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  • sortenlisten
    Sie Baumspinat 01 Einträge Erdbeerspinat 03 Einträge Gemüsemalve 03 Einträge Gartenmelde 09 Einträge Guter Heinrich 01 Einträge Neuseeländerspinat 01 Einträge Orientalische Zackenschote 01 Einträge Huazontle 01 Einträge Saathohlzahn 01 Einträge Salatchrysantheme 01 Einträge Schnittsellerie 01 Einträge Sommer Portulak 01 Einträge Schabzigerklee 01 Einträge Bleichsellerie 01 Einträge Cardy 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste CHILI Total 14 Einträge In der Erhalter Sortenliste CHILI finden Sie Chili 14 Einträge Zur Erhalter Sortenliste DIVERSE BOHNENARTEN Total 03 Einträge In der Erhalter Sortenliste DIVERSE BOHNENARTEN finden Sie Mondbohne 02 Einträge Phaseolus Riccardianus 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste ERBSEN Total 33 Einträge In der Erhalter Sortenliste ERBSEN finden Sie Markerbsen 09 Einträge Pal Schalerbsen 06 Einträge Zuckererbsen 05 Einträge Peluschke 01 Einträge Kichererbsen 01 Einträge Speise Platterbsen 04 Einträge Erdnuss Platterbsen 01 Einträge Scheidige Platterbsen 01 Einträge Petersilienerbsen 01 Einträge Spargelerbsen 01 Einträge Gartenerbsen 03 Einträge Zur Erhalter Sortenliste FEUERBOHNEN Total 05 Einträge In der Erhalter Sortenliste FEUERBOHNEN finden Sie Feuerbohnen 05 Einträge Zur Erhalter Sortenliste GETREIDE PSEUDOCERIALIEN Total 24 Einträge In der Erhalter Sortenliste GETREIDE PSEUDOCEREALIEN finden Sie Weizen 03 Einträge Amaranth 04 Einträge Quinoa 02 Einträge Rispenhirse 04 Einträge Kolbenhirse 01 Einträge Sorghumhirse 01 Einträge Lupinen 02 Einträge Gerste 01 Einträge Hafer 02 Einträge Tef 01 Einträge Lein 01 Einträge Faserlein 01 Einträge Dinkel 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste KNOLLENGEMÜSE Total 17 Einträge In der Erhalter Sortenliste KNOLLENGEMÜSE finden Sie Knollensellerie 02 Einträge Kerbelrübe 01 Einträge Knollenziest 01 Einträge Erdmandel 02 Einträge Sonnenwurzel 01 Einträge Oca 01 Einträge Yakon 01 Einträge Yamswurzel 01 Einträge Zuckerwurzel 01 Einträge Basellkartoffel 01 Einträge Erdkastanien 02 Einträge Erdbirne 01 Einträge Glückskleerübchen 01 Einträge Knollenfenchel 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste KOHL ARTEN Total 27 Einträge In der Erhalter Sortenliste KOHL ARTEN finden Sie Weisskohl 02 Einträge Blumenkohl 01 Einträge Brokkolie 01 Einträge Kohlrabi 01 Einträge Kohlrübe 02 Einträge Radieschen 05 Einträge Rattenschwanzrettich 02 Einträge Sareptasenf Indischer Senf 01 Einträge Meerkohl 02 Einträge Markstammkohl 01 Einträge Abessinischer Kohl 02 Einträge Ewiger Kohl 01 Einträge Rettich 01 Einträge Rotkohl 01 Einträge Grünkohl 02 Einträge Trochundakohl 01 Einträge Butterkohl 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste KÜRBISGEWÄCHSE Total 28 Einträge In der Erhalter Sortenliste KÜRBISGEWÄCHSE finden Sie Kürbis 05 Einträge Zuchini 03 Einträge Zuckermelone 05 Einträge Wassermelone 02 Einträge Gurken 05 Einträge Mexikanische Zwerggurke 01 Einträge Angurische Gurke 01 Einträge Balsambirne 01 Einträge Chayote 01 Einträge Kiwano 01 Einträge Korila 01 Einträge Armenische Gurke 01 Einträge Lagenarie 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste KRÄUTER Total 28 Einträge In der Erhalter Sortenliste KRÄUTER finden Sie Meerrettich 01 Einträge Löffelkraut 01 Einträge Echte Barbarakresse 01 Einträge Schnittknoblauch 01 Einträge Wilde Rauke 01 Einträge Mariendistel 01 Einträge Ausdauernde Gartenkresse 01 Einträge Muskatellersalbei 01 Einträge Dill 03 Einträge Kerbel 01 Einträge Liebstock 01 Einträge Oregano 01 Einträge Gewürzfenchel 01 Einträge Ampfer 02 Einträge Anis 01 Einträge Echter Eibisch 01 Einträge Gartenkresse 01 Einträge Kantenlauch 01 Einträge Minze 02 Einträge Petersilie 02 Einträge Rhabarber 01 Einträge Rosmarin 01 Einträge Rukola 01 Einträge Ysop 01 Einträge Zur Erhalter Sortenliste MAIS Total 03 Einträge In der Erhalter Sortenliste MAIS finden Sie Hartmais

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  • kulturanleitungen
    wann gesät gepflanzt oder direkt ausgesät werden kann Für weiterführende Erklärungen und Anleitungen zu den jeweiligen Sorten bitte im Gemüseanbau nachlesen Ich wünsche auf jedenfall viel Spaß beim durchlesen und gärtnern WICHTIG Alle Angaben sind ohne Gewähr Man probiere keine Pflanzen bei denen man sich nicht sicher in der Bestimmung ist Nicht alle Pflanzen sind bedenkenlose Eßbar Viele enhalten Gifte und Stoffe die bei ausreichender Menge schädliche Auswirkungen oder sogar

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  • vermehrung
    zahlreichen Erklärungen Diese sollen Ihnen Schritt für Schritt zeigen wie verschiedene Arbeitsabläufe im Detail funktionieren Viel Spaß beim Schritt für Schritt gärtnern und viel Erfolg Vorschaubild Arbeits Thema Vorschaubild Arbeits Thema Erstellen eines Mistbeetes Aussaaten Vorkultur Vorschaubild Arbeits Thema Vorschaubild

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  • Botanik Vorwort
    in die Botanik Systematik und Nomenklatur von Nutzpflanzen Ebenso werden noch andere wichtige Details in Zukunft hier eingetragen werden Der Übersichthalber wurde das Ganze aufgeteilt in die beiden große Bereiche Gemüse und Kräuter Falls Sie also nach Informationen betreffend dem botanischen Namen einer Gemüsepflanze suchen oder die Familienzugehörigkeit einer Kräutersorte benötigen so können Sie diese hier finden Durch anklicken der jeweiligen Rubrik bezw Unterrubrik gelangen Sie zu den vorhandenen Informationen

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  • glossar_gartenbau
    liefert den Bakterien Energie während der Stickstoff Chemisches Symbol N zum Aufbau von Körpersubstanz liefert Ist nun im organischen Material mehr Stickstoff als Kohlenstoff vorhanden z B bei krautigen Pflanzenabfällen oder Mist verläuft die verrottung schnell und setzt schnell die Nährstoffe frei Ist im organischen Material der Kohlenstoff jedoch höher als der Stickstoff wie dies bei Stroh Holz oder Rinde der Fall ist dann verläuft die verrottung langsamer ab und setzt die Nährstoffe auch langsamer frei Im allgemeinen kann man sagen daß schnell verrottbare organische Materialien ein enges C N Verhältnis haben und schwer verrottbares organisches Material ein weites C N Verhältnis aufweist zurück nach oben Buchstabe D Fachbegriff Beschreibung Erklärung Direktsaat Direktaussaat Bei der Direktsaat werden die Samenkörner direkt an den definitiven Standort ins Freiland Frühbeet oder Gewächshaus gesät Es erfolgt keine Vorkultur in Aussaatschalen oder Töpfen Für die Direktsaat sollte der Boden vorher gründlich vorbereitet werden Er sollte feinkrümmelig und gut gelockert sein aber auch noch ausreichend Festigkeit aufweisen um den Kontakt mit den tieferliegenden wasserführenden Schichten zu gewährleisten Dunkelkeimer Dunkelkeimer brauchen für eine gleichmäßige Keimung Dunkelheit Werden sie nicht mit Erde abgedeckt können sie entweder gar nicht oder nur sehr schlecht und ungleichmässig keimen Daher werden Dunkelkeimer stets ausreichend mit Erde bedeckt bei der Aussaat Beispiele von Dunkelkeimer sind zB Borretsch Neuseeländer Spinat Blattkoriander Dammkultur Die Dammkultur ist eine spezielle Anbauweise meist im Gemüseanbau Hierbei werden Gemüsekulturen auf etwa 20 40cm hohen Dämmen angebaut Zusätzlich werden diese Dämme oft noch mit Mulchfolien abgedeckt Die Herstellung der Dämme erfolgt im intensiv Gemüseanbau fast ausschließlich maschinell In kleineren Betrieben oder imHausgarten werden sie noch vereinzelt von Hand errichtet Drusch Dreschen Als Drusch oder dreschen bezeichnet man das ausschlagen oder ausklopfen der Samenkörner aus Hülsen und Fruchtständen Dies kann entweder händisch oder maschinell erfolgen Düngung Unter der Düngung versteht man das gezielte zuführen von Närstoffen um das Pflanzenwachstum zu fördern Entweder geschieht dies durch Zugabe von organischen oder mineralischen Düngemitteln Die Düngung kann dabei entweder über den Boden oder durch Spritzung einer flüssigen Nährlösung direkt auf die oberirdischen Pflanzenteile erfolgen Letzteres wird dann als Blattdüngung bezeichnet Die Düngung sollte immer nur im Zusammenhang mit einer Bodenanalyse durchgeführt werden die vorher genau ermittelt welche und wieviel Nährstoffe den jeweilig angebauten Kulturen für ein optimales Wachstum fehlen zurück nach oben Buchstabe E Fachbegriff Beschreibung Erklärung Edelreis Edelreiser sind Triebe von einem veredelten Obstgehölz Das Edelreis wird während der kalten Jahreszeit geschnitten weil dann alle Knospen ausgereift sind Das Edelreis dient später der Vermehrung der jeweiligen Obstsorte Die Vermehrung erfolgt entweder durch eine Pfropfung oder durch Okulation Einschlagen Pflanzen die nicht sofort gepflanzt werden können und die wurzelnackt sind müssen eingeschlagen werden Die Wurzel der Pflanzen dürfen nicht austrocknen Deshalb zieht man in den Boden Fruchen wo man die zwischenzulagernden Pflanzen einlegt oder auch einschlägt und deckt die Wurzeln mit feuchter Erde oder feuchtem Sand ab Im Einschlag können die Pflanzen so schadlos einige Zeit zwischengelagert werden ehe sie an ihren definitiven Standdort weitergepflanzt werden Erosion Erosion entsteht durch Wasser und oder Windeinwirkung besonders auf unbedeckten und pflanzenleeren Böden Durch die Erosion wird fruchtbare Erde abgetragen und geht somit verloren Die Erosion kann durch Mulchen und oder einer ständigen Bepflanzung der Fläche entgegen gewirkt werden zurück nach oben Buchstabe F Fachbegriff Beschreibung Erklärung Frühbeet Frühbeete werden oft noch als Kalter Kasten bezeichnet da sie meist ungeheizt sind Frühbeete sind Kästen aus Holz oder Betonelementen die mit Glasscheiben oder ähnlichem abgedeckt sind um Jungpflanzen heranzuziehen oder um eine geschützte Kulturfläche zu haben Damit man diese Frühbeete auch bearbeiten und belüften kann werden die aufliegenden gerahmten Frühbeetfenster aus Holz oder Metal in der Größe von 1 50m x 1 00m oder 1 5m x 0 80m erstellt Sie werden zum arbeiten oder lüften entweder leicht angehoben oder ganz abgenommen Man kann die kalten Frühbeetkästen aber auch mit Mist oder sogar mit Warmwasserheizungen beheizen Dann werden sie auch noch als Warmer Kasten oder als Mistbeet bezeichnet Frostgare Die Frostgare versetzt den Oberboden in einen porösen lockeren und leichter zu bearbeitenden Zustand Besonders empfehlenswert ist die Frostgare bei schweren tonhaltigen Böden Dazu wird im Herbst der Boden mechanisch gelockert bezw grob umgegraben Durch die Frosteinwirkungen während des Winters zerfällt der gelockerte Boden im Frühjahr besser und man kann leichter darin arbeiten Jedoch ist die Frostgare nicht von langer Dauer Will man auf Dauer eine gute Bodengare erhalten muß man regelmässig dem Boden organische Materialien in Form von Kompost oder Mist zufügen Flüssigdüngung Flüssigdünger Die Flüssigdüngung erfolgt wie der Name es schon sagt mittels Dünger der in flüssiger Form vorliegt Der Dünger kann mineralisch organisch oder auch kombiniert ausgebracht werden Flüssigdünger hat eine schnellere Wirkung als fester Dünger Daher werden Flüssigdünger auch meist nur während der Vegetationsperiode zur schnellen und gezielten Nährstoffversorgung ausgebracht während hingegen feste Dünger meist im Herbst bis Frühjahr zur allgemeinen Bodenverbesserung und zur Grundversorgung der Nährstoffe ausgebracht werden Fruchtfolge Durch einhalten einer sogenannten Fruchtfolge kann man der Bodenmüdigkeit vorbeugen Bei der Fruchtfolge werden Kulturpflanzen in einem bestimmten turnusmäßigem Wechsel nacheinander angebaut Somit vermeidet man es daß Pflanzen der gleichen Familie auf derselben Fläche nacheinander kultiviert werden Die Düngung sollte ebenfalls auf die Fruchtfolge ausgerichtet sein so daß nach einer kräftigen Dünung als erstes sogenannte Starkzehrer danach Mittelzehrer und schlußendlich Schwachzehrer zum Anbau auf derselben Fläche kommen Fungizide Fungizide sind Pflanzenschutzmittel die gegen Pilzerkrankungen wirken zurück nach oben Buchstabe G Fachbegriff Beschreibung Erklärung Geiztrieb Geiztriebe kommen zB bei Tomaten vor Es sind Triebe die sich zwischen Stamm und Blattstielen bilden Um kein unkontroliertes Wachstum der Pflanze zu bekommen und um den Ertrag zu verbessern müßen diese Geiztriebe regelmässig ausgebrochen werden Das sogenannte ausgeizen bei Tomaten ist eine wichtige Pflegearbeit die bei vielen Leuten leider nicht praktiziert wird da Sie oft nicht wissen welche Teile wie und wo ausgebrochen werden müssen Die Geiztriebe sollte man rechtzeitig wenn sie noch klein sind abbrechen und nicht abschneiden So hinterlassen sie nur kleine Wunden die sich schnell schließen können Auf ein abschneiden sollte man verzichten wenn es nur möglich ist oder ausreichend das Messer desinfizieren damit keine Erkrankungen von einer Pflanze zur anderen durch den Schnitt mit dem Messer übertragen werden können Gelbtafel Die Gelbtafeln werden meist in Gewächshäusern eingesetzt um Schädlinge wie Weiße Fliegen geflügelte Blattläuse Erdflöhe Trauermücken Minierfliegen u s w zu bekämpfen Leider zieht die auf verschiedene Fluginsekten attraktiv wirkende gelbe Farbe nicht nur Schädlinge sondern auch Nützlinge an die an den mit Insektenfangleim bestrichenen Gelbtafeln dran hängen bleiben Gelbtafeln können sowohl im Gewächshaus Wintergarten als auch im Freiland angewandt werden Bei niedrigem Befallsdruck mit Schädlingen kann man mit aufhängen von Gelbtafeln im Bestand erheblich zur Befallsreduktion beitragen Aber auch als Werkzeug zur Früherkennung von Insektenbefall können sie dienen Die Gelbtafeln werden am besten in Pflanzenhöhe angebracht Gründüngung Unter Gründüngung versteht man die Einsaat bestimmter Pflanzen im Garten oder auf dem Acker die später nicht geerntet sondern nach einer bestimmten Zeit des Wachstums in den Boden eingearbeitet werden Mittels der Gründüngung können verdichtete Böden durch tiefwurzelnde Pflanzen wieder gelockert werden Es können auch in den oberen Bodenschichten Nährstoffe gebunden werden und somit vor Auswaschungen geschützt werden Werden als Gründüngung spflanzen Leguminosen eingesetzt wird durch die Aktivität der Knöllchenbakterien zusätzlich Stickstoff aus der Luft im Boden gebunden Ebenso schützt eine Gründüngung vor Bodenerosion und verbessert im allgemeinen den Zustand des Bodens und erhöt dessen Bodenfruchtbarkeit Als Gründüngung spflanzen eignen sich z B Lupinen Phacelia Erbsen Wicken Klee Getreide Ackerbohnen Senf Raps und Kapuzinerkresse zurück nach oben Buchstabe H Fachbegriff Beschreibung Erklärung Handbestäubung Die Handbestäubung ist ein züchterischer Eingriff der der sortenreinen Erhaltung oder der gezielten Kreuzung zweier Sorten dient Dazu wird der männliche Pollen von den Blüten einer Pflanzensorte händisch auf die weibliche Blütennarbe einer anderen Pflanzensorte übertragen Die freie Bestäubung der verschiedenen Pflanzensorten untereinander wird somit vermieden Herkünfte Unter Herkünfte versteht man einen Sammelbegriff für Nutz und Kulturpflanzen deren Name oder Ursprung nicht mehr genau bekannt sind Diese Pflanzen gelten daher weder als Sorte im Sinne einer Zuchtsorte noch als Land oder Hofsorte Herkünfte werden daher oft nach der Ortschaft der Gegend oder der Person benannt von der das Saatgut oder die Pflanze stammt Hofsorte Als Hofsorte bezeichnet man Sorten die durch gärtnerische oder bäuerliche Züchtung meist nur auf einem Hof oder Gute über einen längeren Zeitraum entstanden sind Diese Hofsorten sind meistens besser an Boden und Klimabedingungen angepaßt als andere Sorten Hofsorten sind besonders vom Aussterben gefährdet da diese Sorten meist nur auf einem Hofe oder einer Familie angebaut werden Wird die spezielle Hofsorte aus welchen Gründen auch immer nicht mehr regelmässig angebaut geht sie auf Dauer verloren und mit ihr oft auch positive Eigenschaften Herbizide Herbizide sind Pflanzenschutzmittel die gegen Unkraut wirken zurück nach oben Buchstabe I Fachbegriff Beschreibung Erklärung Integrierter Anbau Der integrierte Anbau ist eine Bewirtschaftungsweise die ein Kompromiß zwischen konventionellem Landbau und Biolandbau darstellt Die Bekämpfung von Schaderregern wird nicht routinemäßig bezw vorbeugend durchgeführt sondern nach speziell erstellten Schadschwellen Erst wenn die Schadschwelle überschritten wird werden meist chemische Pflanzenschutzmaßnahmen ergriffen Die Schadschwelle ist überschritten wenn der wirtschaftliche Schaden durch den Schadbefall größer ist als die Kosten für seine Bekämpfung Im integrierten Anbau sollten wenn möglich die Pflanzenschutzmittel mit einem großen Wirkungsspektrum durch spezifisch wirkende Mittel ersetzt werden Ebenso typisch für den integrierten Anba u sind die bedarfsgerechte Düngung das einsparen von Wasser der Schutz des Bodens und die regelmäßige Durchführung von Bodenanalysen Insektizide Insektizide sind Pflanzenschutzmittel die gegen Insekten wirken zurück nach oben Buchstabe J Fachbegriff Beschreibung Erklärung zurück nach oben Buchstabe K Fachbegriff Beschreibung Erklärung Keimdauer Die Keimdauer ist die Zeitspanne die von der Aussaat bis zur Keimung vergeht Manche Arten haben eine sehr schnelle und kurze Keimdauer andere hingegen haben eine Keimdauer die sogar bis mehrere Jahre andauern kann Kaltkeimer Kaltkeimer werden oft mit Frostkeimern verwechselt Kaltkeimer brauchen im Gegensatz zu Frostkeimern nur Kälte und keinen Frost um zum keimen Dieses kalt keimen hat den Zweck daß die Samen erst nach und nicht über Winter keimen Kaltkeimer kann man auf verschiedene Art und Weise aussäen Entweder man sät im Herbst oder im zeitigen Frühjahr direkt ins Beet wenn man genügend Saatgut hat denn oft wird ein Teil von Tieren gefressen oder kann unter ungünstigen Bedingungen faulen Oder man sät in Aussaatschalen Die Schalen werden zunächst 2 4 Wochen in einer warmen Umgebung gehalten ehe sie an einem geschützten Platz im Freien aufgestellt werden Schnee fördert die Keimung aber hier auf Staunässe achten Im Fühjahr wenn die Temperaturen steigen setzt die Keimung ein die über mehrere Wochen dauern kann Man kann aber auch das Saatgut mit feuchtem Sand vermischen und in einen Plastikbeutel einfüllen Den Beutel nun für etwa zwei Monate bei knapp 5 C in den Kühlschrank legen Nicht in den Gefrierschrank legen Des öfteren kontrolieren da einige Arten schon hier keimen können Anschließend das behandelte Saatgut in Aussaaterde aussäen und warm stellen Beispiele von Kaltkeimer sind zB Süßdolde Königsblüte Die Terminalknospe beim Paprika wird häufig auch noch als Königsblüte bezeichnet Diese erste Blüte welche sich am Ende des Stammes zwischen den ersten Verästellungen befindet muß unbedingt entfernt werden damit das vegetative Wachstum also der Aufbau der Pflanze an sich beschleunigt wird Wird die Königsblüte aber nicht entfernt wird das vegetative Wachstum der Pflanze behindert gestört bezw verzögert sich der Aufbau der Pflanze Daher ist es sinnvoll diesen kleinen Eingriff am Paprika und Chili vorzunehmen Kapsel Die Kapsel ist eine Fruchtform die aus zwei oder mehreren Fruchtblättern gebildet wird Kurztag Bei verschiedenen meist einjährigen Arten wird die Blüte durch die Tageslänge ausgelöst Man unterscheidet zwischen Kurztags Langtags und tagneutralen Pflanzen Der Kurztag dauert weniger als 12 Stunden Kurztag pflanzen blühen also an kurzen Tagen im Jahr Keimprobe Die Keimprobe dient dazu entweder bei frischem oder altem Saatgut die Keimfähigkeit bezw Keimrate zu bestimmen In großen Saatgutbetrieben wird die Keimprobe in speziellen Apparaten und Bedingungen durchgeführt Aber auch der private Hobbygärtner kann eine Keimprobe seines Saatgutes problemlos durchführen Die einfachste Methode ist wohl ein wenig Saatgut auf ein feuchtes Küchentuch Wattebett oder Löschpapier zu streuen und bei warmen Temperaturen aufzustellen Das ganze immer leicht feucht halten und die entsprechende Keimzeit der jeweiligen Art abwarten Mindestens die Hälfte des Saatgutes bei der Keimprobe muß keimen Es ist aber auf jedenfall einen höheren Wert anzustreben Gehen weniger als die Hälfte der Samen auf sollte man das Saatgut sofern es sich nicht um eine Erhaltersorte handelt wegwerfen Knöllchenbakterien An den Wurzeln der Leguminosen Pflanzen befinden sich sogenannte Knöllchenbakterien Sie regen die Wurzelzellen zum Wachstum an so daß sich die typischen Knöllchen an den Wurzeln bilden Die Knöllchenbakterien sind in der Lage den Stickstoff aus der Luft zu binden und anzureichern Davon profitieren die Leguminosen Pflanzen Im Gegenzug ernähren sich die Knöllchenbakterien von den Nährstoffen die die Pflanzen bei der Photosynthese bilden Kompostierung Bei der Kompostierung werden organische Materialien unter der Mitwirkung von Mikroorganismen Bakterien Bodentieren und Pilzen wieder in ihre Bestandteile zersetzt Diese zersetzten Bestandteile können dann wieder in den Nährstoffkreislauf einfließen Das Endprodukt der Kompostierung wird als Kompost bezeichnet Dieser Kompost ist ein wertvoller Dünger und ein guter Bodenverbesserer Mit Kompost kann man auch die Bodenaktivität verbessern Krautfäule Die Krautfäule wird auch noch als Braunfäule bezeichnet Sie ist eine Pilzerkrankung die besonders bei Tomaten und Kartoffeln auftritt Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und zusätzlicher hoher Wärme tritt die Krautfäule auf Binnen weniger Tage können ganze Pflanzen vernichtet werden Die Blätter und Stengel werden braun und die Knollen und Früchte faulen Mittels Fungiziden kann man die Erkrankung direkt bekämpfen bezw mit hygienischen Maßnahmen und Pflanzenstärkungsmitteln sowie geräumige Abstände oder der überdachte Anbau weitesgehend vorbeugen zurück nach oben Buchstabe L Fachbegriff Beschreibung Erklärung Lichtkeimer Lichtkeimer brauchen für eine gleichmäßige Keimung Licht Werden sie mit Erde abgedeckt können sie entweder gar nicht oder nur sehr schlecht und ungleichmässig keimen Daher werden Lichtkeimer nicht mit Erde bedeckt bei der Aussaat sondern nur gut an die feuchte Erde angedrückt Beispiele von Lichtkeimer sind zB Gartensauerampfer Pfefferminze Thymian Langtag Bei verschiedenen meist einjährigen Arten wird die Blüte durch die Tageslänge ausgelöst Man unterscheidet zwischen Kurztags Langtags und tagneutralen Pflanzen Der Langtag dauert mehr als 12 Stunden Langtag pflanzen blühen also im Sommer an langen Tagen Beispiele von Langtag pflanzen sind zB Erbsen Landsorte Als Landsorte bezeichnet man Sorten die durch gärtnerische oder bäuerliche Züchtung in bestimmten Regionen über einen längeren Zeitraum entstanden sind Diese lokalen Sorten sind meistens besser an Boden und Klimabedingungen dieser Region angepaßt als andere Sorten Bei Selbstbefruchtern liegen meist klar voneinander unterscheidbare reine Linien vor Bei Fremdbefruchtern sind es oft fließend ineinander übergehende Typen in einer Sortenmischung Leguminosen Die Pflanzen der Leguminosen gehören einer Pflanzenfamilie an die auch noch als Schmetterlingsblütler bekannt ist Zu den Leguminosen gehören unter anderem Bohnen Erbsen Kleearten Lupinen Wicken und zahlreiche andere Pflanzen Die Leguminosen haben die Fähigkeit mittels den an ihren Wurzeln anhaftenden Knöllchenbakterien den Luftstickstoff im Boden zu binden und daher pflanzenverfügbar zu machen Aus diesem Grund werden Leguminosen auch noch oft im Sprachgebrauch als Stickstoffsammler bezeichnet zurück nach oben Buchstabe M Fachbegriff Beschreibung Erklärung Mistbeet Mistbeete werden oft noch als Warmer Kasten bezeichnet Mistbeete sind Kästen aus Holz oder Betonelementen die mit Glasscheiben oder ähnlichem abgedeckt sind um Jungpflanzen heranzuziehen oder um eine geschützte Kulturfläche zu haben Mistbeete haben im Gegensatz zu den einfachen Frühbeeten eine wärmende Lage Mist unter der Dechschicht aus Erde Die Anlage eines Mistbeetes erfordert viel mehr Arbeit als ein einfaches Frühbeet Man kann jedoch schon sehr zeitig im Frühjahr seine Pflanzen heranziehen oder bereits aussäen bezw pflanzen wenn dies im Garten noch nicht möglich ist Meist verwendet man Pferdemist als wärmende Unterlage Andere Mistsorten können aber auch verwendet werden Damit man diese Mistbeete auch bearbeiten und belüften kann werden die aufliegenden gerahmten Frühbeetfenster aus Holz oder Metal in der Größe von 1 50m x 1 00m oder 1 5m x 0 80m erstellt Sie werden zum arbeiten oder lüften entweder leicht angehoben oder ganz abgenommen Mischkultur Die Mischkultur ist eine Anbauweise bei der verschiedene Gemüse und Kräuterarten nicht beetweise sondern in einzelnen Reihen oder sogar komplett gemischt angebaut werden Man spricht bei einem gleichzeitigen Anbau mehrerer Nutzpflanzenarten auf derselben Fläche von einer Pflanzengemeinschaft Bei der Mischkultur nutzt man die positiven Auswirkungen auf Nachbarpflanzen aus Dies können zB Abwehr von Schadinsekten wuchsfördernde Wirkungen durch Wurzelausscheidungen und ähnliches sein Nicht alle Pflanzen haben aber positive Effekte auf Nachbarpflanzen so daß man sich stets an geeignete Mischkultur Tabellen halten sollte Mycel Das Mycel findet man bei Pilzen Es besteht aus fadenförmigen Pilzzellen den sogenannten Hypen und bildet ein Pilzgeflecht welches dem Pilz als vegetatives Ausbreitungsorgan dient Mutterpflanze Mutterpflanzen sind ausgesuchte Pflanzen die meist der vegetativen Vermehrung dienen Sie müssen gesund schädlingsfrei einen artentsprechenden Habitus haben und wüchsig sein Dienen die Mutterpflanzen der vegetativen Vermehrung zB durch Stecklinge sollten die Pflanzen weder blühen noch sich in der Fruchtbildung befinden Moluskizide Moluskizide sind Pflanzenschutzmittel die gegen Schnecken wirken zurück nach oben Buchstabe N Fachbegriff Beschreibung Erklärung Nematizide Nematizide sind Pflanzenschutzmittel die gegen Nematoden wirken zurück nach oben Buchstabe O Fachbegriff Beschreibung Erklärung Offenblühend Offenblühende Sorten sind Samenechte Sorten Sie geben im Gegensatz zu Hybriden ihre genetischen Eigenschaften kontinuierlich an ihre Nachkommen weiter Offenblühende Sorten werden weltweit massiv durch Hybridsorten und zunehmend auch durch gentechnisch manipulierte Sorten ersetzt Ökologischer Landbau Siehe unter Biologischer Anbau nach zurück nach oben Buchstabe P Fachbegriff Beschreibung Erklärung Pikieren Meist werden zu dicht gesäte Sämlinge pikiert Pikieren bedeutet dabei vereinzeln bezw verpflanzen auf größere Abstände In der Regel wird pikiert sobald sich die ersten richtigen Blattpaare der Pflanze zeigen Bei vereinzelten Sorten kann man aber auch schon pikieren wenn sich die Keimblätter voll entwickelt haben Zum pikieren benutzt man ein Pikierholz auch noch Pikierpinne genannt Das herausnehmen der Sämlinge aus der Erde verursacht feine Wurzelverletzungen Diese regen die Wurzeln zu einer verstärkten Wurzelbildung bezw Verzweigung an und somit zu einer besseren Ballenbildung für das spätere Verpflanzen ins Beet Das pikieren der Sämlinge erfolgt folgendermaßen Die Sämlinge werden mittels Pikierpinne in kleinen Portionen aus dem Anzuchtgefäß herausgelöst Dann werden die Pflanzen einzeln getrennt und evtl kranke und faule Sämlinge aussortiert Anschließend wird mit der Pikierpinne im neuen Anzuchtgefäß ein kleines Loch in die Erde gedrückt so daß die Wurzeln des Sämlings weder gequetscht noch verdreht reinpassen Der Sämling wird vorsichtig ins Loch gesetzt und

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  • sortenerhalt_der_einzelnen_gemuesearten
    zusammengestellten Informationen beinhalten unter anderem Den Deutschen Namen Den Botanischen Namen Ein Foto der Gemüseart Kurze Beschreibung oder Erklärungen zur Gemüseart Angaben zu den Befruchtungverhältnissen Angaben zu Verkreuzungsmöglichkeiten Isolierabstände zwischen den einzelnen Sorten Mindestanzahl der Samenträger Allgemeine Selektionskriterien der Gemüseart Unter der Rubrik Techniken Saatgutgewinnung können Sie sich über die theoretischen und allgemeinen Grundlagen der sortenreinen Saatgutvermehrung ausführlicher informieren Saatgutvermehrung von EINJÄHRIGEN Kulturpflanzen AMARANTH ANDENBEERE AUBERGINE BITTERGURKE BROKKOLI BLUMENKOHL ERBSE

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  • techniken_saatgutgewinnung
    und Fruchtknoten 4 4 Befruchtung der Blüte Bei der Bestäubung gelangen die männlichen Pollenkörner auf die weibliche Narbe Dies kann grob unterteilt auf dem Wege der Selbstbefruchtung oder der Fremdbefruchtung stattfinden Fließende Übergänge gibt es wie überall in der Natur auch hier Wenn also ein Pollenkorn auf die empfängnisbereite Narbe gelangt wird dieser zum auskeimen angeregt Aus dem Pollenkorn heraus wächst ein Schlauch durch den langen Griffel bis in die Samenanlage hinein Dort angekommen tritt die männliche Geschlechtszelle aus dem Pollenschlauch aus und vereinigt sich mit der weiblichen Eizelle Dieser Vorgang wird als Befruchtung bezeichnet Nach erfolgreicher Befruchtung beginnt die Zelle sich zu teilen und die Samenanlage beginnt anzuschwellen Der Keimling wächst heran 4 4 1 Selbstbefruchter Bei den Selbstbefruchtern befruchtet sich die Pflanze selbst Der blüteneigene Pollen bestäubt die Narbe Es gibt sogar Arten da kann die Bestäubung sogar in der noch geschlossenen Blüte erfolgen was auch als Kleistogamie bezeichnet wird Beispiele hierfür sind Bohnen der Art Phaseolus vulgaris Erbsen Salate Sojabohnen und Tomaten Neben der Kleistogamie gibt es auch noch sogenannte Potentielle Selbstbefruchter Diese können sich zwar selbst bestäuben aber auch eine Fremdbefruchtung ist möglich Erfolgt bei diesen keine Fremdbefruchtung gehen sie zur Selbstbefruchtung über Als Beispiele kann man nennen Puffbohne Aubergine und Paprika Da Potentielle Selbstbefruchter eine Fremdbefruchtung zulassen muss man bei mehreren Sorten der selben Art diese vor Verkreuzungen schützen Da manche Selbstbestäuber den Wind oder Insekten benötigen damit diese den Pollen auf die Narbe rütteln muss man in windstillen Gewächshäusern oder in Isolationstunnels über ein mechanisches Rütteln der Pflanzen für eine optimale Bestäubung sorgen ansonsten setzen diese Pflanzen nur sehr wenig Früchte und Samen an 4 4 2 Fremdbefruchter Bei der Fremdbefruchtung wird im Gegensatz zur Selbstbefruchtung Pollen einer anderen Pflanze auf der Narbe deponiert Da Pflanzen im Unterschied zu Tieren und dem Mensch immobil sind benötigen Fremdbefruchter für ihre Bestäubung Helfer wie Insekten und den Wind Auch Regentropfen können für eine Fremdbefruchtung sorgen Damit Fremdbefruchter reichlich Früchte und Saatgut ansetzen sollte man keinen windstillen Garten haben bezw seinen Garten Insekten freundlich mit vielen Blütenangeboten anlegen 4 4 2 1 Insektenbefruchtete Pflanzen Bei den Fremdbefruchtern gibt es Arten die durch Insekten aller Art bestäubt werden Durch Blüten und Nektar angelockt fliegen die Insekten mit dem Pollen von einer Blüte zur anderen Wichtige Bestäuberinsekten sind z B Wild und Honigbienen Hummeln Wespen Schwebfliegen Käfer Schmetterlinge und eine ganze andere Reihe von Insekten Als Insektenbestäuber gibt es z B Feuerbohne Kohl Kürbis und Radieschen 4 4 2 2 Windbestäubte Pflanzen Bei den Fremdbefruchtern gibt es auch Arten wo der Wind die Bestäubung übernimmt Der Wind nimmt die sehr leichten und feinen Pollenkörner auf und transportiert diesen zu anderen Pflanzen dieser Art Windbestäuber müssen keine Insekten anlocken und bilden daher keine auffälligen Blüten und auch keinen Nektar aus Als Windbestäuber gibt es z B Mais Amaranth Rote Rübe und Mangold zurück zum Inhaltsverzeichnis dieser Seite 5 Bewahrung der Sortenreinheit durch mechanische Isolation und Handbestäubung Um bei der Erhaltungsarbeit an alten und seltenen Gemüsesorten die Sortenreinheit zu erhalten und zu garantieren bestehen verschiedene Möglichkeiten der Isolierung der Samenträger zur Verfügung Hier eine kurze Auflistung der verschiedenen Isolations Methoden 5 1 Räumliche Isolation 5 2 Zeitliche Isolation 5 2 1 Innerhalb eines Jahres 5 2 2 Über mehrere Jahre 5 3 Mechanische Isolation 5 4 Handbestäubung 5 3 1 Einsacken 5 3 2 Isolationstunnels 5 3 2 1 Feststehende 5 3 2 2 An abwechselnden Tagen 5 3 2 3 Mit Bestäuberinsekten 5 1 Die Räumliche Isolation Hierbei werden die verschiedenen Gemüsesorten soweit voneinander entfernt angebaut dass es während der Blütezeit zu keinem Pollenaustausch kommen kann Gemüsesorten die durch den Wind bestäubt werden werden soweit auseinander gepflanzt dass die Strecke wo die Pollenkörner vom Wind mitgenommen werden können nicht mehr ausreicht um am anderen Standort dort die Gemüsesorte zu bestäuben Gemüsesorten die durch Insekten bestäubt werden werden soweit auseinander gepflanzt dass der Aktionsradius der Insekten nicht mehr ausreicht um am anderen Standort dort die Gemüsesorte zu bestäuben Die räumliche Isolation ist in privaten Kleingärten nur selten zu praktizieren da meist recht beachtliche Abstände zwischen den einzelnen Gemüsesorten notwendig sind Ebenso muss man darauf achten dass in den Nachbargärten in der näheren Umgebung keine derartigen Sorten und Arten die man erhalten will dort blühen Mindestabstände sind nur schwer anzugeben da diese von verschiedenen Faktoren wie z B Geländegestaltung Blütenangebot Hauptwindrichtung und Anzahl der Samenträger u s w stark abhängig sind zurück zur Auflistung der Isolationsmethoden 5 2 Die Zeitliche Isolation 5 2 1 Innerhalb eines Jahres Diese Methode eignet sich besonders für Gemüsesorten die eine kurze Kulturdauer haben Durch einen gestaffelten Anbau kann man die verschiedenen Gemüsesorten zeitlich versetzt zur Blüte bringen Dazu wird die erste Gemüsesorte so früh wie möglich ausgesät Wenn diese erste Sorte nun mit blühen anfängt kann man die zweite Sorte aussäen Sie blüht erst wenn bei der ersten Sorte die Blüten alle verblüht sind und deren Samen meist schon angesetzt haben Wichtig ist dass von der ersten Gemüsesorte keine Blüte mehr vorhanden sein darf wenn die zweite Sorte ihre Blüten öffnet Ebenso ist darauf zu achten dass im Nachbargarten zum Blütenzeitpunkt keine anderen Sorten dieser Art stehen dürfen 5 2 2 Über mehrere Jahre Anstatt in einem Jahr verschiedene Sorten einer Art anzubauen kann man auch über mehrere Jahre hinweg zeitlich isolieren indem man nur eine Gemüsesorte pro Art und Jahr anbaut Da die Samenkörner über mehrere Jahre hinweg keimfähig bleiben kann man trotz einer Sorte pro Jahr mehrere Sorten über mehrere Jahre hinweg erhalten zurück zur Auflistung der Isolationsmethoden 5 3 Die Mechanische Isolation Die mechanische Isolation ist zwar zeitaufwändiger als die räumliche oder zeitliche Isolation dennoch ist sie für kleinere Gärten oder Schrebergärten gut geeignet Bei dieser Methode wird eine physische Barriere zwischen den einzelnen Gemüsesorten aufgebaut die eine ungewollte Fremdbefruchtung verhindern Mittels Kulturschutznetzen Vlies und Fliegengitter lassen sich Sorten von Insekten bestäubenden Sorten sehr gut schützen Wind bestäubte Sorten sind aber problematischer Ihre Pollen durchdringen selbst engmaschigen Vlies und stellt somit keine wirksame Barriere da Wind bestäubte Sorten können somit mit den oben erwähnten Materialien nicht erfolgreich vor Fremdbefruchtung geschützt werden 5 3 1 Das Einsacken Diese Praktik beim mechanischen isolieren kann man besonders für die Erzeugung von kleinen Mengen Saatgut praktizieren Beim einsacken werden einzelne Blüten oder Blütenstände von selbstbefruchtenden Gemüsesorten mit Vlies oder ähnlichen Materialien eingepackt sprich eingesackt Es dürfen keine Bestäuberinsekten die eine mögliche Fremdbefruchtung hervorrufen können an die Blüten gelangen Daher muss das Vlies oder andere Materialien die ganze Blüte dicht umschließen und man sollte die Öffnung des Vlies Sackes unten am Stamm oder Stängel der Pflanze mit einer Schnur zubinden Das einsacken erfolgt vor dem öffnen der ersten Blüte und sollte erst abgenommen werden wenn mindestens die letzte Blüte komplett abgeblüht ist Besser man wartet bis die Samenschoten sich zeigen Nach dem abnehmen des Vlies die so sortenrein vermehrten Samenträger mit einem farbigen Bindfaden z B deutlich markieren 5 3 2 Isolationstunnels Diese Praktik beim mechanischen isolieren kann man besonders für die Erzeugung von größeren Mengen Saatgut praktizieren Beim isolieren mit Isolationstunnels werden die ganzen Pflanzen oder sogar die ganzen Reihen und Beete einer Gemüsesorte mit Vlies oder ähnlichem Material eingepackt Je nach Methode siehe dazu auch die Unter Abschnitte 3 2 1 3 2 2 sowie 3 2 3 können sowohl selbstbefruchtende als auch fremdbefruchtende bezw insektenbefruchtende Gemüsesorten unter Isolationstunnels angebaut werden Meistens bestehen sie aus einem Holz oder Drahtrohrgerüst über das z B Vlies engmaschiges Fliegengitter Kulturschutznetze u s w drüber gespannt wird Sie sollten mindestens Platz für etwa 10 Pflanzen gewähren Für größere Pflanzenzahlen kann man auch biegsame Eisenstangen in regelmäßigen Abständen halbkreisförmig in die Erde drücken und mit oben genannten Materialien abdecken Die Ränder werden meist mit Erde zugedeckt Ein komplettes zudecken meist niedrig wachsender Gemüsesorten kann auch mit Vlies oder Kulturschutznetzen die direkt über die Pflanzen gelegt werden erfolgen Auch hier werden die Ränder meist mit Erde zugedeckt Welche Methode Sie schlussendlich praktizieren ist Ihnen überlassen Wichtig ist immer nur dass die Pflanzen zu 100 gegenüber einer ungewollten Fremdbefruchtung geschützt sind 5 3 2 1 Feststehende Unter feststehenden Isolationstunnels werden die selbstbefruchtenden Gemüsesorten wo entweder mehrere verschiedene Sorten zeitgleich angebaut oder wo eine mögliche Fremdbefruchtung durch Insekten nicht ganz ausgeschlossen werden kann isoliert Da es sich hier um selbstbefruchtende Gemüsesorten handelt werden die Pflanzen entweder einzeln oder zu einer Gruppe zusammen komplett eingepackt unter einem Isolationstunnel Da hier keine Insektenbefruchtung für eine normale Saatgutentwicklung notwendig bezw auch unerwünscht ist beläßt man den Isolationstunnel vom Blütenbeginn bis oft zum fertigen Samenkorn die ganze Zeit über den Pflanzen Daher wird auch von feststehenden Isolationstunnel gesprochen da diese während ihres Einsatzes nicht bewegt werden 5 3 2 2 An abwechselnden Tagen Diese Methode wird nur für Fremdbefruchtende bezw Insektenbefruchtende Gemüsesorten benutzt die zeitgleich abblühen Es werden mindestens zwei Isolationstunnels benötigt Maximal sollte man nur bis zu vier verschiedene Gemüsesorten so isolieren da je mehr Isolationstunnels zum Einsatz kommen umso weniger Saatgut wird man durch mangelnde Insektenbefruchtung ernten Die Methode der Isolationstunnels an abwechselnden Tagen funktioniert generell folgendermaßen Die zu isolierenden Gemüsesorten werden alle kurz vor Blühbeginn je nach Sorte getrennt unter den Isolationstunnels eingepackt Mindestens 15 bis 20 Pflanzen pro Gemüsesorte sollte man dazu einpacken unter den Isolationstunnels Am Morgen des ersten Tages wo eine der zu isolierenden Gemüsesorten anfängt aufzublühen wird von dieser Gemüsesorte der Isolationstunnel für einen Tag lang entfernt bezw das aufliegende Netz Während dieser Zeit können die Blüten dieser Gemüsesorte von Insekten befruchtet werden Am Abend des ersten Tages kommt auf die erste geöffnete Gemüsesorte die jetzt teilweise befruchtet wurde wieder der Isolationstunnel oder das Netz drauf Am Morgen des zweiten Tages wird von der zweiten Gemüsesorte die aufblüht der Isolationstunnels bezw das Netz für einen Tag lang entfernt Abends nach der teilweisen Befruchtung wird er wieder aufgesetzt bezw aufgelegt Man verfährt so im 1 Tages Rhythmus mit all den restlichen Gemüsesorten bis man wieder bei der ersten Gemüsesorte angelangt ist Damit die Pflanzen möglichst viele Samenkörner ansetzen können sollte man diese Methode solange fortsetzen bis genügend Samenkörner gebildet sind Wichtig ist dabei dass wenn genügend Samenkörner gebildet wurden man die Isolationstunnels bis zum Ende der Blütezeit der verschiedenen Gemüsesorten drauf lassen muss damit es nicht nachträglich zu einer Fremdbefruchtung kommen kann Erst wenn alle zu isolierenden Gemüsesorten vollständig abgeblüht sind kann man die Isolationstunnels ganz entfernen 5 3 2 3 Mit Bestäuberinsekten Mit dieser Methode die zwar aufwendig ist kann man aber eine große Anzahl von Pflanzen von vielen verschiedenen Gemüsesorten gleichzeitig sortenrein erhalten Sie wird für Fremdbefruchtende bezw Insektenbefruchtende Gemüsesorten eingesetzt die zeitgleich abblühen Die Methode der Isolationstunnels mit Bestäuberinsekten funktioniert generell folgendermaßen Die zu isolierenden Gemüsesorten werden alle kurz vor Blühbeginn je nach Sorte getrennt unter großen Isolationstunnels eingepackt Mindestens 15 bis 20 Pflanzen pro Gemüsesorte sollte man dazu einpacken unter dem Isolationstunnel Ebenso muß man etwas mehr Platz einrechnen für die Bestäuberinsekten die eingesetzt werden Sobald eine der isolierten Gemüsesorten mit blühen anfängt setzt man die Bestäuberinsekten in den jeweiligen Isolationstunnel ein Nach und nach werden so bei allen isolierten Gemüsesorten unter den Isolationstunnels Bestäuberinsekten eingesetzt Die Bestäuberinsekten erfüllen nun die Aufgabe der Befruchtung der Blüten Da sie nur an diese Blüten herankommen kommt es zu keiner ungewollten Fremdbefruchtung und da sie von Blühbeginn bis zum Blühende unter dem Isolationstunnel dauernd befruchten gibt es auch keine Ausfälle bei der Saatgutmenge durch mangelnde Insektenbefruchtung wie bei der Methode an abwechselnden Tagen Sobald die Blüten einer der isolierten Gemüsesorten abgeblüht sind kann man die Bestäuberinsekten aus diesem Isolationstunnel entnehmen Nach und nach werden auch aus den restlichen Isolationstunnels die Bestäuberinsekten nach Blühende herausgenommen Zur Sicherheit sollte man die Isolationstunnels aber auf den jeweiligen Gemüsesorten belassen bis die Samenbildung anfängt Besonders wichtig beim Einsatz von Bestäuberinsekten ist eine Artgerechte und der jeweiligen Insektenart angepasste Haltung in den Isolationstunnels Als Bestäuberinsekten eignen sich unter anderem folgende Arten Mauerbienen Osmia rufa Sie sind relativ leicht in der Zucht und können gezielt zur Bestäubung in den Isolationstunnels eingesetzt werden Es sind Solitärbienen die alleine und nicht in einem Volk leben Generell eignen sich alle wildlebenden Solitärbienen für die Bestäubung Schmeißfliegen Calliphora spp Man bekommt sie als Maden Köder in vielen Anglergeschäften zu kaufen Etwa zwei Wochen dauert es bis sich die Maden bei Zimmertemperatur verpuppen und die Fliegen schlüpfen Schmeißfliegen müssen daher rechtzeitig vor Blühbeginn eingekauft werden Mistbienen Scheinbienen Eristalis tenax Die Mistbienen findet man am leichtesten in Misthaufen vor Ort Die Zucht ist recht aufwendig Die Eier dieser großen Schwebfliegenart werden in der Jauche von Misthaufen abgelegt Die Larven entwickeln sich im Misthaufen und können dort eingesammelt werden Das Schlüpfen der Mistbienen kann einige Wochen dauern Erdhummeln Bombus terrestris Man kann die Erdhummeln meist im Gartenhandel oder direkt bei diversen Nützlingsfirmen per Versand kaufen Da sie weniger staatenfixiert sind als Honigbienen kann man aus den königslosen Hummelvölker die man kauft Hummeln herausfangen und in die Isolationstunnels einbringen Erdhummeln gewöhnen sich rasch an die neue Situation und leisten bei den für sie geeigneten Kulturen gute Bestäubungsarbeit Wichtig Bitte keine Honigbienen in den Isolationstunnels einsetzen Es sind soziale Lebewesen die in der Gefangenschaft keine Bestäubungsarbeit leisten da sie unbedingt zu ihrem Bienenvolk zurückfliegen wollen Ebenso ist beim Einsatz von Bestäuberinsekten wie bereits gesagt auf eine Artgerechte und der jeweiligen Insektenart angepasste Haltung in den Isolationstunnels notwendig Bitte informieren Sie sich unbedingt vor dem Einsatz von Bestäuberinsekten über deren Haltung und Lebensgewohnheiten zurück zur Auflistung der Isolationsmethoden 5 4 Die Handbestäubung Die gebräuchlichsten Methoden der sortenreinen Saatgutgewinnung haben Sie bereits gesehen Neben der mechanischen Isolation wird auch noch sehr häufig die händische Bestäubung angewandt Diese Methode eignet sich besonders für Gemüsearten die von Insekten befruchtet werden bezw ebenso für Windbestäuber wie z B den Mais Im privaten Hausgarten wird diese Methode vor allem bei getrennt geschlechtlichen Blüten angewandt Pflanzen mit zwittrigen Blüten sind mit der Handbestäubung nur recht aufwendig sortenrein zu vermehren Daher werden zwittrige Blüten meist auch nur in der gewerblichen Züchtung eingesetzt bezw nur von sehr erfahrenen privaten Erhaltern im Hausgarten gebraucht Generell funktioniert die Methode der Handbestäubung folgendermaßen Die Blüten der zu vermehrenden Gemüsesorten werden einzeln oder im ganzen mit Vlies oder ähnlichem eingepackt um sie vor ungewollter Fremdbefruchtung zu schützen Sobald die Blüten soweit sind wird die Schutzhaube der Blüten kurz abgenommen Aufpassen dass während dieser Zeit keine Insekten oder starker Wind weht Nun werden von den männlichen Blüten reiner Pollen abgenommen und von Hand auf eine empfängliche Narbe einer ebenfalls vor Fremdbefruchtung geschützten Gemüsesorte einer weiblichen Blüte aufgetragen Nachdem die Befruchtung von Hand geschehen ist muss die weibliche Blüte vor weiterer ungewollter Fremdbefruchtung weiterhin geschützt werden Dazu packt man die befruchtete Blüte wieder mit Vlies oder ähnlichem ein und markiert sie mit einem farbigen Bindfaden oder ähnlichem Sobald die Blüte vollständig abgeblüht ist bezw die Samenkörner sich bereits entwickeln kann man die Schutzhaube aus Vlies ganz entfernen Die Handbestäubung ist also eine Art künstliche Befruchtung die jedoch sehr einfach zu handhaben ist Durch diese Methode kann man ganz gezielt die schönsten und besten Pflanzen in einem Bestand auswählen die den nötigen Kriterien der jeweiligen Gemüsesorte am besten entsprechen Für Züchtungs und Selektionsarbeiten an Gemüsesorten eignet sich die Handbestäubung also sehr gut zurück zur Auflistung der Isolationsmethoden zurück zum Inhaltsverzeichnis dieser Seite 6 Auslese und Selektionsarbeit Neben vielen wichtigen Punkten bei der Saatgutgewinnung ist vermutlich die Arbeit der Auslese und Selektion eine der wichtigsten Aufgaben Sorten erhalten anpassen und weiterentwickeln wird durch die Auslese Selektion erst möglich Doch was versteht man unter Auslese und Selektion Eine kurze Begriffserklärung Die Pflanzen die für Saatgutzwecke dienen werden im allgemeinen nach gewissen Regeln Vorstellungen sortentypischen Merkmalen und Wünschen ausgesucht Dazu selektiert oder liest man aus einem großen Bestand von Pflanzen einer Sorte nur diejenigen aus die den vorgegebenen Regeln den sortentypischen Merkmalen dieser Sorte den Wünschen und Vorstellungen am nächsten kommen und am meisten sowie am besten entsprechen Die Verfahren der Auslese Selektion sind die traditionellen Methoden der Pflanzenzucht und sind bereits einige tausend Jahre alt und bewährt Unsere Nutzpflanzen stammen von Wildpflanzen ab So wie wir sie heute kennen sind sie erst durch den Menschen durch eine lange Auslese Selektion über viele Generationen hinweg zu dem geworden was sie heute sind Bleibt diese stetige Sortenbegleitung aus verlieren sich meist all die ausgelesenen bezw angezüchteten Eigenschaften oft wieder sehr schnell Nutzpflanzen haben häufig die Neigung sich wieder ihren wilden Vorfahren anzupassen wenn wir sie nicht begleiten Binnen weniger Vermehrungszyklen ohne eine gezielte Auslese Selektion bezw durch eine falsche Auslese von ungeeigneten Samenträgern kann eine Sorte somit ihre positiven Eigenschaften wieder verlieren Neben einer reinen Erhaltungsarbeit muss man eine Sorte aber auch stetig weiterentwickeln Eine Sorte soll nicht nur ihr Erscheinungsbild und ihre positiven Eigenschaften behalten sondern sich auch ständig den wechselnden Umweltbedingungen anpassen 6 1 Auslese Selektions Verfahren Grundsätzlich kann in drei verschiedene Richtungen ausgelesen werden 1 Erhaltende Populations Auslese 2 Negative Auslese 3 Positive Auslese 6 1 1 Erhaltende Populations Auslese Wie der Name es schon vermuten lässt wird bei der erhaltenden Populations Auslese der Schwerpunkt auf die Erhaltung von so viel verschiedenen Merkmalen innerhalb der Population gelegt Quer durch den Bestand werden einzelne Pflanzen ausgesucht die zwar dem Sortenbild der zu vermehrenden Sorte entsprechen die aber nicht unbedingt perfekt sind in ihrer Gesamtheit Mit dieser Methode kann man das ganze Spektrum an Merkmalen in einer Population erhalten Man hält sich alle Wege für die Zukunft offen Eine gezielte Verbesserung oder Weiterentwicklung der Sorte ist aber nur bedingt möglich 6 1 2 Negative Auslese Bei der Negativen Auslese werden nur die Pflanzen aus dem Bestand entfernt die dem gewünschten Sortenbild nicht entsprechen die kümmerlich wachsen oder krank sind Alle verbleibenden Pflanzen werden für die Saatgutgewinnung genutzt Auch hier sind die ausgesuchten Pflanzen nicht alle perfekt und haben noch ein recht großes Spektrum an verschiedenen Merkmalen 6 1 3 Positive Auslese Bei der Positiven Auslese werden nur die Pflanzen aus dem Bestand ausgesucht welche die allerbesten sind Die Positive Auslese ermöglicht die gezielte Verbesserung oder Weiterentwicklung einer Sorte Da hierbei jedoch nur die allerbesten Pflanzen zurück behalten werden ist das Spektrum an verschiedenen Merkmalen innerhalb der Population eingeschränkt 6 2 Allgemeine Auslese und Selektionskriterien Neben den spezifischen Auslesekriterien des jeweiligen Sortenbildes einer bestimmten Sorte gibt es auch eine Reihe von allgemeingültigen Auslesekriterien Hier sollen kurz die wesentlichsten Punkte aufgelistet werden 6 2 1 Geschmacks Eigenschaften Oft schmecken moderne Sorten gleichbleibend nach nichts Um dies zu ändern sollten Sie die Pflanzen die Sie zu Samenträgern bestimmen vorher kosten Nicht jede Möhre schmeckt gleich süß Nicht jeder Paprika hat den richtigen Biss und nicht jedes Blatt eines Salates ist gleich zart Auch Gemüse was eingelagert wird sollte vor dem wieder aufpflanzen im zweiten Jahr als Samenträger vorher geschmacklich bewertet werden Nur so können Sie sicher sein dass das was Sie in Zukunft essen wollen bezw was Sie an der jeweiligen Sorte schätzen nicht nur erhalten sondern auch ausgeprägter wird 6 2 2 Resistenz gegenüber Wetterschwankungen Trockenheit Kälte Regen Wind und Schnee um nur diese zu nennen sind nicht jedes Jahr gleich ausgeprägt Mit jedem Anbaujahr werden die Pflanzen unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt Pflanzen die eine große Trockenheit überstanden haben oder solche die dem Frost über Winter getrotzt haben werden in Zukunft mit diesen klimatischen Eigenschaften besser zurecht kommen als andere Meist nimmt uns die Natur die Arbeit dieser Auslese ab da ja nur die Pflanzen überleben die die Fähigkeit besitzen mit den vorherrschenden klimatischen Eigenschaften zurecht zu kommen Eine gezielte Weitervermehrung dieser Pflanzen bringt Vorteile beim nächsten Anbau 6 2 3 Toleranz auf Krankheiten und Schädlinge Man kann die Natur nie komplett ausschalten Immer wieder werden unsere Nutzpflanzen wohl von Schädlingen und Krankheiten befallen Betreiben wir aber bei jedem Anbau eine Auslese auf die Toleranz bei Schädlings und Krankheitsbefall unserer Nutzpflanzen und lesen jedes mal nur die aus dem Bestand aus die nicht oder nur sehr wenig erkrankt sind bauen wir eine natürliche Barriere gegenüber Krankheiten und Schädlingen auf Wir werden wohl nie ganz Mehltau und Blattläuse loswerden können es ihnen aber mit unserer Auswahl auf Pflanzen die ihnen trotzen es zumindest schwerer machen unsere Nutzpflanzen so zu schädigen dass sie eingehen 6 2 4 Frühzeitigkeit Wer möchte nicht schon Früchte ernten wenn andere noch darauf warten müssen Die Auslese auf Frühzeitigkeit bringt Pflanzen hervor die früher als andere Pflanzen dieser Sorte bereits einen Ertrag erzielen Besonders bei Pflanzen die aus klimatisch anderen Gegenden stammen kann es bedingt durch unsere kurze Vegetationsperiode vorteilhaft sein auf Frühzeitigkeit hin auszulesen 6 2 5 Spätreife Genau die umgekehrte Frage wer möchte nicht noch Früchte ernten wenn andere bereits fertig sind Pflanzen die auf Spätreife hin ausgelesen werden sollen noch Früchte bringen wenn andere schon länger keine mehr bringen Auch eine Ernteverlängerung mit diesen Pflanzen ist möglich 6 2 6 Ertrag und Fruchtbehang Sicherlich ist ein großer Ertrag mit vielen Früchten ganz im Sinne des Anbauers Die größten Tomaten der schwerste Kürbis die dickste Kartoffel Um den Ertrag quantitativ zu erfassen muss insbesondere bei Fruchtgemüse von jeder Pflanze einzeln über die gesamte Saison abgeerntet gewogen bezw gezählt werden Nur so lässt sich ermitteln welche der Pflanzen im Bestand einen wirklich guten Ertrag erbracht haben Man sollte aber neben dem Ertrag auch eine regelmäßige Ernte und einen guten Fruchtbehang nicht außer Acht lassen Ebenso sollte man auch die vielen anderen Aspekte bei der Auslese nicht vernachlässigen 6 2 7 Einlagerung Besonders die Leute die Ihr Gemüse für den Winter einlagern wollen ist eine Auslese auf eine gute und lange Einlagerung im Keller oder anderswo sinnvoll Die Kürbisse im Lager die am längsten essbar sind die Zwiebeln die als letztes austreiben die Knollen die am längsten gesund bleiben oder die die am längsten zart und genussvoll bleiben sind diejenigen die für die Auslese auf eine gute Einlagerung in Frage kommen 6 2 8 Andere mögliche Auslese Kriterien Neben diesen allgemeinen Auslesekriterien gibt es auch noch andere Punkte auf die man bei der Auswahl der geeigneten Samenträger achten kann Meist werden diese Punkte aber schon während der Auslese auf das jeweilige Sortenbild angewandt Hier einige Beispiele Die richtige Färbung von Wurzeln Früchten und Blüten Wuchsfreudigkeit Standfestigkeit und Schossfestigkeit Platzfestigkeit zarte Fruchthaut keine Bitterstoffe Blattform und Blattfarbe Nicht holzige oder schwammige oder Hohlräume in Knollengemüse zurück zum Inhaltsverzeichnis dieser Seite 7 Populationsgröße und Genetische Vielfalt Nutzpflanzen sind bei jedem Anbau unterschiedlichen Umweltbedingungen ausgesetzt In einer Saison kann es einen trocknen heißen Sommer geben und in der nächsten z B einen kühlen und regnerischen Aber auch die Niederschläge Frosteinwirkungen Hagel Bodenbedingungen Nährstoffverfügbarkeit sowie Krankheiten wie Pilzbefall oder Schädlinge können von einer Saison zur anderen extrem schwanken Solche Schwankungen beeinflussen unsere Kulturpflanzen wesentlich sowohl negativ als auch positiv Baut man also während einer Saison zu wenige Pflanzen einer Art Sorte an kann es sein dass der viel zu kleine Bestand nicht die nötige genetische Variabilität besitzt um den vorherrschenden Wetterverhältnissen oder Umweltbedingungen zu trotzen und schlimmstenfalls ganz ausfällt Baut man hingegen einen größeren Bestand von einer Art Sorte an ist die genetische Variabilität größer und man stellt fest dass einzelne Pflanzen aus diesem großen Bestand besser mit der vorherrschenden Wetterlage oder Umweltbedingungen zurechtkommt als die anderen Diese Pflanzen sind wahrscheinlich auch in den nächsten Anbaujahren so flexibel und beweglich dass sie unterschiedlichen Umweltbedingungen standhalten Solche Pflanzen besitzen also eine gute Anpassungsfähigkeit die stets eine gute und sichere Ernte garantieren Aber auch für die Auslese und Selektionsarbeit ist es enorm wichtig einen größeren Bestand einer Art Sorte pro Saison anzubauen Wenn Sie z B nur eine einzige Tomatenpflanze einer Sorte anbauen wie wollen Sie da feststellen ob diese Pflanze die beste ist Es gibt ja keine Vergleichspflanzen Je mehr Tomatenpflanzen Sie von dieser Sorte anbauen umso mehr Auswahl haben Sie um aus diesem großen Bestand heraus die wirklich schönsten Pflanzen als Samenträger auszuwählen Die spätere Ernte beginnt bereits beim Samenkorn achten Sie besonders darauf Lieber einige wenige Arten Sorten optimal vermehren als viele Arten Sorten und diese nur mangelhaft Wenn Sie aus einem zu kleinen Bestand von schlecht ausgewählten Samenträgern Saatgut abnehmen ist die Wahrscheinlichkeit hoch auch nur schlechte Pflanzen mit wenig Anpassungsfähigkeit und ebenso eine schlechte oder geringere Ernte zu haben Nehmen Sie hingegen aus einem großen Bestand von gut ausgewählten Samenträger Saatgut abnehmen ist die Wahrscheinlichkeit hoch bessere Pflanzen mit einer großen Anpassungsfähigkeit und somit eine höhere und sichere Ernte zu haben Als Richtlinie für die Bestandsgröße der Samenträger nach der Selektion und Auslese sollte man bei Selbstbestäubern 20 bis 25 Pflanzen und bei Fremdbestäubern 40 bis 50 Pflanzen gemeinsam abblühen lassen Deshalb immer einen groß möglichsten Bestand pro Art Sorte in einer Saison anbauen oder wenn der Platz im Garten nicht ausreichend ist sich zumindest an die Mindestanzahl von Samenträger halten Diese Mindestanzahl von Samenträger erfahren Sie für die einzelnen Gemüsearten unter der Rubrik Sortenerhalt der einzelnen Gemüsearten zurück zum Inhaltsverzeichnis dieser Seite 8 Saatgutreinigungsmethoden Zwischen der Ernte und der Lagerung erfolgt der wichtige Arbeitsschritt der Saatgutreinigung Nur gut gereinigtes Saatgut sollte später eingelagert werden Bei der Saatgutreinigung unterscheidet man zwischen zwei großen Methoden Die Nassreinigung Diese erfolgt bei Fruchtgemüse wie z B Tomaten Gurke Auberginen Melonen u s w Die Trockenreinigung Diese erfolgt bei Pflanzen deren Samen in Hülsen Schoten oder ähnlichem enthalten sind wie z B Bohnen Mais Salat Radieschen u s w 8 1 Die Nassreinigung Die Nassreinigung bei Fruchtgemüse kann mit oder ohne Gärung erfolgen und ist in drei Etappen aufgebaut Etappe 1 Die Samenentfernung aus der Frucht mit anschließender Vergärung oder ohne Vergärung Etappe 2 Der Waschvorgang um die Samen zu reinigen Etappe 3 Die Trocknung der Samenkörner 8 1 1 Die Nassreinigung mit Gärung 8 1 1 1 Die Samenentfernung Generell gilt keine angefaulten Früchte für die Saatgutgewinnung nutzen Nur große und gut ausgereifte Früchte werden verwendet und mit einem Messer aufgeschnitten Tomaten nicht von oben nach unten sondern mittig durchschneiden damit alle Fruchtkammern geöffnet werden Anschließend die Samen mit dem anhaftenden Fruchtfleisch mittels eines Löffels in ein Glas Behälter ausschaben Kleine Früchte werden nicht einzeln aufgeschnitten sondern in einem Glas Behälter zerdrückt Werden viele kleine Früchte verarbeitet lohnt sich die Anschaffung eines Mixers mit Behälteraufsatz Hierbei wird 1 3 Früchte und 2 3 Wasser in den Behälter des Mixers eingefüllt und stoßweise kein Dauer Mixvorgang benutzen die Früchte zerkleinert Dabei verhindert das zugegebene Wasser dass die Samenkörner beschädigt werden beim Mix Vorgang Das gewonnene Fruchtfleisch der Saft und die Samenkörner werden in einem Glas Behälter nun für einige Tage lang vergären gelassen und gelegentlich umgerührt Dabei das verwendete Gefäß nicht dicht abschließen da sich durch die Vergärung ein Druck aufbaut Je nach Temperatur 23 30 C läuft die Vergärung schneller oder langsamer ab Dabei kann sich an der Oberfläche eine dünne Hefeschicht bilden Durch gelegentliches umrühren kann man der Bildung dieser Hefeschicht entgegenwirken Wer sich mit der Vergärung noch nicht auskennt kann mittels einer Fingerprobe ermitteln ob die Samenhülle abgebaut ist oder nicht Wenn sich die Samen nicht mehr glitschig sondern rau anfühlen ist die Vergärung abgeschlossen und die Samenkörner sollen dann schnellstmöglich gereinigt und getrocknet werden 8 1 1 2 Der Waschvorgang Die vergärte Brühe in ein großes Glas oder durchsichtigen Behälter umschütten reichlich Wasser hinzugeben und kräftig umrühren Die schweren Samen sinken zu Boden das leichtere Fruchtfleisch und taube Samen steigen nach oben Nun das Fruchtfleisch und die tauben Samen abgießen Aufpassen dass die unten im Glas befindlichen Samenkörner nicht mit abgegossen werden Dieser Abschütt Vorgang mit Wasserzugabe muss einige Male wiederholt werden bis das Wasser vollkommen klar bleibt und nur mehr die Samenkörner enthält Anschließend die Samenkörner in ein engmaschiges Sieb geben wo Sie nicht durchfallen können und kurz mit klarem Wasser abspülen 8 1 1 3 Die Trocknung Nachdem die Samenkörner gereinigt sind ist es sehr wichtig dass diese rasch getrocknet werden damit sie nicht anfangen zu keimen Die Unterseite des Siebes wo sich die gereinigten Samenkörner befinden kann mit einem sauberen und trockenen Tuch abgetupft werden um damit viel der verbleibenden Flüssigkeit an den Samenkörnern aufzusaugen Danach werden die Samenkörner aus dem Sieb auf Porzellanteller Holzbrettchen dicker Pappe Fliegengitter oder ähnlichem verteilt Nicht geeignet als Unterlage sind Papier Küchenrollen Papier Stoff oder Plastikfolien Die getrockneten Samen kann man von diesen Oberflächen später nur sehr schwer abbekommen Die Unterlagen mit den Samenkörner an einen warmen Ort 23 30 C luftig aufstellen und beschriften Die Samen sollen nach maximal 1 Tag getrocknet sein 8 1 2 Die Nassreinigung ohne Gärung Diese läuft eigentlich fast identisch ab wie die Nassreinigung mit Gärung so dass hier nur abweichende Punkte erklärt werden Da die Samen bei diesem Verfahren nicht vergärt werden werden die Samen nach dem auslösen aus dem Fruchtfleisch nur in ein Sieb gegeben und unter fließendem Wasser gereinigt Sollte sich dabei das Fruchtfleisch nur schwer von den Samenkörnern trennen so kann ein 12 bis 24 stündiges Wasserbad hilfreich sein Dazu die Samen mit dem Fruchtfleisch in ein Glas Behälter geben Wasser hinzufügen und kühl aufstellen Wichtig das Ganze nicht warm stellen da sonst eine unerwünschte Vergärung auftritt Das Wasserbad dient lediglich dazu das Gewebe des Fruchtfleisch von den Samen abzulösen Nach 12 oder 24 Stunden das Ganze kräftig umrühren bezw in einem verschließbaren Glas Behälter schütteln und in einem Sieb dann unter fließendem Wasser reinigen Alle anderen Schritte sind identisch wie bei der Nassreinigung mit Gärung 8 2 Die Trockenreinigung Die Trockenreinigung bei Pflanzen mit Hülsen Schoten oder dergleichen ist in drei große Etappen aufgebaut Etappe 1 Das trocknen der Samenkörner oder Hülsen Schoten Etappe 2 Das ausdreschen des Saatgutes Etappe 3 Das reinigen des Saatgutes 8 2 1 Das Trocknen Das Trocknen der Samenträger oder Hülsen Schoten erfolgt auf zwei verschiedenen Wegen Weg 1 Trocknen der Samen an der Pflanze Weg 2 Nachtrocknen der Samenstände im Haus Notreife Generell gilt für das Trocknen der fertig gereinigten Samen dass diese mindestens 1 Woche lang bei Temperaturen zwischen 23 30 C gut getrocknet werden Temperaturen über 35 C besonders wenn sie längerfristig auf die Samenkörner einwirken beschädigen den Keimling im Samenkorn Finden sich keine geeigneten Orte zum Trocknen kann auch mittels Silikagel getrocknet werden Siehe hierzu auch Saatguttrocknung mit Silika Gel 8 2 1 1 Trocknen der Samenkörner an der Pflanze Bei anhaltender trockener Witterung ist es vorteilhafter die Samen in den Hülsen Schoten an den Samenträger trocknen zu lassen Entweder man erntet laufend die bereits reifen trockenen Hülsen Schoten einzeln von den Samenträgern oder man wartet bis alle Hülsen Schoten eines Samenträgers reif und trocken sind rauft sie dann alle zeitgleich ab oder schneidet den ganzen Samenträger ab Besser aber zeitaufwendiger ist sicherlich das laufende durchpflücken der einzelnen Hülsen Schoten Werden die Hülsen Schoten gerauft oder gar die ganzen Samenträger geerntet wird hierdurch der spätere Reinigungsprozess erheblich erschwert Ob man die Hülsen Schoten nun einzeln oder die ganzen Samenträger erntet und später reinigt ist jedem selbst überlassen 8 2 1 2 Nachtrocknen der Samenstände im Haus Besonders bei lang anhaltenden Regen oder Schlechtwetter Perioden ist es nur schwer die Hülsen Schoten trocken von den Samenträgern zu ernten Auch in kühlen Gegenden wo der Frost frühzeitig einsetzt oder bei spät ausreifenden Sorten ist eine Trocknung an der Pflanze wegen Frosteinwirkung und Verpilzung der Samenkörner nicht möglich und eine Notreife ist notwendig Daher werden in diesen Fällen die Samenträger ab einem gewissen Reifepunkt meist wenn 50 oder mehr Hülsen Schoten reif und trocken sind ganz abgeschnitten und ohne Wurzeln kopfüber an einem trocknen und frostfreiem Ort aufgehängt zum nachtrocknen Ebenso können auch die an der Pflanze gereiften und getrockneten Hülsen Schoten gerne nach getrocknet werden im Haus was sich positiv auf die Saatgutqualität auswirkt Bei Samenträger deren Hülsen Schoten noch grün und nicht reif sind aber im Freiland nicht mehr abreifen würden kann man die Samenträger auch mit den Wurzeln herausnehmen diese dann eintopfen und an einem hellen aber frostfreien Ort zum abreifen aufstellen 8 2 2 Das Ausdreschen des Saatgutes Durch den Dreschvorgang wird das Saatgut aus den Hülsen Schoten befreit Bei kleinen Saatgutmengen kann man das Saatgut händisch aus den Hülsen Schoten herauspallen Größere Mengen lassen sich aber einfacher und schneller ausdreschen Da die Hülsen Schoten der einzelnen Gemüsearten sehr unterschiedlich sind und auch unterschiedlich beim ausdreschen reagieren gibt es daher auch verschiedene Dreschmethoden 8 2 2 1 Samen die in leicht brüchigen Kapseln oder Blattachseln sitzen Als Beispiele für solche Gemüsearten sind zu nennen Spinat Lein u s w Entweder man streift die Hülsen Schoten von Hand von den Samenträger ab oder man gibt die Samenträger in einen Sack und schlägt sie gegen eine Wand Die Samen fallen dabei aus und sammeln sich am Boden des Sackes 8 2 2 2 Samen die fest von Hülsen Schoten umgeben sind Als Beispiele für solche Gemüsearten sind zu nennen Radieschen Endivien Rettich u s w Die Samenträger in einen Sack packen und auf einer relativ festen Unterlage wie eine alte Decke mit einem Dreschflegel z B ein alter Spatenstiel ausdreschen oder den Sack mit Füßen austreten Ebenso kann man die Hülsen Schoten keine ganzen Samenträger in einen großen Kübel geben und mit sauberen Schuhen darin austreten 8 2 2 3 Samen die sich leicht aus den Hülsen Schoten lösen Als Beispiele für solche Gemüsearten sind zu nennen Erbsen Bohnen Kohlarten u s w Die Samenträger in einen Sack packen und auf einer weichen Unterlage wie eine alte Matratze mit einem Dreschflegel z B ein alter Spatenstiel behutsam ausdreschen Ebenso kann man die Hülsen Schoten keine ganzen Samenträger in einen großen Kübel geben und mit sauberen Schuhen darin behutsam austreten Besonders bei großkörnigen Samenkörnern unbedingt behutsam ausdreschen oder austreten Beim ausdreschen dabei immer wieder den Sack neu aufschütteln und drehen während des Dreschvorgangs Schlägt man zu fest zu können die Samenkörner Schaden nehmen 8 2 3 Das Reinigen des Saatgutes Nachdem die Samenkörner aus den Hülsen Schoten befreit sind geht es ans reinigen Dies sollte so gründlich wie möglich vollzogen werden da alle Erdteile Stängel und Pflanzen Reste Krankheitserreger auf das Saatgut übertragen können Um das Saatgut zu reinigen gibt es verschiedene Methoden die einzeln oder auch kombiniert angewandt werden können Meistens sind mehrere Wiederholungen der einzelnen Reinigungsvorgänge nötig damit das Saatgut vollständig gereinigt ist 8 2 3 1 Reinigen von Hand Diese Methode eignet sich nur für sehr kleine Mengen an Saatgut Dabei werden die Samenkörner oder die Verunreinigungen mit den Fingern oder einer Pinzette händisch aussortiert 8 2 3 2 Die Siebreinigung Die Siebreinigung ist eine einfache und schnelle Methode um das Saatgut zu reinigen Man benutzt dazu Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten Als Erstausstattung an Sieben kann man sich evtl folgende Siebe anschaffen Grobe Siebe Nr 2 Maschenweite 11 7mm Nr 12 Maschenweite 1 80mm Mittlere Siebe Nr 14 Maschenweite 1 40mm Nr 18 Maschenweite 1mm Feine Siebe Nr 24 Maschenweite 0 80mm Nr 40 Maschenweite 0 50mm Schlitzsiebe Mit 1 0 1 2mm breiten Schlitzen Je mehr verschiedene Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten Sie sich anschaffen umso leichter und sorgfältiger können Sie Ihr Saatgut reinigen Um mit Sieben das Saatgut zu reinigen geht man folgendermaßen vor Beim ersten durchsieben benutzt man ein Sieb dessen Maschenweite so groß ist dass die zu reinigenden Samenkörner gerade noch hindurch fallen können Diese erste Grobreinigung befreit sehr schnell das Saatgut von dem meisten Unrat und groben Pflanzenteilen Die Ausgangsmenge die zu sieben ist schrumpft durch diese erste Grobreinigung schnell zusammen Anschließend benutzt man ein Sieb dessen Maschenweite kleiner ist als die zu reinigenden Samenkörner Hierbei fallen dann die kleineren Staub und Pflanzenteile aus Durch das benutzen von unterschiedlichen Siebgrößen wird das Saatgut also in mehreren Durchgängen immer sauberer 8 2 3 3 Trennung nach Gewicht Das zu reinigende Saatgut in eine Schüssel oder ein feinmaschiges Sieb geben und dieses dann leicht rütteln schwingen und kreisförmig bewegen Die schweren Samenkörner wandern bei dem Vorgang nach unten die leichteren Pflanzenteile sammeln sich an der Oberfläche Entweder nimmt man behutsam die oberen Pflanzenteile von Hand weg oder hält die Schüssel bezw das Sieb leicht schräg und pustet die leichteren Pflanzenteile weg Vorgang so lange wiederholen bis nur mehr sauberes Saatgut übrig bleibt 8 2 3 4 Die Windreinigung Die Saatgut Reinigung in so genannten Schwung Sieben große und feinmaschige Siebe ist sehr effizient jedoch ein Meisterstück der Saatgut Reinigung Ungeübte sollen auf jeden fall ein Tuch unten drunter auslegen bevor sie beginnen Das zu reinigende Saatgut wird in ein Schwung Sieb gefüllt und mit beiden Händen hochgehalten Den Schwung Sieb mit einer raschen Abwärtsbewegung fallen lassen und derweil den Schwung Sieb rasch zur Seite

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