rotundata links und Megachile willughbiella Die Blattschneiderbienen die in vorhandenen Hohlräumen nisten verwenden unterschiedliche Blattmaterialien zum Nestbau Megachile rotundata verwendet eher weiche schon leicht verwelkte Blattstücke von krautigen Pflanzen während Megachile willughbiella das Material eher von Sträuchern gewinnt osmia rapunculi florisomne 312 fs jpg Abb 5 Osmia rapunculi links und Osmia florisomnis Auf dem linken Foto sieht man wie das Weibchen von Osmia rapunculi in den weichen und sehr feuchten Nestverschluß kleine helle Steinchen einbaut Das rechte Foto zeigt einen Nestverschluß der nahverwandten Art Osmia florisomnis im Winterzustand der durch Pilzbefall schwarz geworden ist was für diese Art typisch zu sein scheint osmia adunca nestverschluesse 02 fs jpg Abb 6 Osmia adunca Die beiden Nestverschlüsse in unterschiedlichen Nisthilfen aus Holz zeigen schön die Verwendung von abgenagtem Holz zusätzlich zu dem mineralischen Mörtel osmia cornuta 09 1434 fs jpg Abb 7 Osmia cornuta Frisch verschlossenes Nest in einem Bambusröhrchen Beachte die reliefartige Oberfläche des Verschlusses osmia cornuta nestverschluesse 08 9683 680 fs jpg Abb 8 Osmia cornuta Sechs verschlossene Nester der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta in zwei Strangfalzziegeln mit einem Gangdurchmesser von 6 mm Die Oberfläche der Nestverschlüsse ist meist ziemlich rauh osmia bicornis 08 4771 680 fs jpg Abb 9 Osmia bicornis Die Nestverschlüsse der beiden häufigsten Mauerbienenarten kann man kaum voneinander unterscheiden es sei denn man hat die Erbauerinnen bei ihrer Arbeit beobachtet megachile ericetorum 08 12174 fs jpg Abb 10 Megachile ericetorum Der Nestverschluß dieser Mörtelbienenart unterscheidet sich von dem für den Zellenbau verwendeten Material Er ähnelt außerordentlich dem von Osmia bicornis und Osmia cornuta Der von der Art bevorzugte Innendurchmesser bei Nisthilfen ist 6 mm ancistrocerus nestverschluss fs jpg Abb 11 Ancistrocerus spec Das Nest wurde in einem Bambusröhrchen angelegt Der Nestverschluß ist nur mit Erfahrung von dem von Osmia bicornis zu unterscheiden Seine Oberfläche ist aber stärker geglättet passaloecus eremita 08 11388 fs jpg Abb 12 Passaloecus eremita Charakteristisch für diese Grabwespenart ist nicht nur die Verwendung von Kiefernharz sondern auch das Aufbringen kleiner Harztröpfchen rund um den Nesteingang bereits vor Beginn des Eintragens von Blattläusen als Beutetiere vergrößerter Nestschluß links oben osmia truncorum nestverschluesse fs jpg Abb 13 Osmia truncorum Die Gewöhnliche Löcherbiene verwendet als Grundbaustoff für den Nestverschluß Harz setzt aber in das Harz allerlei Kleinmaterial wie Sandkörnchen winzige Steinchen oder kleinste Holzspäne auplopus carbonarius zellen fs jpg Abb 14 Auplopus carbonarius Manche Besiedler unserer Nisthilfen fertigen keinen Nestverschluß obwohl sie in Hohlräumen z B Bambusröhrchen nisten Ein Beispiel hierfür ist die Wegwespe Auplopus carbonarius die charakteristische Brutzellen aus mineralischem Mörtel baut In den zwei geöffneten Zellen unteres Bild sind die in seidigen leicht durchsichtigen Kokons liegenden Ruhelarven Überwinterungsstadium der Wegwespe zu erkennen Vorgehensweise bei dem Schlüssel Schritt für Schritt wird ein Merkmal nach dem anderen geprüft bis die gesuchte Art bzw Hautflügler Gruppe gefunden ist 2 bedeutet weiter bei

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nestverschluesse.php (2016-04-27)
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  • Nisthilfen für Bewohner markhaltiger Stengel
    markhaltigen Stengeln nistende Wildbienen bei der Suche nach einem geeigneten Nistplatz bevorzugt an vertikalen Strukturen orientieren Sie werden gegenüber Brombeerranken die mit ihrem Ende nach unten gerichtet sind bevorzugt Gebündelte Stengel werden von solchen Art nicht angenommen Stengel der von Osmia tridentata Dreizahn Mauerbiene besiedelt ist Der Nesteingang anderer Besiedler Mauerbiene Osmia leucomelana oder verschiedene Grabwespen sieht genauso aus lediglich der Durchmesser ist geringer Ohne eine direkte Beobachtung der Nestinhaberin kann also nicht festgestellt werden wer in dem Stengel nistet Einige Wildbienen verwenden zum Nisten ausschließlich abgebrochene oder abgeschnittene markhaltige dürre Zweige bzw Stengel von Brombeeren Himbeeren Heckenrosen Königskerzen Disteln Kletten oder Beifuß In das weiche Pflanzenmark nagen sie einen Gang für das Nest Die Bruch bzw Schnittstelle ermöglicht den Bienen den Zugang Nur die verhältnismäßig große Dreizahn Mauerbiene Osmia tridentata ist in der Lage seitlich ein Loch in die verholzte Stengelwand zu nagen Die Bilder zeigen einen geöffneten Königskerzen Stengel mit drei Zellen von Osmia tridentata mit jungen Larven und ein Weibchen beim Pollensammeln an der Wilden Platterbse Lathyrus sylvestris Bei Heckenrosen genügt es mit der Rebschere die Enden dürrer Zweige abzuschneiden Bei Brombeerhecken könnte man genauso verfahren Gärtner empfehlen aber zur Verhütung von Krankheiten nach der Ernte die alten Ranken ganz zu entfernen Anstatt diese zu verbrennen schneidet man sie in meterlange Stücke und stellt sie frei im Garten auf oder bindet sie mehr oder weniger vertikal orientiert an den Gartenzaun oder befestigt sie an zwei zwischen zwei Pfosten gespannten Drähten Mit alten Himbeerruten kann man in gleicher Weise verfahren Auch abgeblühte Königskerzen v a Verbascum densiflorum Disteln und der Gewöhnliche Beifuß lassen sich gut verwenden Hier entfernt man nach der Samenreife Blätter und Seitentriebe schneidet den Stengel über dem Boden ab und entfernt den Fruchtstand Dicke Königskerzen Stengel neigen aber zum Reißen Um dies zu verhindern nehme

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_03.php (2016-04-27)
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  • Nisthilfen für Bewohner von Totholz
    aufschichten In Parks und Friedhöfen ist der dort oft vorhandene Altbaumbestand von hoher Bedeutung Die weißfaulen Äste verschiedener Laubhölzer sind hervorragende Nistgelegenheiten für Morschholzbewohner Leider wird wegen der Gefahr herabstürzender Äste der Altholzbestand regelmäßig dezimiert Das bei Baumsanierungen anfallende Holz sollte aber nicht verbrannt sondern an einer geschützten Stelle mehrere Jahre offen gelagert werden Ein abgestorbener Apfelbaum in einem Streuobstwiesengebiet Nutzer einer Streuobstwiese sollten wissen Dicke abgestorbene Äste und erst recht ein ganzer abgestorbener Baum sind für viele Jahre ein hervorragener Kleinlebensraum nicht nur für Spechte und deren Nachmieter sondern auch für viele Insektenarten Bei einer unvermeidbaren Rodung sollte wenigstens ein Teil des Stammes oder ein größerer Strunk bis zur völligen Verrottung stehen gelassen werden Anfallendes morsches Holz sollte nicht verbrannt werden sondern mindestens zwei Jahre an einer nicht zu schattigen Stelle gelagert werden damit sich die darin befindliche Bienenbrut noch voll entwickeln und schlüpfen kann Stammholz und starke Äste können natürlich auch gezielt zu einem Holzstapel aufgeschichtet werden und bis zur völligen Verrottung für viele Jahre als Nistplatz dienen Weibchen der Blauschwarzen Holzbiene Xylocopa violacea beim Anflug an einen Stamm in dem sich das Nest befindet Diese Art gehört zu den größten heimischen Wildbienen Sie ist etwa so groß wie eine Hummelkönigin Man kann die Holzbiene nicht nur durch geeignete Pollenquellen in den eigenen Garten locken sondern auch durch das Aufstellen von morschem aber noch ziemlich hartem Laubholz Weide Pappel Apfel Birne Auf meiner Terrasse nisten seit mehreren Jahren ein bis fünf Weibchen in Stämmen die ich dann ersetze wenn sie von den Holzbienen ausgehöhlt sind Eingang zu einem Nest der Holzbiene Xylocopa violacea in einem Pfahl Das von mir mit einem scharfen Taschenmesser in dem harten Holz mühsam geöffnete Nest das in dem links gezeigten Pfahl angelegt war zeigt 6 Brutzellen mit dem Larvenfutter und jungen Larven Die

    Original URL path: http://wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_04.php (2016-04-27)
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  • Nisthilfen für Steilwandbewohner
    spezialisierte Arten haben die Nistgelegenheiten in den letzten Jahrzehnten enorm abgenommen Einige Arten wie die Frühlings Pelzbiene Anthophora plumipes die Vierfleck Pelzbiene Anthophora quadrimaculata die Buckel Seidenbiene Colletes daviesanus und die Lamellen Maskenbiene Hylaeus hyalinatus sind vor langer Zeit in die Siedlungen eingewandert um hier ihre Nester in Gemäuern die mit Kalkmörtel verfugt wurden zu bauen Aber auch diese Nistplätze haben durch moderne Bauweisen und die Verwendung von Zementmörtel rapide abgenommen Ein adäquater Ersatz ist innerhalb der Siedlungen kaum zu schaffen aber zumindest im Kleinen ist etwas machbar Künstliche Lößwand ím Garten des Autors Vorgehensweise Ein asbestfreier Eternit Blumenkasten Zementfaserkasten von etwa 60 cm Länge 15 cm Breite und mindestens 15 cm Tiefe ersatzweise tut es auch ein entsprechend großer Kasten aus massivem Holz wird vollständig mit Löß möglichst in seiner natürlichen Sedimentstruktur gefüllt Am besten ist es ganze Stücke dieses Lockergesteins in der für den Blumenkasten passenden Größe mit einem Spaten abzustechen und einzusetzen In die Zwischenräume wird feuchtes Material gedrückt Man sollte bevorzugt deshalb anstehenden Löß wählen weil die Sedimentstruktur viel leichter durch Regen gelöst und weggespült wird wenn sie einmal zerstört ist Es versteht sich von selbst daß sich die Entnahme von Löß nur dort empfiehlt wo er natürlicherweise im Überfluß vorhanden ist und wo kein wertvoller Lebensraum beeinträchtigt wird In das Sediment werden mit einem Bohrer mehrere kurze Gänge von 5 8 mm Durchmesser geschaffen Diese sind nicht für Hohlraumbesiedler gedacht auch wenn sie von ihnen gelegentlich genutzt werden Die dunklen Löcher üben eine magische Anziehungskraft auf grabende Wildbienen Arten aus Diese sollen nämlich angelockt werden hineinkriechen und am Ende mit dem Graben ihres eigenen Nestganges beginnen Fünf solcher Kästen übereinandergestapelt ergeben mit ihren lößgefüllten Seiten als Front eine Mini Steilwand die an einer südexponierten Stelle der Hauswand oder der Gartenmauer aufgestellt wird das obere Bild

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  • Nisthilfen für im Erdboden nistende Arten
    Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Verbesserung der Nistmöglichkeiten 5 Nisthilfen für im Erdboden nistende Arten Wo sich kein Lößlehm beschaffen läßt ist es besser mit Sand gefüllte Blumenkästen aufzustellen oder wie oben eine sonnenexponierte Stelle im Garten mit Bruch oder Hohlblocksteinen 50 100 cm hoch einzufassen und ganz mit Flugsand oder lehmigem Sand auszufüllen Gewaschener Kies ist als Nistsubstrat nicht geeignet Mehrere Arten von Wildbienen z B die Schmalbienen Art Lasioglossum morio aber auch Grabwespen z B die Fliegenspießwespe Oxybelus uniglumis oder die Knotenwespe Cerceris rybyensis sowie Wegwespen werden dieses Angebot bald finden und spontan besiedeln 75 aller heimischen nestbauenden Bienenarten nisten im Erdboden Die Frühlings Seidenbiene Colletes cunicularius nistet besonders gerne im Sand und nutzt in der Umgebung vor allem blühende Weiden und Ahorne als Pollenquellen Dort wo der Boden durch regelmäßigen Tritt etwas verdichtet ist das kann auch der Gartenweg sein nistet bevorzugt die Zaunrüben Sandbiene Andrena florea allerdings nur dann wenn in der Nähe auch männliche Zaunrüben blühen Trockene von der Sonne beschienene und nur schütter bewachsene Böschungen sind beliebte Niststellen für zahlreiche Wildbienenarten Aus Sand sandigem Lehm oder im einfachsten Fall aus dem Rohboden der beim Bauaushub anfällt lassen sich auch künstliche Böschungen anschütten die nicht mit humusreichem Oberboden abgedeckt werden dürfen Der natürlichen Vegetationsentwicklung lassen wir zunächst freien Lauf Erst wenn der Bewuchs dichter geworden ist schaffen wir durch Auslichten wieder neue Niststellen Wenn sich die Böschungen zu rasch bewachsen pflegen wir sie wie eine Blumenwiese Vor allem in Sandgebieten kann man den Erdnistern auch ebene Flächen hier genügt bereits ein Quadratmeter anbieten indem man die Pflanzendecke und die Humusschicht entfernt und die sich im Laufe der Zeit einstellende Vegetation ebenfalls bei Bedarf auslichtet Es gibt allerdings keine Gewähr welche Arten dieses Angebot annehmen Man sollte

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