archive-info.com » INFO » W » WILDBIENEN.INFO

Total: 221

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Wildbienen: Nestbauten
    Ein typisches Nest von Ceratina cyanea Gewöhnliche Keulhornbiene in einem markhaltigen Stengel einer dürren Königskerze Die linke und ältestes Brutzelle enthält bereits eine junge Larven während in den folgenden drei Brutzellen noch das glänzende Ei zu sehen ist Bei Anthophora und bestimmten Anthidium Arten sind die Nester dicht beieinander liegende sich verzweigende Linienbauten in der Erde Das Foto zeigt ein verzweigtes Nest von Anthidium byssinum Große Harzbiene das ich 1985 an einem Waldrand freigelegt hatte Es lag nur wenige Zentimeter tief im Lößböden und enthielt 10 Brutzellen Zweigbauten Von einem Hauptgang führen kurze Seitengänge zu den Brutzellen in der Erde Sie finden sich bei Rophites Schlürfbienen Dufourea Glanzbienen Systropha Spiralhornbienen Halictus Furchenbienen Lasioglossum Schmalbienen Andrena Sandbienen Panurgus Zottelbienen Dasypoda Hosenbienen Melitturga Schwebebienen und Eucera Langhornbienen Zwei Nester von Panurgus calcaratus Stumpfzähnige Zottelbiene in flachem und hängigem Gelände Anfang August aus Westrich 1989 nach Knerer 1980 Haufenbauten Zellkomplexe frei an Steinen bei einigen Osmia Arten und bei Megachile parietina Schwarze Mörtelbiene Nester von Osmia loti und Osmia lepeletieri zweier Mauerbienen Arten von denen die erste nur im Alpenraum vorkommt während die zweite sehr selten auch außerhalb der Alpen in Süddeutschland nachgewiesen wurde Mehrere nebeneinander gereihte Zellen gibt es bei Anthidium strigatum Kleine Harzbiene in Hohlräumen bei Anthidium manicatum Garten Wollbiene Zellhaufen sind auch für Bombus Hummeln typisch Wabenbauten Als Grabwaben in der Erde Bei der Furchenbienen Art Halictus quadricinctus und einigen Lasioglossum Arten Aus Wachs in Hohlräumen Bei der Honigbiene Halictus quadricinctus Vierbindige Furchenbiene baut vorwiegend in Steilwänden gelegentlich auch in ebenen Flächen solche Brutwaben Das Bild enthält eine geöffnete Brutzelle in der die wenige Tage alte Larve auf dem Pollenballen liegt Die folgende Zusammenstellung enthält Nester und Brutzellen verschiedener Bienenarten 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Play andrena florea zelle 680 fs jpg Andrena florea Diese Brutzelle von Andrena florea Zaunrüben Sandbiene wurde nur wenige Zentimeter tief im Boden gebaut Offenbar typisch für diese Art ist daß auf der Zellwandung kleine Tröpchen Nektar zu finden sind Die Pollenkugel enthält ausschließlich Pollen der Zweihäusigen Zaunrübe Bryonia dioica anthophora plagiata amNest 680 fs jpg Anthophora plagiata Ein Weibchen der in Mitteleuropa mittlerweile extrem seltenen Pelzbienen Art Anthophora plagiata ist vor seinem Nest mit Pollen angekommen und wird im nächsten Augenblick in den durchbrochenen röhrenförmigen Eingang kriechen anthophora furcata nest 680 fs jpg Anthophora furcata Normalerweise baut Anthophora furcata Wald Pelzbiene ihre Nester in morsches Laubholz Hier hat ein Weibchen einen dicken Holunderstengel als Nistplatz gewählt Die vier Brutzellen oben sind mit abgenagten Markpartikeln gebaut megachile rotundata nest 08 2421 680 fs jpg Megachile rotundata 2008 ist die wärmeliebende Blattschneiderbienen Art Megachile rotundata erstmals in meinem Garten aufgetaucht und hat hier mehrere Nester in bereitgelegten Bambusröhrchen gebaut Dieses Nest enthielt vier Brutzellen osmia inermis 02 550 fs jpg Osmia inermis Die in Deutschland außerordentlich seltene Mauerbienen Art Osmia inermis verwendet für den Zellenbau Pflanzenmörtel den sie von krautigen Pflanzen durch Abbeißen von Blattstückchen und anschließendes Zerkauen gewinnt Hier wurde die hängende Brutzelle in einer

    Original URL path: http://wildbienen.info/nistweise/nestbauten.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive


  • Wildbienen: Nistplatzkonkurrenz
    war die Konkurrenz um nur begrenzt vorhandene Nistgelegenheiten bekannt Der Bienenforscher Höppner hatte dies schon 1908 am Beispiel der Bewohner von Brombeerstengeln aufgezeigt Aber nicht nur markhaltige Stengel und Zweige auch Käferfraßgänge leere Schneckenhäuser alte Gallen und sonstige vorhandene Hohlräume sind Nistplätze um die oberirdisch nistende Arten miteinander konkurrieren Bei den im Erdboden nistenden Arten ergibt sich wesentlich seltener eine Konkurrenzsituation Je strukturärmer eine Landschaft ist und je geringer das Angebot an spezifischen Nistgelegenheiten desto eher kommt es zu einer Konkurrenzsituation und dies ist heute viel öfter der Fall als in Zeiten mit kleinbäuerlicher Landnutzung Um einen Käferfraßgang bestimmten Durchmessers können sowohl Weibchen der gleichen Bienenart konkurrieren als auch Weibchen verschiedener Arten Ersteres kann nur durch unmittelbare Beobachtung ermittelt werden Im zweiten Fall gibt es eine direkte Form wenn die nestbauenden Weibchen gleichzeitig fliegen die Konkurrenz kann sich aber auch indirekt äußern Nistplätze die von Frühjahrsarten bereits bebaut wurden können von später erscheinenden Arten nicht mehr genutzt werden umgekehrt kann eine spät fliegende Art durch Überbauen unvollendet gebliebender Nestgänge der jahreszeitlich früher aktiven Art deren Nachkommen am Schlüpfen hindern Direkte Nistplatzkonkurrenz Bei einer Untersuchung von Brechtel 1986 zur zwischenartlichen direkten Konkurrenz einiger Hohlraumbesiedler in der Südpfalz traten u a folgende Arten miteinander in Wettbewerb um die gleiche Niströhre die Mauerbienen Arten Osmia caerulescens und Osmia bicornis die Löcherbienen Art Osmia truncorum und die Scherenbienen Art Osmia rapunculi sowie die Mauerbienen Art Osmia niveata und die Scherenbienen Art Osmia rapunculi Osmia truncorum Gewöhnliche Löcherbiene und Osmia rapunculi Glockenblumen Scherenbiene kommen vielfach gemeinsam vor und beanspruchen die gleichen Nistgelegenheiten Sie verwenden allerdings unterschiedliche Materalien zum Nestbau Osmia truncorum Harz Osmia rapunculi Mörtel und kleine Steinchen und sie sind auch beim Pollensammeln unterschiedlich spezialisiert Osmia truncorum Korbblütler Osmia rapunculi Glockenblumen Bisweilen werden bereits begonnene Nester von einem Weibchen der gleichen oder einer anderen

    Original URL path: http://wildbienen.info/nistweise/nistplatzkonkurrenz.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Friese, Die europäischen Bienen
    unweit Blankenburg Thüringen am Fuße des Greifensteins Friese Die europäischen Bienen Tafel 7 Eine Nestanlage der Wald Pelzbiene Anthophora furcata mit 11 Zellen in einem abgesägten Ast eines Apfelbaums Männchen rechts unten Weibchen links oben Friese Die europäischen Bienen Tafel 8 Das oberen Bild zeigt den Klatschmohn mit den rundlichen Blütenblattausschnitten die von der Mohn Mauerbiene Osmia papaveris für das Tapezieren der Brutzelle verwendet werden Auf dem unteren Bild ist rechts eine Brutzelle links der mit Blütenblattstücken des Mohns ausgekleidete Zelleneingang zu sehen Allerdings ist dem Zeichner hier ein Fehler unterlaufen Osmia papaveris trägt die Blattstückchen nicht wie eine Blattschneiderbiene im Flug unter dem Körper sondern als kleines zerknülltes Päckchen in den Mandibeln Friese Die europäischen Bienen Tafel 9 Abb 1 Ein Nest der häufigen Rostroten Mauerbiene Osmia bicornis bei Friese Osmia rufa in einem Schilfrohrstengel eines Dachs Mit einem Männchen im Nesteingang und dem Weibchen rechts daneben Abb 2 Der Schutzbau des Nestes der Mauerbiene Osmia bicolor aus aufgestapelten Kiefernnadeln mit dem das darunter liegende Schneckenhaus verborgen wird Abb 3 Lebensbild der Mauerbiene Osmia aurulenta mit einem Nest im Gehäuse der Weinbergschnecke Helix pomatia dessen Zellen aus zerkauten Blätten der Erdbeere oben gebaut werden Als typische Schmarotzer der Mauerbiene sind links zwei Goldwespen Chrysistrimaculata zu sehen am Nesteingang rechts auch eine Schlupfwespe Friese Die europäischen Bienen Tafel 10 Ein Männchen und drei arbeitende Weibchen der Mauerbiene Osmia inermis an einem gemeinsamen Nest unter einem Stein des Schweizer Bergmassivs Rigi Die Brutzellen sind aus zerkauten Blattstücken gebaut Friese Die europäischen Bienen Tafel 11 Das untere Bild zeigt das Nest der in den Alpen und Mittelgebirgen verbreiteten Mauerbiene Osmia mustelina bei Friese Osmia emarginata mit Männchen und Weibchen Das Nest war aus zerkauten Blättern an einer Felswand bei Innsbruck gebaut worden Das obere Bild zeigt das von dem Stein losgelöste Nest mit Kokons der Mauerbiene und des Schmarotzers der Düsterbiene Stelis franconica Friese verwendet noch den Namen Stelis phaeoptera da Stelis franconica erst 1930 von dem Bienenkundler Blüthgen als nahverwandte aber eigene Art beschrieben wurde Friese Die europäischen Bienen Tafel 12 Ein Nest der Mauerbiene Osmia bicolor das mit Kiefernnadeln abgedeckt wurde Links oben ist das Männchen zu sehen rechts unten ein Weibchen an Hornklee Lotus darüber ein Weibchen das eine doppelte Kiefernadel im Flug herbeiträgt Im rechten unteren Eck fliegt die Goldwespe Chrysis trimaculata bei Friese Chrysis atrata links unten eine Schlupfwespe ein weiterer Schmarotzer Friese Die europäischen Bienen Tafel 13 Abb 1 Brutzellen aus Lehm der Mauerbiene Osmia xanthomelana bei Friese Osmia fuciformis in einem Grasbüschel Abb 2 Die Blattschneiderbiene Megachile centuncularis mit den von ihr verursachten Blattausschnitten an einer Rose Darunter eine fertige Zelle aus Blattstücken Friese Die europäischen Bienen Tafel 14 Nestbau der Mauerbiene Osmia villosa in Felsritzen Die Zellen sind aus Blütenblättern von Wald Storchschnabel Geranium sylvaticum sowie von Hahnenfuß Ranunculus und Habichtskraut Hieracium gebaut Die Nester stammten vom Stubaital Österreich und von Oppenau im Schwarzwald Friese Die europäischen Bienen Tafel 15 Nester der Steinbiene Lithurgus dentipes in einem Hibiscus Stamm in Japan die mit der

    Original URL path: http://wildbienen.info/biologie/friese_tafeln.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Blütenbesuch der Männchen
    Kuckucksbienen dient bei Männchen und Weibchen ausschließlich der Eigenversorgung in erster Linie mit Nektar Daß auch Pollen gefressen wird wurde mehrfach beobachtet Manche Arten werden auf bestimmten Blüten regelmäßig häufiger angetroffen Meist handelt es sich dabei um die bevorzugten Pollenquellen ihrer Wirte So besucht z B die Wespenbienen Art Nomada armata vor allem die Wiesen Knautie Knautia arvensis und Skabiosen Scabiosa spec an denen die Knauten Sandbiene Andrena hattorfiana ausschließlich Pollen sammelt Eine enge Bindung an bestimmte Pflanzenarten als Nektarquellen wie wir sie bei vielen nestbauenden Bienen beim Pollensammeln kennen liegt nicht vor Bei den nestbauenden pollensammelnden Arten muß beim Blütenbesuch streng zwischen Männchen und Weibchen unterschieden werden Männchen der Weißgesichtigen Pelzbiene Anthophora pubescens an Teucrium chamaedrys Männchen besuchen Blüten zur Eigenversorgung mit Nektar Bei spezialisierten Arten deren Weibchen Pollen nur an bestimmten Pflanzen sammeln werden auch die Männchen in der Regel aber nicht ausschließlich an diesen Pflanzen nektarsaugend angetroffen sofern diese Pflanzen in ihren Blüten Nektar darbieten Der Blütenbesuch der Männchen kann daher manchmal Hinweise auf mögliche Spezialisierungen der Weibchen geben So werden z B die Männchen der Zaunrüben Sandbiene Andrena florea fast ausschließlich an Zaunrübe Bryonia beobachtet Hier ist ein Männchen auf der männlichen Blüte von Bryonia dioica zu sehen Die Fotos dieser Reihe können durch Klick auf das Vorschaubild vergrößert werden Ein Männchen der Knautien Sandbiene Andrena hattorfiana beim Blütenbesuch auf einer Acker Witwenblume Knautia arvensis innerhalb der Kardengewächse die am meisten bevorzugte Pollenquelle des Weibchens dieser Art Beachte die weiße Färbung des Clypeus Kopfschild Die Männchen spezialisierter Arten werden aber auch beim Nektarbesuch in den Blüten solcher Pflanzen angetroffen in denen die Weibchen nie Pollen sammeln So saugen z B die Männchen der Efeu Seidenbiene auf Kreuzblütlern wie dem Schmalblättrigen Doppelsamen Diplotaxis tenuifolia wenn der Efeu noch nicht aufgeblüht ist Andrena florea Männchen auf Bryonia dioica Andrena hattorfiana Männchen auf Knautia arvensis Colletes hederae Männchen auf Diplotaxis tenuifolia Männchen besuchen Blüten um unbegattete Weibchen zu finden Die Blüten dienen demnach als Rendez vous Platz Bei einigen Spezialisten findet die Kopula Paarung regelmäßig in den Blüten der artspezifischen Pollenquellen statt So paaren sich z B die Sandbienen Andrena curvungula und A pandellei in Glockenblumen Campanula Blüten Zu beachten ist ferner daß sich die Männchen solcher Arten beim Anflug häufig auf die Blütenblätter setzen ohne Nektar zu saugen Eine Paarung der Schwarzglänzenden Keulhornbiene Ceratina cucurbitina auf einem Köpfchen eines Habichtskrauts Hieracium Männchen suchen Blüten zum Übernachten oder bei schlechtem Wetter auf Besonders die Blüten von Glockenblumen Campanula Storchschnabel Geranium und Malven Malva und die Köpfchen von Wegwarten Cichorium oder Habichtskraut Hieracium werden von den Männchen mehrerer Arten aus verschiedenen Gattungen hierfür bevorzugt z B Scherenbiene Osmia rapunculi Glanzbiene Dufourea dentiventris Sägehornbiene Melitta haemorrhoidalis Graubiene Rhophitoides canus Sechs Männchen der Grauschuppigen Sandbiene Andrena pandellei haben bei regnerischem Wetter in einer Blüte der Rundblättrigen Glockenblume Campanula rotundifolia Schutz gesucht In Südeuropa nächtigen die Männchen von Langhornbienen Eucera Mauerbienen Osmia und Wollbienen Anthidium regelmäßig in den nektarlosen Blüten von Serapias einer Orchidee die sie als Gegenleistung bestäuben Männchen zeigen ein artspezifisches

    Original URL path: http://wildbienen.info/bluetenbesuch/zwecke_m.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Blütenbesuch der Weibchen
    zur Eigenversorgung und solchen im Zusammenhang mit Brutfürsorgehandlungen unterschieden werden Weibchen besuchen Blüten zur Eigenversorgung Zum Nektarsaugen können von den Weibchen auch die Blüten solcher Pflanzenarten aufgesucht werden in denen sie nie Pollen sammeln Dies ist insbesondere in der Zeit vor der Verproviantierung der ersten Brutzelle zu beobachten oder wenn die artspezifischen Pollenquellen noch nicht aufgeblüht sind oder zwischen den Pollenquellen und dem Nest weite Strecken zurückzulegen sind außerdem beim Sammeln an Pollenblumen Ononis Papaver Die Nektarwirte der meisten Bienenarten dürften daher austauschbar sein Pollenfressen als Proteinquelle zur Eireifung wurde in einigen Fällen belegt und ist generell bei allen solitären und sozialen Arten zu vermuten Ein Weibchen von Halictus pollinosus Puder Furchenbiene das durch seine dichte wie bestäubt wirkende Behaarung unverkennbar ist verköstigt sich mit Nektar in einem Köpfchen der Nickenden Distel Carduus nutans Partnerfindung und Paarung beim Blütenbesuch Bei einigen spezialisierten Arten erfolgt die Partnerfindung und Kopula beim Blütenbesuch siehe bei den Männchen Blüten werden zum Schlafen und zum Schutz aufgesucht Auch von den Weibchen werden Blüten zum Schlafen und als Schutzraum genutzt siehe bei den Männchen Weibchen nutzen Blüten zur Gewinnung von Nestbaumaterial Die Weibchen mehrerer Arten der Mauerbienen Osmia gelegentlich auch Blattschneiderbienen Megachile verwenden von ihnen selbst mit den Mandibeln Oberkiefern ausgeschnittene Stücke von Blütenblättern verschiedener Pflanzen z B von Mohn Papaver Malven Malva Sonnenröschen Helianthemum Lein Linum zur Auskleidung der Brutzellen Auf der Ebene des Pollensammelns sind die einzelnen Bienenarten mehr oder weniger spezialisiert siehe die Informationen zur Oligolektie oder es kann ein breites Wirtspflanzenspektrum genutzt werden siehe die Informationen zur Polylektie Einen interessanten Sonderfall bilden die ölsammelnden Schenkelbienen Macropis die das Öl bestimmter Gilbweiderich Lysimachia Arten sammeln und mit deren Pollen mischen Ein Weibchen der Mohn Mauerbiene Osmia papaveris hat soeben ein Stück eines Blütenblatts des Klatschmohns Papaver rhoeas mit seinen Mandibeln Oberkiefern ausgeschnitten und

    Original URL path: http://wildbienen.info/bluetenbesuch/zwecke_f.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Oligolektie - Pollenspezialisten
    Typ in der Tibia von Andrena vaga 1300x F Doldenblütler Apiaceae Typ in der Tibia von Andrena proxima 2900 x Quelle Westrich 1990 Die Wildbienen Baden Württembergs Schon seit langer Zeit ist bekannt daß manche Bienenarten beim Pollensammeln die Blüten vergleichsweise weniger und immer wieder derselben Pflanzenarten besuchen während ihr Blütenspektrum beim Nektarerwerb wesentlich breiter ist Bereits 1925 hat sich Robertson mit diesem Phänomen befaßt und die Begriffe monolektisch oligolektisch und polylektisch für das Pollenversammelverhalten geschaffen Die Amerikaner Linsley MacSwain haben sich erneut eingehend mit diesem Phänomen beschäftigt und 1957 eine dem damaligen Kenntnisstand angepaßte Definition des Begriffes oligolektisch gegeben der ich mich anschließe Definition Bienenarten werden dann als oligolektisch bezeichnet wenn sämtliche Weibchen im gesamten Verbreitungsgebiet auch beim Vorhandensein anderer Pollenquellen ausschließlich Pollen einer Pflanzenart oder nah verwandter Pflanzenarten sammeln Da sich die Spezialisierung immer auf das Pollensammeln bezieht können wir bei oligolektischen Bienen auch von Pollenspezialisten sprechen Die Oligolektie ist im Normalfall auf Arten einer oder mehrerer Pflanzengattungen oder auf eine Pflanzenfamilie beschränkt Polylektische Arten zeigen beim Pollensammeln keine Bindung an bestimmte Pflanzenarten Der Larvenproviant in einer Brutzelle von Osmia adunca besteht zu 100 aus dem Pollen des Natterkopfs Echium vulgare Diese Mauerbienen Art ist auf Arten der Gattung Echium Natterkopf in der Familie Boraginaceae Rauhblattgewächse als Pollenquelle spezialisiert Der kugelförmige Larvenproviant in einer Brutzelle im Erdboden stammt ausschließlich von der Ackerwinde Convolvulus arvensis Auf der Pollenkugel liegt bereits eine junge Larve der Spiralhornbienen Art Systropha planidens Oligolektische Arten finden wir in Mitteleuropa in folgenden 20 Bienengattungen Näheres zur Klassifikation und zur Gattungsauffassung Hylaeus Colletes Panurgus Panurginus Camptopoeum Melitturga Andrena Rophites Rhophitoides Dufourea Systropha Melitta Dasypoda Macropis Anthidium Osmia Megachile Lithurgus Anthophora Eucera Bombus Von den 429 nestbauenden Bienenarten Deutschlands sind 137 ca 32 oligolektisch In Mitteleuropa gibt es Beziehungen oligolektischer Bienenarten zu insgesamt 27 Pflanzenfamilien die nachfolgend aufgeführt sind wobei die Pflanzengattungen auf die sich innerhalb der jeweiligen Familie noch engere Spezialisierungen beziehen in Klammern genannt sind Alliaceae Allium Lauchgewächse Apiaceae Eryngium Doldengewächse Araliaceae Hedera Efeugewächse Asparagaceae Asparagus Spargelgewächse Asteraceae Korbblütler Boraginaceae Anchusa Cerinthe Echium Symphytum Boretschgewächse Brassicaceae Cruciferae Kreublütler Campanulaceae Campanula Jasione Glockenblumengewächse Cistaceae Helianthemum Zistrosengewächse Convolvulaceae Convolvulus Windengewächse Cucurbitaceae Bryonia Kürbisgewächse Dipsacaceae Knautia Scabiosa Succisa Kardengewächse Ericaceae Calluna Erica Vaccinium Heidekrautgewächse Fabaceae Vicia Lathyrus Chamaecytisus Schmetterlingsblütler Hyacinthaceae Ornithogalum Hyazinthengewächse Lamiaceae Lippenblütler Linaceae Linum Leingewächse Lythraceae Lythrum Blutweiderichgewächse Malvaceae Malvengewächse Onagraceae Epilobium Nachtkerzengewächse Orobanchaceae Odontites Sommerwurzgewächse Plantaginaceae Veronica Wegerichgewächse Primulaceae Lysimachia Primelgewächse Ranunculaceae Ranunculus Hahnenfußgewächse Resedaceae Reseda Resedengewächse Rosaceae Potentilla Rosengewächse Salicaceae Salix Weidengewächse Im westlichen Südeuropa kommt mit den Asphodelaceae Affodilgewächse eine weitere Familie hinzu in der jüngst eine Spezialisierung auf Asphodelus bekannt wurde Die Alliaceae Asparagaceae Asphodelaceae und Hyacinthaceae wurden früher als Teil der Liliengewächse i w S Liliaceae im weiteren Sinne betrachtet werden heute jedoch aufgrund neuer Forschungsergebnisse Dahlgren et al 1985 als eigenständige Familien aufgefaßt siehe auch die Exkursionsflora von Österreich von Adler et al 1994 und die Flora von Deutschland von Schmeil Fitschen 2006 Auch die Scrophulariaceae wurden neu bewertet Die früher darin enthaltenen Gattungen Odontites und Veronica wurden hinsichtlich ihrer

    Original URL path: http://wildbienen.info/bluetenbesuch/oligolektie.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Polylektie - Pollengeneralisten
    Stelis nasuta Extras Aus meinem Feldtagebuch Beobachtungen 2007 Beobachtungen 2008 Beobachtungen 2009 Beobachtungen 2010 Beobachtungen 2013 Beobachtungen 2014 Beobachtungen 2015 Die Steinhummel Insekt des Jahres 2005 Einleitung Bestimmung Faunistik Lebensräume Nester Lebenszyklus Verteidigung Blütenbesuch Bestäubung Gegenspieler Artenschutz Forschungsprojekte Fotogalerien Auswahl Videos Polylektie Definition Arten deren Weibchen sich beim Pollensammeln opportunistisch verhalten also das jeweils vorhandene Blütenangebot in vielfältiger Weise nutzen bezeichnet man als polylektisch Polylektische Arten kann man auch als Pollengeneralisten bezeichnen Polylektie bedeutet aber nicht daß die Blüten nach dem Zufallsprinzip aufgesucht werden Auch polylektische Arten können Bevorzugungen bestimmter Pflanzen gruppen zeigen andere hingegen völlig meiden auch wenn diese im Überangebot vorhanden sind Die in Deutschland nur im Kaiserstuhl vorkommende Schmalbienen Art Lasioglossum albocinctum ist polylektisch Das Foto zeigt ein Weibchen das bereits morgens um 6 00 Uhr am Gewöhnlichen Sonnenröschen Helianthemum nummularium Pollen sammelt Das Sonnenröschen gehört zur Familie der Zistrosengewächse Cistaceae Bei Bienen reicht das Spektrum von strenger Oligolektie bis hin zu ausgesprochener Polylektie was die Ziehung einer klaren Trennlinie zwischen Polylektie und Oligolektie manchmal erschwert Wenn an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Tages Zeit nur eine oder wenige Pflanzenarten blühen und daher das Angebot an Pollenquellen eingeschränkt ist können die Weibchen einer sonst polylektischen Art dem Beobachter lokal Oligolektie vortäuschen Daher müssen Untersuchungen zur Oligolektie möglichst viele über das Gesamtverbreitungsgebiet einer Art verteilte Beobachtungsorte berücksichtigen Ein Weibchen der Gelbfüßigen Sandbiene Andrena flavipes sammelt Pollen im Blütenstand des Färberwaids Isatis tinctoria eines Kreuzblütengewächses Brassicaceae Die bekannteste polylektische Biene ist die Honigbiene Apis mellifera Sie ist sozusagen ein Super Generalist und kann nicht als Maßstab für das Blütenbesuchsverhalten von Bienen gelten Hier sammelt ein Arbeiterin Pollen im Blütenstand einer Edelkastanie Castanea sativa die zur Familie der Buchengewächse Fagaceae gehört Staatenbildende Bienen wie die Hummeln Bombus und manche Lasioglossum Arten sind durchweg polylektisch Während solitäre Bienen nur

    Original URL path: http://wildbienen.info/bluetenbesuch/polylektie.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive

  • Ölblumen - Ölsammler
    das Kapland beschränkt bis der renommierte Blütenökologe Vogel entdeckte daß es auch bei uns in Europa solche ölproduzierenden Pflanzen gibt Dabei handelt es sich um mehrere Vertreter der Gattung Lysimachia und zwar um den Gewöhnlichen Gilbweiderich Lysimachia vulgaris den Pfennig Gilbweiderich Lysimachia nummularia und den Punkt Gilbweiderich Lysimachia punctata Der Hain Gilbweiderich Lysimachia nemorum ist keine Ölblume Eine Nektarblume die von Honigbienen Hummeln und Tagfaltern regelmäßig besucht wird ist bei uns die nur als Zierpflanze kultivierte weißblühende Lysimachia ephemerum Die ebenfalls zuweilen in Gärten gezogene aus Nordamerika stammende Lysimachia ciliata hingegen ist eine Ölblume Die Bindung der Schenkelbienen Macropis an Lysimachia Arten war zwar schon früher bekannt aber es war Vogel der 1976 erkannte daß das Interesse der Schenkelbienen Weibchen dem Öl gilt das vom Weibchen als Teil der Brutnahrung und zum Auskleiden der Brutzelle gesammelt wird Ein Männchen von Macropis fulvipes rastet auf einem Blatt Der deutsche Name Schenkelbienen kommt von den verdickten Hinterbeinen der Männchen Diese sind durch ihre auffallend gelbe Gesichtszeichnung und ihre Patrouillienflüge mit etwas Übung gut von anderen Bienen zu unterscheiden Ein Männchen von Macropis fulvipes will gerade die Blüte des Sumpf Storchschnabels Geranium palustre verlassen in der es Nektar getrunken hat Der Gewöhnliche Gilbweiderich Lysimachia vulgaris wächst in moorigen Staudenfluren an Quellen und Gräben in Auwäldern in Moorwiesen und im Weidengebüsch Der Punkt Gilbweiderich Lysimachia punctata stammt aus dem ostmediterran pontischen Raum und erreicht in Niederösterreich seine natürliche Nordgrenze Bei uns wird er als Gartenstaude gezogen und ist gelegentlich verwildert Er liebt trockenere Standorte als L vulgaris und beginnt etwa zwei Wochen eher zu blühen Der Gewöhnliche Gilbweiderich Lysimachia vulgaris wächst in moorigen Staudenfluren an Quellen und Gräben in Auwäldern in Moorwiesen und im Weidengebüsch Rechts Der Punkt Gilbweiderich Lysimachia punctata stammt aus dem ostmediterran pontischen Raum und erreicht in Niederösterreich seine natürliche Nordgrenze

    Original URL path: http://wildbienen.info/bluetenbesuch/oelblumen.php (2016-04-27)
    Open archived version from archive



  •